Google+ wird immer attraktiver. Kein Wunder, hat man doch den Eindruck, dass dem sozialen Netzwerk in punkto Innovation ständig neue Ideen einfallen. Wer sich ab sofort mit mehr Bildbearbeitung beschäftigen möchte, der hat nun die Gelegenheit, neue browserbasierte Tools zu nutzen. Dabei handelt es sich um die Technologie der so genannten „Nik Software“. Google+ hat sich die Software für sein Netzwerk einverleibt. Allerdings ist dieses Bildbearbeitungsprogramm nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, so ist die Nutzung des Google eigenen Browsers Chrome zum Beispiel unverzichtbar. Nicht unbedingt ein Vorteil, womit Google+ möglicherweise auch sicher nicht gegen Facebook an Beliebtheit gewinnt. Denn die Bildbearbeitung ist nicht das einzige Programm, das eine Chrome-Nutzung verlangt. Wer zum Beispiel die Skype-Alternative Google+ Hangouts testen möchte (die im Gegensatz zu Skype kostenlose Videokonferenzen mit mehreren Personen ermöglicht), kann dies nur unter der Voraussetzung, bei Google+ angemeldet zu.

Google+ launcht verbesserte Bildbearbeitung

Vintage-Filter und weitere Spielereien

User, die die Bildbearbeitung mit einem anderen Browser nutzen möchten, müssen mit einer Fehlermeldung rechnen. Sind aber alle Voraussetzungen erfüllt, lassen sich einzelne Bilder unter dem Punkt „Bearbeiten“ entsprechend editieren.

Helligkeit und Kontraste sind dabei selbstverständlich, aber auch Freunde von Spielereien kommen auf ihre Kosten und können mit einem Vintage-Filter oder einem so genannten „Tilt-Shit-Effekt“ Fotos zu etwas Besonderem machen.

Und wer sich nicht so viel Mühe machen möchte, dürfte trotzdem damit zufrieden sein, denn eine automatische Optimierung lässt sich ebenfalls anklicken.

Selektive Bearbeitung möglich

Selektiv lassen sie neuen Funktionen zusätzlich spezielle Punkte zur Bearbeitung zu. Eine Fläche oder ein Punkt, der unabhängig vom restlichen Foto angepasst werden soll, kann zum Beispiel markiert werden. Das kennt man zwar schon von „Snapseed“, aber bei Google+ macht sich eine solche Funktion auch sehr gut.

Insgesamt ist die Nutzung der neuen Google+ Bildbearbeitung ziemlich einfach, schnell zugänglich und leicht verständlich. Das ist vor allem sinnvoll für die mobile Nutzung: Wer mit seiner Google+ App unterwegs Fotos macht, kann seine Bilder dann mit der neuen Bildbearbeitung nachträglich verbessern und seinen Followern so einen tollen Mehrwert bieten.

Überhaupt ist die Integration dieser Software in Google+ marketingtechnisch als clever zu bezeichnen. Wer bessere Bilder hat, verbessert die Chancen auf eine größere Sichtbarkeit innerhalb des Nachrichten-Streams der eigenen Follower. Weil schickere Fotos einfach mehr ins Auge stechen, werden potenzielle Leser auch eher an ihnen hängenbleiben.