Facebook scheint immer auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern. Glaubt man Medienberichten aus den USA, dass steht das TV aktuell ganz oben auf der Wunschliste von Mark Zuckerberg und seinem Konzern. „Social TV“ soll nach Ansicht von Analysten eine große Zukunft haben. Und Facebook will bei diesem Trend scheinbar von Anfang an dabei sein.

Bereits heute kennt man von modernen TV Geräten den „Electronic Program Guide“ („EPG“)und das Prinzip ist einfach: Statt in einer Zeitschrift aus Papier nach einem guten Film oder einer Serie zu suchen, nutzt man gleich den Fernseher. Mit der Fernbedienung kann man sich so durch die Programmvielfalt zappen. Im Vergleich zu früher ist das Zappen aber schon einen Schritt weiter, weil man durch den EPG für jede Sendung schon eine Zusammenfassung bekommt. Man weiß also, was es gibt und muss es nicht durch Zufall herausfinden.

Facebook will dieses Prinizp scheinbar aufbohren und eine Art „personalisierte TV Zeitschrift“ direkt im TV Gerät ermöglichen. Das Prinzip des EPG könnte also erweitert werden: Statt vorher nur zu wissen, welchen Inhalt eine Sendung hat, könnte man mit einem „Social Program Guide“ erfahren, was Freunde gesehen haben, gut oder schlecht finden, empfehlen oder ablehnen.

Mit einer Verknüpfung zum persönlichen Facebook Profil könnte ein „Social Program Guide“ zudem auch die Vorleben eines Zuschauers erlernen und dann schon solche Sendungen, die in Frage kommen, mit den Interessen von Freunden abgleichen und dafür sorgen, dass es zu einem ganz individuellen TV Erlebnis kommt – auf Grundlage der Daten aus dem Netzwerk.

Zukunftsmusik? Scheinbar nicht. Für Facebook wären solche Maßnahmen ein logischer Schritt in neue Marketing Kanäle. Ob sich der durchschnittliche TV Zuschauer ebenso dafür begeistern kann, wenn Facebook das Programm auswählt, wird sich dann zeigen.