Facebook schraubt weiter an der Vermarktung des eigenen Messengers. Eigentlich unverständlich, denn mit WhatsApp hat man einen leistungsfähigen Messenger im eigenen Universum, der zudem auch ein besseres Image hat. Viele Leute, die nicht auf Facebook aktiv sein wollen, nutzen aber dennoch WhatsApp – eine große Zahl mit Sicherheit auch, weil sie schon vor der Übernahme von Facebook Nutzer von WhatsApp waren. Doch das scheint Facebook nicht auszureichen. Welche Pläne könnten Mark Zuckerberg und sein Team im Bereich „Messenger“ noch haben? Fakt ist: Ab sofort können sich auch User, die keinen Facebook Account haben, beim Facebook Messenger anmelden und ihn ganz normal nutzen!

Genial Facebook Messenger ohne Facebook Account nutzen

Quelle

Einfachster Zugang zum Messenger

Ab sofort reicht für die Nutzung des Facebook Messengers der Vor- und Nachname sowie die Telefonnummer – wenn du in den USA, Canada, Peru oder Venezuela ansässig bist. In diesen vier Ländern wird das Modell jetzt getestet.

Dabei gab es 2012 schon einen Test, der überwiegend in Indien durchgeführt wurde. Damals machte Facebook schlechte Erfahrungen mit der Möglichkeit, den Messenger für die User ohne Facebook Account anzubieten – es funktionierte schlicht und ergreifend nicht!

Seit 2012 habe sich laut Facebook aber eine Menge geändert – viele User wären jetzt bereit, den Facebook Messenger zu nutzen, weil bekannt sei, dass das Produkt seit 2012 einen gewaltigen Entwicklungsschritt nach vorn gemacht habe. 2012 sei man erst auf dem halben Weg gewesen, jetzt befinde man sich auf der Zielgeraden, hieß es von Facebook.

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Parallele Datenbank mit Nicht-Mitgliedern

Besonders interessant an der Öffnung des Facebook Messengers für Nicht-Mitglieder von Facebook ist die Tatsache, dass auch diese User ihre im Smartphone gespeicherten Kontakte mit Facebook abgleichen können. Nur so ist es möglich, dass auch diese User mit Facebook Mitgliedern via Messenger kommunizieren können.

Für Facebook bedeutet das, dass auf diese Weise eine zweite, parallele Userdatenbank entsteht – und zwar von Personen, die nicht auf Facebook sind, aber trotzdem den Messenger nutzen. So kann nebenbei ein weiterer Social Graph aufgebaut werden, der ebenfalls wichtige Informationen, zum Beispiel für spätere Werbung auf dem Messenger liefert.

Mit dieser Öffnung soll die Erweiterung des Messengers aber noch nicht abgeschlossen sein. Nachdem bereits neue Features wie Zahlungen zwischen Freunden, Videotelefonie, Spiele oder Möglichkeiten zum Teilen von lokalen Angaben eingeführt wurden, wird der Facebook Messenger in Zukunft weiter ausgebaut.

700 Millionen Menschen nutzen den Messenger

Ein Ziel: Der Ausbau des Messengers zu einer Plattform, mit der es für Firmen möglich ist, besser mit Kunden zu kommunizieren. Eine durchaus sinnvolle Ideen, denn beide Parteien – Firmen und deren Kunden – sind auf Facebook gleichermaßen aktiv.

700 Millionen Menschen nutzen den Messenger von Facebook schon jetzt jeden Monat aktiv. Durch die Öffnung könnte sich diese Zahl schnell erhöhen, wenn der Plan von Facebook wirklich aufgeht. Vor allem Firmen auf Facebook werden sich über die geplanten Neuerungen freuen, denn in der Tat dürfte die Kommunikation mit Kunden mit dem Messenger schneller und effektiver sein als zum Beispiel via Telefon oder E-Mail.

Es gibt immer noch zahlreiche Märkte und Regionen, in denen Facebook viel Wachstumspotenzial hat und in diesen Märkten und Regionen wird teilweise auch noch viel via SMS kommuniziert. Mit seinem Messenger könnte Facebook der SMS hier große Marktanteile abnehmen und würde gleichzeitig einen ersten Vorgeschmack auf Facebook bieten – der dann bei vielen Usern (so der mögliche Plan) dazu führt, dass sie letztendlich „vollwertige“ Facebook Mitglieder werden.