Wer bei Google Bilder für die entsprechende Bildersuche anbietet, der will damit auch gefunden werden. Das klingt zunächst logisch, die Sache hat aber einen ernsten Haken. Wie auch in der „ganz normalen Suche“, die sich hauptsächlich mit Texten beschäftigt, hat die Google Bildersuche vor allem für Anbieter von Produkten eine große Bedeutung. Immer mehr Konsumenten suchen gezielt in der Google Bildersuche, um dem Umweg über die Beschreibung zu vermeiden. Mit anderen Worten: Wer mit seinem Produkt schon in der Bildersuche eindrucksvoll zu finden ist, hat potenzielle Kunden viel schneller überzeugt, weil das Angebot visuell dargestellt wird. Mögliche Käufer müssen keinen Text lesen und kommen schneller an das eigentliche Ziel – die Seite, auf der das Produkt verkauft werden soll. Weil aber genau das von vielen Websites nicht oder nur wenig überzeugend auch gemacht wird erkläre ich im folgenden Artikel, wie man für Google Bilder gestaltet, die entsprechend gut gefunden werden.

Google Bilder: Wie du das volle Traffic-Potenzial erfolgreich nutzt

Traffic aus der Bildersuche ist sehr wichtig

Ein gutes Ranking in der Google Bildersuche führt zu deutlich mehr Besuchern. Dieses Potenzial darf man sich nicht entgehen lassen, ganz besonders dann nicht, wenn man Produkte verkauft, die von Natur aus starke optische Reize erzeugen.

Um bei Google Bilder entsprechend gut zu platzieren, gibt es einige Basics zu beachten. Hat man diesen Part erledigt, geht es daran, die wichtigsten Rankingfaktoren so einzusetzen, dass die eigenen Bilder in der Google Bildersuche gut performen.

Bei den ersten drei Schritten ist es wichtig, Google vor allem nicht auszusperren. Das klingt logisch, oft passiert es aber, dass der Googlebot ausgesperrt wird, sei es nun aus Versehen oder mit Absicht. Aus urheberrechtlichen Gründen kann es auch sinnvoll sein, dass Google Bilder nicht in den Index aufnimmt.

Keine technischen Barrieren errichten

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Was auch immer der Grund sein mag: Wer mit seinen Bildern ranken will, muss zumindest den erstmal „Bilderbot“ reinlassen. Wer in seiner „robots.txt“-Datei zum Beispiel Anweisungen wie

User-agent: Googlebot-Image
Disallow: /

hinterlegt, sorgt für eine komplette Deindexierung oder Nichtaufnahme aller Google Bilder. Dieses Prinzip lässt sich auch auf einzelne Dateien, Verzeichnisse oder sogar Datei-Endungen anwenden. Mit der „robots.txt“ ist also eindeutig steuerbar, welche Bilder Google bekommt und welche nicht.

Wer das Gegenteil erreichen will, sorgt dafür, dass Google eigene Bilder komplett barrierefrei erfassen kann. Dafür ist neben der eigentlichen Erreichbarkeit wichtig, dass es einen „alternativen Text“ (im HTML-Code mit dem „alt“-Tag gekennzeichnet) gibt. Wer zudem bei Google viele Bilder anbieten will, braucht eine eigene Bilder-Sitemap.

Google ist blind wie ein Maulwurf

Google ist für Bilder immer noch ziemlich blind – zwar wird man besser, was das Auslesen optischer Informationen angeht. Ohne zusätzliche Maßnahmen wird es aber kein Bild schaffen, in der Bildersuche von Google gut zu ranken.

Ähnlich wie bei der Optimierung von Texten kann man auch bei Bildern nachhelfen. Praktischerweise bewertet Google Bilder immer dann besser, wenn man zusätzliche Informationen im Form von Texten ergänzt. Und weil das bei einem Bild an sich natürlich nicht geht, schaut sich Google die Umgebung ganz genau an.

Um bei Google Bilder gut zu platzieren, muss man auf der eigenen Website dafür sorgen, dass Google auch mehr Informationen bekommt. Besonders gut geeignet ist neben dem „alternativen Text“, der eine Grundvoraussetzung darstellt, auch der Dateiname.

Google erklären, was ein Bild zeigt

Nachvollziehbar, denn den Dateinamen kann Google ohne Problem auslesen. Wer also einen grünen Baum zeigt, sollte sein Bild auch „gruener-baum.jpg“ nennen – damit erleichtert man Google die Zuordnung und sorgt für bessere Rankings.

Nicht zu vernachlässigen ist auch der umgebende Text. Google schaut sich genau an, welcher Text sich in unmittelbarer Umgebung eines Bildes befindet. Aus logischen Gründen unterstellt Google, dass dieser Text für das Bild wichtig ist (denn er wird ja in unmittelbarer Nähe angezeigt).

Aus dem gleichen Grund sorgt auch die Bildunterschrift oder Bildüberschrift dafür, dass Google Bilder besser bewertet, wobei davon ausgegangen werden kann, dass Bildunterschriften einen Vorteil genießen. Auch das nachvollziehbar, weil Bildunterschriften immer schon bei (redaktionellen) Texten eine Rolle gespielt haben, mit der sich zusätzliche Informationen transportieren lassen.

Text in unmittelbarer Umgebung bringt Vorteile

Bildunterschriften und Bildüberschriften befinden sich immer in unmittelbarer Umgebung zu einem Bild. Google unterstellt entsprechend auch hier, dass diese Zusatzinformationen sich direkt auf das Bild beziehen und stuft sich daher als wichtiger ein.

Zu diesen direkten Optimierungsmaßnahmen für Google Bilder gehört auch der Seitentitel und die Überschrift der Seite, auf dem das Bild eingebunden ist und das „title“-Attribut, das sich direkt auf das Bild bezieht. Nicht ganz so entscheidend wie das „alt“-Attribut (denn diese Erweiterung sorgt dafür, dass auch nicht-sehende Internet-User ein Bild inhaltlich erfassen können), gehört das „title“-Attribut aber dennoch dazu und rundet die Angelegenheit ab.

Wer es zudem ganz genau nimmt und nichts dem Zufall überlassen will, packt auch noch die Daten mit dazu, die das Bild direkt erzeugt – schon bei der Aufnahme. Diese „Exif-Daten“ stecken in dem Bild und seinem Dateiformat, man kann sie aber nachträglich editieren. Ob es einen extremen Aufwertungsfaktor gibt, wenn man Google Bilder mit solchen Erweiterungen gibt, ist nicht 100-prozentig bekannt. Schaden kann es aber auf keinen Fall.

Links von Dritten sind auch für Bilder gut

Onpage-Faktoren sind für Google immer sehr wichtig, aber es geht nicht ohne den berühmt-berüchtigten Bereich „Offpage“. Das gilt selbstverständlich auch, wenn man Google Bilder liefern möchte, die dann ordentlich ranken sollen – andernfalls gibt es keinen Traffic und auch keine potenziellen Neukunden… und so weiter.

Dementsprechend entscheidend ist, wie viele Links von außen ein Bild einsammeln kann. Wird ein Bild direkt verlinkt, dann spricht man von „Hotlinking“. Das ist bei vielen Webmastern eher unbeliebt, geht es aber darum, wie Google Bilder bewertet, kann diese Vorgehensweise enorme Vorteile bringen. Wichtig ist natürlich wie viele unterschiedliche Quellen auf ein Bild verlinken – bekommt man 10.000 Links von der gleichen Website, dann ist der Effekt nur gering.

Geteilte Inhalte sind ebenfalls wichtig – nicht so sehr für das direkte Ranking, aber für die Verbreitung. Google kann alle öffentlich zugänglichen Inhalte auslesen und „merkt“ entsprechend, wenn ein Bild populärer ist als ein anderes. Das gilt übrigens auch für Kopien eines Bildes, die von Dritten angefertigt und veröffentlicht wurden.

Höhere Reichweite zieht mehr Links an

Wird ein Bild extrem oft (zum Beispiel auf Facebook) geteilt, dann hat das keinen direkten Einfluss auf das Ranking, dass Google diesem Bild gibt. Es sorgt aber dafür, dass das Bild viel mehr Reichweite bekommt. Dieses hohe Aufkommen an Reichweite zieht dann auch mehr potenzielle „Verlinker“ an.

Die Chance, dass ein solches Bild mehr Links von fremden Websites bekommt, ist deutlich höher. Aus diesem Grund ist eine gute Performance in sozialen Netzwerken wichtig – auch und vor allem aus Sicht von Google! Bei Kopien machen dann die Menge und die Qualität dieser Faktoren den Unterschied.

Es kann durchaus passieren, dass Google Bilder unterschiedlich bewertet, auch wenn es sich um das gleiche Bild handelt. Das wird immer dann unschön, wenn die Konkurrenz ein Bild übernimmt (sofern man das selbst erlaubt hat) und dann dafür den Traffic einsammelt.

Fazit

Damit Google Bilder gut ranken kann, muss man als Herausgeber seine Hausaufgaben gemacht haben. Die folgende 8-Punkte-Checkliste zeigt abschließend, worauf es ankommt, wenn man mit seinen Bildern in der Bildersuche von Google erfolgreich sein will:

1. Bilder müssen vom Googlebot leicht zu erfassen sein („Crawlability“)
2. Weil Google Bilder nicht erkennt, muss der Alternativ-Text („alt“-Attribut) verwendet werden
3. Wer Google viele Bilder anbietet, sollte eine ergänzende Sitemap mitliefern
4. Google achtet auf den umgebenden Text eines Bilder, dieser Text muss das Bild beschreiben
5. Gleiches gilt für Bildunterschriften und den Dateinamen
6. Seitentitel und Überschrift H1-Überschrift der zum Bild gehörenden Website müssen thematisch stimmig sein
7. Je öfter das Bild oder die Trägerseite von außen verlinkt wird, desto besser
8. In sozialen Netzwerken viel geteilte Bilder sorgen für mehr Reichweite und indirekt mehr Links