Es verwundert nicht und es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass der Suchmaschinenriese Google die unangefochtene Nummer eins in Sachen Online-Werbung ist. Facebook folgt gleich dahinter, allerdings mit deutlichem Abstand. Damit ist der soziale Netzanbieter aber immer noch besser dran als Yahoo, denn Yahoo musste seinen zweiten Platz für Facebook räumen. Das hat der Infodienst eMarketer in einer aktuellen Untersuchung herausgefunden. Facebook hat damit im Vergleich zu 2012 dieses Jahr kräftig aufgeholt. Noch im vergangenen Jahr lag der prozentuale Anteil in der Online-Werbung nur bei knapp über 4 Prozent für Facebook. Einer der Gründe für den Zuwachs könnte das offensive Geschäft im mobilen Sektor sein. Hier hat Facebook viel Aufbauarbeit geleistet, um seinen Service und seine Angebote zu verbessern und zu erweitern. So protzte Facebook 2013 unter anderem mit größeren Fotos und gut designten Anzeigen im News Feed – sowohl mobil als auch auf dem Desktop.

Google bleibt Nummer eins bei Online-Werbung

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Auch ohne Werbung sehr erfolgreich

Der mobile Bereich bleibt für Facebook der ultimative Wachstumsmotor, denn die 5,7 Prozent, die Facebook insgesamt erreicht, sind der kumulierte Wert, der sich aus dem mobilen und dem stationären Bereich ergibt. Bei der mobilen Werbung kommt Facebook auf fast 17 Prozent. Damit ist klar, dass die Anstrengungen, die Facebook seit dem Börsengang 2012 unternommen hat, tatsächlich fruchten.

Die Anteile von Google bei der gesamten Online-Werbung liegen bei 31,9 Prozent. Im mobilen Bereich kommen sogar fast 50 Prozent zusammen – ein erstaunliches Ergebnis, auch wenn die Anteile im vergangenen Jahr noch etwas höher lagen: 52,2 Prozent, aber für Platz eins reichen die Prozente in diesem Jahr auch noch.

Die Studie hat auch noch eine andere, sehr interessante Tatsache ans Licht gebracht. Tatsächlich kann man auch im mobilen Bereich ohne Werbung sehr erfolgreich sein. Die weltweit beliebte Anwendung WhatsApp hat es vor kurzem bis auf 400 Millionen Nutzer geschafft. Und das nur allein gezählt durch die Registrierungen der Nutzer, die den Dienst monatlich in Anspruch nehmen, so genannte „Karteileichen“ also ausgeschlossen. Damit ist WhatsApp erfolgreich ohne aktive Werbekunden, nur durch reine Nutzer.

400 Millionen WhatsApp-User

Das dürfte ähnlichen Diensten wie MessageMe oder Snapchat sauer aufstoßen. Diese melden nämlich nur die Zahl der registrierten Personen, von denen dann nicht bekannt ist, ob sie die Dienste wirklich regelmäßig oder überhaupt nutzen.

WhatsApp kann sich seinen Erfolg ohne Werbung leisten. Die Tatsache, dass 400 Millionen Nutzer nur eine geringe Jahresgebühr zahlen müssen und ihnen dafür beispielsweise Bannerwerbung erspart bleibt, reicht aus, um auf der Erfolgswelle weiter oben zu schwimmen.

Auch Facebook würde sich freuen, wenn die eigene App für das Verschicken von Nachrichten weiterhin so beliebt wäre. Doch genau da liegt aktuell das Problem, denn Dienste wie Snapchat oder WhatsApp sind beliebter und sorgen dafür, dass Facebook zum Beispiel bei Teenagern immer weniger beliebt ist.