„Twitter ist langweilig und Twitter sollte etwas dagegen tun!“ Das findet US Techblogger Robert Scoble, der auf seiner Website scobleizer.com ganz klar sagt: „Google Plus has made Twitter boring!“ Solch provokante Aussagen heizen natürlich nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande entsprechende Diskussionen an. Und so gibt es bei den Kollegen von t3n auch schon eine entsprechende Analyse.

In 6 Punkten beschreibt Scoble, warum Google Plus seiner Meinung nach besser als Twitter ist. Eigentlich ist sein Artikel aber mehr eine Art „Hausaufgabe“ für Twitter. Interpretiert man ihn richtig, dann will er scheinbar nicht versuchen, Twitter wirklich schlecht zu machen. Scheinbar geht es ihm um die Verdeutlichung von seiner Meinung nach wichtigen Problemen, die man bei Twitter mit Verbesserungen abschalten könnte.

Allerdings vergisst Robert Scoble, dass man Twitter und Google Plus nicht wirklich vergleichen kann, da beide unter völlig anderen Voraussetzungen angetreten sind. Twitter ist, wie übrigens auch Facebook, organisch gewachsen. Man könnte Twitter als Stadt sehen, bei der nach und nach ein neues Haus dazugekommen ist im Laufe der Jahre. Google Plus hingegen wurde auf dem Reißbrett entworfen und ist „einfach so“ hochgezogen worden. Diese Form der „Architektur“ unterscheidet sich also grundlegend von der, die bei Twitter oder Facebook angewendet wurde.

Einige der Argumente, die Robert Scoble anführt, könnte man bei Twitter aber trotzdem beherzigen. Die prinizipielle Weiterentwicklung eines reinen Kurznachrichtendienstes wie Twitter kann man wenn man will in Google Plus schon heute sehen. Ob Google Plus dann aber im Endeffekt wirklich auch so gut wie Twitter angenommen wird, das steht auf einem ganz anderen Blatt.