Wer auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Pinterest unterwegs ist kommt auch dort nicht um Spam herum. Aktuell sind so genannte Gift-Cards sehr beliebt, dabei handelt es sich um kostenlose Visa-Gutscheine. Hinter vielen Gift-Cards verbirgt sich aber oft schädigende Software und während sich normale Spam-Mails oft durch die Adressbücher des Mailaccounts „fressen“, haben es die Gift-Cards auf alle Identitäten des Nutzers in den Netzwerken abgesehen.

Von einem Netzwerk zum nächsten

Das Gefährliche: Fehlende Sicherheitslücken eines Netzwerkanbieters schaden auch den Nutzern anderer Anbieter. Wer sich auf Facebook diesen Virus einfängt, wird ihn auch auf Pinterest bekommen, sofern man dort ebenfalls einen Account hat, usw.

Der Virus tarnt sich in Form verlockender Postings. Im Falle der Gift-Cards ist zu lesen, dass die Anzahl dieser „Geschenke“ nur noch begrenzt vorhanden und nur für eine bestimmte Zeit gültig ist, man also schnell handeln sollte, möchte man das Schnäppchen nicht verpassen.

Simulierung von Seriösität

Um die angebliche Ernsthaftigkeit und die scheinbare Seriosität des Fake-Angebots zu untermauern, wird angezeigt, dass es schon von Millionen Nutzern geliked wurde. Und um den Gutschein zu erhalten, muss man den Post natürlich entsprechend mit seinen Freunden teilen und ihn liken, so dass sich der Virus schnell und weiträumig verbreitet.

Netzwerken wie Pinterest und Facebook sind solche Viren natürlich ein Dorn im Auge. Da wundert es auch nicht, dass beide Anbieter angekündigt haben, ihre Sicherheitsstandards zu überprüfen und falls nötig zu verbessern. Problem: Viren in sozialen Netzwerken sind nichts Neues und mindestens Facebook sollte mittlerweile ein Rezept gegen diese Bedrohung gefunden haben. Dass neue Viren aber immer wieder funktionieren beweist, dass es nicht so einfach zu sein scheint, wirklich wirksame und dauerhafte Maßnahmen zu entwickeln.