Mit welchem sozialen Netzwerk lässt sich am meisten Reichweite erzeugen? Ich bin nicht gern der Spielverderber, aber die Zeiten für die Konkurrenz von Facebook sahen schon mal besser aus. Mittlerweile spielt neben Facebook zumindest hierzulande nur noch Instagram eine ernstzunehmende Rolle, Snapchat steht noch am Anfang. Gut, jetzt wäre der Gedanke angebracht, dass es sich zumindest auf Facebook lohnt – und das stimmt auch, wenn du mit deinem Content dort auch stattfindest. Und damit meine ich, dass du auch wirklich sichtbar bist… „gesehen werden“ ist nämlich keine Sichtbarkeit und viel zu viele Inhalte verschwinden im digitalen Nirwana von Facebook. Doch woran liegt das und was kannst du dagegen tun, wenn du auf Facebook viel zu wenig Reichweite hast und unsichtbar bist?

5 Gründe, warum du auf Facebook unsichtbar bist

5 Gründe, warum du auf Facebook unsichtbar bist | Bild: igorstevanovic, Shutterstock.com

Du lieferst schlechten Content, der keinem etwas bringt

Gleich vorweg: Es hat auf Facebook wenig mit erfolgreichen Reichweiten zu tun, ob du dich auf Clickbaits verlässt oder nicht. Es ist grundsätzlich der falsche Weg, nur diesem einen Faktor die Schuld für so vieles zu geben, was auf Facebook angeblich nicht rund läuft. Wenn es um Reichweite geht, musst du in erster Linie deine Community im Blick haben.

Es ist wichtig, worauf diese Menschen abfahren – und wenn es Clickbaits sind, dann darfst du ihnen das nicht vorenthalten. Aber lass mich weiter vorn anfangen… auf Facebook sind werbliche Inhalte nicht sonderlich beliebt (auch wenn Facebook uns versichert, dass das anders ist). Versteh mich nicht falsch, gute Werbung funktioniert auf Facebook, aber die meisten Leute wollen doch eher interessante Inhalte vorwiegend von Freunden und Bekannten sehen.

Dazu natürlich auch Content von Unternehmen und Marken, denn wer will schon die heißesten News zum Thema Sneaker verpassen… solche Inhalte bringen aber nur was, wenn sie wirklich themenrelevant sind. Mit anderen Worten: Sag deinen Fans auf Facebook nicht immer nur, dass sie etwas von dir kaufen sollen und veranstalte keine Gewinnspiele, bei denen der Gewinn nicht zum Thema deiner Facebook Page passt. Nutze nicht die gleichen Inhalte in organischen Postings und in Werbenanzeigen und sorge dafür, dass deine Community immer nützliche, relevante und hilfreiche Inhalte bekommt – diese Inhalte liegen bei den Leuten ganz weit vor und damit lässt sich definitiv Reichweite aufbauen.

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Deine Postings sind unpersönlich und klingen wie von einem Unternehmen

Ah, du BIST ein Unternehmen… solltest du deswegen auch wie ein Unternehmen klingen? Menschen kaufen gern von Menschen und nicht von Logos. Oder um es plastischer zu machen: Es kann an einem Marktstand noch so tolles Obst geben – wenn der Händler ein unpersönlicher und/oder unhöflicher Mensch ist (den du einfach nicht magst), wirst du bei ihm nicht kaufen. Warum sollte das bei Unternehmen anders sein?

Veröffentliche Inhalte, die die Leute wirklick sehen wollen und achte darauf, dass du als Urheber hinter diesen Inhalten stehen kannst. Wenn du für deinen Content einstehen kannst, dann fällt es dir viel leichter, auch persönlich rüberzukommen – eben weil du dich selbst damit identifizierst. Dein Content wirkt zudem weniger steif und unpersönlich, wenn du lockerer bist und Umgangssprache benutzt – hat ehrlich gesagt noch niemandem geschadet.

Dein Publikum will nicht nur von dir, sondern auch über dich informiert werden. Gib also auch Einblicke hinter die Kulissen (das funktioniert nicht nur auf Snapchat gut) – vor allem für Unternehmen ist das sehr wichtig! In Social Media allgemein und speziell auf Facebook ist der Kontakt zu Zielgruppe so wichtig wie nirgendwo anders. Wenn du dich hier unnahbar und vielleicht sogar arrogant präsentierst, dann wird deine Strategie nicht aufgehen… ganz egal, ob du als Privatperson oder als Unternehmen unterwegs bist!

Du achtest nur auf Reichweite, nicht aber auf Interaktionen

Facebook hat selbst Schuld: Jahrelang hämmerten sie uns ins Hirn, dass es um den Aufbau von viel Reichweite geht. Fakt ist, dass Reichweite toll ist, aber immer nur dann, wenn die Reichweite auch zu Interaktionen führt. Dass jemand auf Facebook deinen Content sieht, macht dich nicht automatisch sichtbar(er) – ja, mehr ist fast immer besser, aber letztendlich hast du keine Garantie, dass mit deinem Content auch wirklich interagiert wird.

Wenn du immer nur die Reichweite im Auge hast, dann wirst du auch Dauer nicht zu den Gewinnern auf Facebook gehören. Versteh mich nicht falsch, du sollst nicht aufhören, Reichweite zu generieren – du solltest aber auch einen beträchtlichen Teil deiner Anstrengungen darauf verwenden, Interaktionen mit deinem Content zu forcieren – und das beginnt schon ganz am Anfang der Wertschöpfungskette, wenn du mit der Produktion deinen Contents beginnst.

Interaktionen beweisen, dass die User sich deine Inhalte nicht einfach nur angucken. Das könnte nämlich auch bedeuten, dass die Meldung im News Feed einfach so vorbeirauscht. Die hohe Reichweite mag dir schmeicheln, sie ist aber wertlos, wenn es nicht zu Interaktionen kommt. Erst dann kannst du sicher sein, ob dein Content funktioniert und ob dein Facebook Marketing wirklich funktioniert.

Du willst immer mehr Likes, bindest deine Fans aber nicht

Facebook wäre schon jetzt sehr gern die große Verkaufsmeile, in der die User nicht nur teilen und diskutieren, sondern auch wie verrückt einkaufen. Das ist aber (noch) nicht der Fall. Keine Frage, Facebook Ads funktionieren (ich weiß das sehr gut), aber für einen großen Teil der Nutzerinnen und Nutzer ist Facebook nach wie vor ein Ort, an dem Inhalte ausgetauscht werden – eben ein soziales Netzwerk.

Allerdings eignet sich Facebook richtig gut, um Leute aus der richtigen Zielgruppe in einen (Sales) Funnel zu kriegen. Und das geht mit Facebook Ads hervorragend, Facebook ist eine gigantische Maschine zur Generierung neuer Leads. Auf diese Weise bekommst du nicht nur mehr Likes und Fans, auf diese Weise sorgst du auch für die beste Kundenbindung, die es geben kann – denn nur so schaffst du es, neue und alte Leads außerhalb von Facebook gewinnbringend zu nutzen.

Wenn du die richtigen Leads aus Facebook erst in deinem Funnel hast, kannst du selbst entscheiden, was du mit diesen Kontakten machst. Klassisches Lead Nurturing zum Beispiel mit einem E-Mail Newsletter ist eine tolle Sache, die hervorragend funktioniert. Dafür brauchst du nur einen richtig guten Lead Magnet, eine Landing Page mit einer hohen Conversion Rate (die hier hat 53 Prozent) und einen empfehlenswerten Anbieter für E-Mail Marketing. Natürlich kannst du deinen Funnel auch immer wieder nutzen, um zum Beispiel auf Videos aufmerksam zu machen, die du auf Facebook veröffentlicht hast – so steigert du die Sichtbarkeit auf jeden Fall, weil deine Leads ja wissen, dass sie von dir nur guten Content geliefert bekommen.

Du ignorierst Facebook Ads

Wo wird beim Thema sind: Es gibt keine digitale Werbeform, die aktuell so gut funktioniert wie Facebook Ads. Ich spreche da aus Erfahrung und habe schon viele Kampagnen geschaltet, die Klickpreise von 1 Cent und weniger hatten. Mit Facebook Ads kannst du auch ganz bestimmte Inhalte aufmerksam machen – korrekt, das ist keine organische Reichweite, aber mit einer guten Facebook Ad sorgst du für zusätzliche organische Reichweite.

Wichtiger Vorteil von Facebook Ads: Du kannst deine Community vergrößern oder auch (wie schon besprochen) Leads einsammeln. Das Targeting ist unschlagbar und du erreichst 30 Millionen Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland. Du kannst den Traffic von Facebook so ganz gezielt auf externe Landing Pages umleiten und so alle möglichen Ziele erreichen (nicht nur die Generierung neuer Leads, auch App Installs sind zum Beispiel möglich).

Der große Vorteil sind die geringen Kosten bei der gleichzeitigen Maximierung der Reichweite. Natürlich klappt das nur, wenn deine Facebook Ads richtig gut aufgebaut sind – aber das kannst du lernen (wie so viele andere vor dir auch). Wenn deine Inhalte und/oder deine Facebook Page von der digitalen Unsichtbarkeit auf Facebook bedroht sind, ist es definitiv höchste Zeit, dich mit effizienten Facebook Ads zu befassen.

Fazit

Es ist nicht leicht, bei Facebook aus der Masse hervorzustechen und du kannst tatsächlich schnell im digitalen Nirwana auf Facebook verschwinden. Soweit muss es aber nicht kommen, wenn du dich an die Tipps aus diesem Artikel hältst. Letztendlich geht es immer nur darum, dass du deinem Publikum genau das bietest, was es haben will. Sprüche wie „Der Kunde ist König“ gibt es nicht umsonst – sie mögen abgedroschen sein, aber sie stimmen. Gibt den Leuten auf Facebook, was sie wollen. Wenn du das tust und wenn du diesen Content geschickt distribuierst, dann wirst du definitiv nicht unsichtbar, sondern ganz im Gegenteil so stark sichtbar sein, dass du deine Authentizität nutzen kannst, um immer weiter zu wachsen.