Flat Design ist der aktuelle Trend bei der Gestaltung von Websites. Mir persönlich kommt das gelegen, weil ich schon immer der Meinung war, dass es besser ist, überflüssige Elemente wegzulassen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Beim Design einer Website ist das aus meiner Sicht besonders sinnvoll, weil es ärgerlich ist, wenn man sich als User nicht zurecht findet, weil das Design dagegen arbeitet. Flat Design kann dabei helfen, Websites besser zu machen. Nicht nur bezüglich der Optik, sondern auch dann, wenn es darum geht, Besucher einer Seite zu leiten und so dafür zu sorgen, dass die Website entsprechend konvertiert. Flat Design ist meiner Ansicht nach sogar wichtig in Bezug auf SEO, Reichweite und Marketing und hilft dabei, Websites auf unterschiedlichen Endgeräten besser konsumierbar zu machen. Warum ich das glaube? Die Gründe dafür stehen im folgenden Artikel.

Flat Design: sieht gut aus, verbessert das Marketing

Bild: Petr Vaclavek, fotolia.com

Mode im Internet?

Mit der Mode ist das so eine Sache. Sie ändert sich ständig. So gut wie jeder Lebensbereich ist einer Mode unterworfen. Oft ist das von außen so einfach gar nicht sichtbar, dennoch gibt es immer wieder Veränderungen.

Das Internet und das Design von Websites sind da keine Ausnahme. Wenn heute von Flat Design die Rede ist, dann wird von der aktuellen Mode gesprochen. Und anders als zum Beispiel bei der aktuellen Mode in Sachen Kleidung gibt es im Internet bisher noch keine Mode, die wieder zurückkommt – so wie das bei Kleidung oft der Fall ist.

Allerdings, und das ist der wichtige Punkt, baut die modische Entwicklung von Websites auf der Entwicklung der letzten Jahre auf. Sprich: das Aussehen von Websites entwickelt sich ständig weiter und es gäbe heute kein Flat Design, wenn in der Vergangenheit nicht andere modische Trends passiert wären, die die jetzige Entwicklung überhaupt erst möglich gemacht haben.

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Das Auge surft mit

Die heutigen User von Websites sind einiges gewöhnt und bei vielen Menschen haben sich in den letzten Jahren einfach Standards etabliert. Dabei handelt es sich zum Beispiel auch um solche Dinge wie der richtigen Positionierung eines Logos auf einer Website.

Geht es dabei aber eher um grundsätzliche Standards, schaut es beim Flat Design schon anders aus. Grundsätzlich schauen sich Menschen lieber schöne Dinge an. Das ist nicht ungewöhnlich und liegt in der Natur des Menschen. Über Geschmäcker lässt sich diskutieren, dennoch gibt es gewisse Dinge, die so gut wie alle Menschen nicht schön finden.

Warum sollte das bei einer Website nicht gelten? Eine Website muss nicht zwingend „schön“ sein – eben weil das auch dem persönlichen Geschmack unterworfen ist, gibt es keine wirklich feststehenden Regeln. Allerdings ist es sinnvoll, seinen Usern auch etwas für das Auge zu bieten. Die Verpackung ist nicht das wichtigste, kann aber dafür sorgen, dass der Inhalt mehr in den Mittelpunkt rückt.

Übersichtlichkeit ist sinnvoll

Flat Design sorgt also dafür, dass eine Website besser aussieht. Das ist wichtig, denn auch das Design hat Einfluss darauf, ob ein User eine Website besucht oder nicht – und (noch viel wichtiger) ob der User auf der Website bleibt, um dort etwas Bestimmtes zu tun.

Neben dem Design an sich, was sich vornehmlich durch Farben, Anordnungen, etc. auszeichnet, ist das Thema Übersichtlichkeit besonders wichtig. Übersichtlichkeit sorgt dafür, dass man sich als User einer Website nicht auf dieser Seite verliert. Wie oben beschrieben, haben sich bei den Internetnutzern bestimmte Standards im Kopf etabliert. Wer dagegen verstößt hat es schwerer als die Konkurrenz.

Man kennt das Gefühl aus eigener Erfahrung: ist eine Website unübersichtlich, dann hält man sich dort im besten Fall nicht so gern auf. Im schlimmsten Fall surft man sie einmal an – und dann nie wieder. Flat Design kann das vermeiden, denn neben den überwiegend einfachen Elementen, die ohne Schattierungen, Farbverläufe, etc. auskommen, ist der Hang zu großer Übersichtlichkeit ein weiteres Merkmal des Flat Designs.

Bessere Anzeigen auf unterschiedlichen Geräten

Zusätzlicher Vorteil: auch ohne „Hilfsmittel“ wie zum Beispiel Responsive Design sorgt Flat Design dafür, dass Websites auf unterschiedlichen Ausgabegeräten besser aussehen. Einfacheres Design, weniger Elemente und größere Übersichtlichkeit wirken sich auch auf die Programmierung einer Website aus.

Vom technischen Standpunkt aus gesehen bietet Flat Design Vorteile, die es bei komplexen Programmierungen nicht gibt. Einfache Grafiken sehen auf jedem Ausgabegerät einfach aus, bei aufwendigen Grafiken wird das schwieriger. Auch 2013 interpretieren längst nicht alle Geräte und nicht jede Software alle Elemente einer Website gleich.

Hält man sich an ein einfaches und schlichtes Design, dann ist man im Vorteil. Einfach und schlicht heißt dabei aber nicht, dass das Design auch langweilig sein muss. Hier kommen die Web Fonts ins Spiel, ohne die Flat Design in der heutigen Form so nicht möglich wäre.

Kein Flat Design ohne Web Fonts

Web Fonts haben einen Traum erfüllt. Besonders ich als jemand, der immer schon Design und SEO als eng verflochten angesehen habe, war froh, als die Web Fonts das Licht der Welt erblickten. Endlich war es möglich, schönere Schriften für eine Website zu nutzen ohne auf Benefits im Bereich SEO zu verzichten.

Eine Überschrift sieht besser aus, wenn sie in einer ausdrucksstarken Schrift abgebildet wird. Und sie fällt auch besser auf, sticht mehr ins Auge des Users. Folge: die Aufmerksamkeit wird auf den folgenden Artikel gelenkt. Früher musste man Grafiken erzeugen lassen, um schönere Überschriften zu erzeugen.

Das war ein mögliches Mittel, es hatte aber einen großen Haken: mit einer Grafik lassen sich keine Keywords transportieren, die in einer Überschrift besonders wichtig sind und im Sinn einer gut optimierten Website zwingend erforderlich sind. Web Fonts haben genau das ermöglicht – ansehnliche Überschriften, in denen man nicht auf den Rankingfaktor „Überschrift“ verzichten muss.

Gutes Aussehen als Empfehlung

Eine gut gemachte Website ist übrigens auch immer eine Form der Empfehlung. Wer sich nach außen ansehnlich präsentiert muss zwar nicht immer erfolgreicher sein. Es liegt aber, wie bereits erwähnt, in der Natur fast aller Menschen, schöne Dinge betrachten zu wollen – oder zumindest schöne Dinge lieber betrachten zu wollen als andere, nicht so schöne Dinge.

Das Aussehen einer Website kann auch als „gut“ definiert werden, wenn die Seite gepflegt ist, also ordentlich, aufgeräumt und gut strukturiert. Eine solche Website wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine geringere Absprungrate und eine höhere Verweildauer haben.

Beides Faktoren die indirekt dafür sorgen, dass eine Website bei Google besser performen kann und entsprechend auch bessere Rankings hat. Eine aufgeräumte Struktur bezieht sich übrigens nicht nur auf die Website an sich, also nicht nur auf das, was man sieht. Auch eine sinnvolle Struktur innerhalb der Programmierung zahlt sich aus.

Vorteile beim Google Ranking

Ich habe mit niedriger Absprungrate und höherer Verweildauer bereits zwei Beispiele dafür genannt, wie das Ranking in der Websuche von Google beeinflusst werden kann. Diese beiden Faktoren leiten sich direkt auch vom Design einer Website ab. Sinnvolles Flat Design hilft also nicht nur den Usern, eine Seite besser zu erschließen.

Auch in Bezug auf die Reichweite ist Flat Design wichtig, denn mit besseren Rankings bei Google bekommt man eine höhere Reichweite und dementsprechend auch mehr Traffic. Mehr Traffic sorgt dafür, dass die Chancen auf höhere Umsätze auf der eigenen Website steigen, sofern man mit seiner Website Geld verdienen will. Natürlich gibt es weitere Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Verbesserung der eigenen Reputation, weil man eben nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch überzeugt.

Der Inhalt einer Website sollte immer an erster Stelle stehen. Gelingt es, diesen Inhalt in ein passendes und vor allem förderndes Design zu gießen, dann hat man Vorteile. Im besten Fall sorgt das Flat Design dafür, dass der Content stärker betont wird, damit er von mehr Usern wirklich gelesen wird.

Einfluss auf das Marketing

Flat Design beeinflusst das Marketing einer Website und kann darüber entscheiden, ob die Seite erfolgreich ist oder nicht. Bei besonderen Themen ist Flat Design auf jeden Fall Pflicht, generell sollte sich meiner Ansicht nach aber jeder Betreiber einer Website die Frage stellen, ob sich das Thema nicht auch für die eigene Seite auszahlen könnte.

Allein der Einfluss einer gut gemachten Seite auf das Ranking bei Google sorgt dafür, dass das Design einer Website (nicht zwingend nur Flat Design, sondern jede Form der Optik) im Marketing Mix stark berücksichtigt werden muss und deshalb in die Strategie gehört.

Ganz unabhängig davon sind moderne Websites und Publikationen, die mit der Zeit gehen, bei fast allen Usern beliebter. In anderen Bereichen des Lebens ist das ähnlich. Wäre das nicht so, würden Autos zum Beispiel immer noch so aussehen wie vor 50 Jahren. Flat Design bringt also definitiv Vorteile und kann dafür sorgen, dass eine Website erfolgreicher wird.