Ohne soziale Netzwerke geht nichts mehr, das weiß man mittlerweile auch bei Google. Kommenden Monat jährt sich der Launch von Google+ zum ersten Mal und auch wenn Google+ bisher zu Facebook keine echte Konkurrenz ist, hat es doch gezeigt, dass man bei Google verstanden hat, dass das Web der Zukunft mehr und mehr ein Abbild der realen Welt wird. So macht der aktuelle Schritt von Google auch Sinn, denn Google Analytics wertet jetzt soziale Netzwerke aus.

Inhaltliches Upgrade

Dafür wurde in der aktuellen Darstellung von Google Analytics der Menüpunkt „Soziale Netzwerke“ kräftig aufgepumpt und hat nun zahlreiche neue Metriken an Bord, mit denen es möglich wird, den Traffic aus sozialen Netzwerken genauer unter die Lupe zu nehmen.

Google Analytics wertet soziale Netzwerke aus

Recht nüchtern wie üblich der grundsätzliche Aufbau, für die schnelle Info aber gut geeignet. Nachvollziehbarerweise muss auch dieses neue Element ist das bestehende Design passen, entsprechend wenig überrascht muss man hier sein. In Kürze werde ich an dieser Stelle dann auch ein paar Ziele definieren, damit die „Startfunktion“ überhaupt Sinn macht…

Google Analytics wertet soziale Netzwerke aus

Bei Google Analytics findet man nicht nur die großen Anbieter unter den sozialen Netzwerken – auch kleine und für manche sogar unbekannte Kandidaten sind dabei. Das mag auf den ersten Blick unnötig erscheinen, zeigt aber, dass Google es wirklich ernst meint und möglichst viele soziale Daten zur Verfügung stellen will.

Google Analytics wertet soziale Netzwerke aus

Beim Klick auf eines der identifizierten Netzwerke geht es weiter zur Detailübersicht, wo man sich genauer ansehen kann, welche Seiten denn nun explizit aufgerufen werden. Spätestens hier wird es interessant, weil man sehen kann, welche Seiten besonders viele Leute angezogen haben, wie lang die Verweildauer war, usw.

Google Analytics wertet soziale Netzwerke aus

Das sind schon nützliche Daten, die bei einer tieferen Analyse helfen können, kann man sie doch benutzen, um tendenziell beliebte Themen zu ermitteln. Darauf lassen sich dann künftige Content-Strategien abstimmen oder bestimmte Inhalte gleich ganz weglassen, wenn das nötig sein sollte. Der Klick auf den Menüpunkt „Seiten“ bricht die Daten nochmals runter. Hier kann man sich ansehen, welche Seiten insgesamt am besten abgeschnitten haben, wenn man alle gefundenen Netzwerke berücksichtigt. Auch das ein Punkt, der für weitere Analysen interessant ist.

Besonders beachten sollte man meines Erachtens dann noch die Funktion „Fluss sozialer Besucher“. Hier gibt es einen optischen Eindruck davon, wie viele Besucher an welcher Stelle abspringen und welche Pfade beliebter sind. Solch eine bildliche Ansicht sorgt natürlich nicht zwingend dafür, dass man die Bounce Rate sofort bekämpfen kann – sie kann aber dabei helfen, seine Besucher besser zu verstehen und dafür zu sorgen, dass sie eher zu dem kommen, wonach sie gesucht haben – was dann letztendlich auch die Absprungrate verringert.

Google Analytics wertet soziale Netzwerke aus

Sinnvolles Upgrade

Grundsätzlich hat Google mit der Erweiterungen meiner Ansicht nach einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht, denn nun ist das Thema „Social“ defintiv auch bei Google Analytics, einem der mächtigsten Produkte aus dem Hause Google, angekommen. Das zeigt, dass man das Thema in der Tat ernst nimmt. Und dafür sprechen ja auch die Entwicklungen um Google+, wo es darum geht, das soziale Element bei Google mehr und mehr zu entwickeln.