Es ist soweit: Nachdem das Thema „Penalty“ (also „Strafe“) in SEO Kreisen dank Google schon seit Jahren ein Begriff ist, fängt jetzt auch Facebook an, Missbrauch zu sanktionieren. Aktuell ist man dabei, übereifrige Liker temporär zu sperren. Wer also in einer bestimmten Zeit zu viele verschiedene Seiten liked, der muss damit rechnen, mit einer unfreiwilligen Auszeit bestraft zu werden.

Laut allfacebook.de kann das bis zur Sperre des Accounts gehen. Hintergrund ist wohl das derzeit florierende Geschäft mit dem Verkauf von Fans. So gibt es mittlerweile diverse Anbieter, die Facebook Fans verkaufen. Ein Anbieter geht sogar soweit, dass man dort sogar Facebook Nutzer aktiv anwirbt, um sie dann zum Liken diverser Seiten zu motivieren – natürlich gegen Bezahlung.

Facebook scheint sich also, ähnlich wie Google, Sorgen um die Qualität seiner Inhalte zu machen. Bei Google geht es darum, dass der Suchmaschinenprimus seinen Nutzern immer „die besten Inhalte“ präsentieren will. Deshalb geht man zum Beispiel gegen Websites vor, die sich mit unerlaubten Mitteln in den Suchmaschinenergebnissen nach oben katapultieren.

Bei Facebook ist es im Prinzip nun scheinbar genau so. Auch hier will man seinen Nutzern „nur das Beste“ bieten und ist dementsprechend auf gute Fanpages angewiesen, bei denen vor allem die Interaktionsrate hoch ist (der „EdgeRank“ lässt grüßen). Mit gekauften Fans ist das aber nur schwer machbar. Folge: Die Anzahl der vermeintlich guten Fanpages steigt, andere (mit augenscheinlich weniger Fans) bleiben vielleicht sogar auf der Strecke, weil sie weniger Aufmerksamkeit bekommen.

Wie bei Google wird es sich wahrscheinlich auch bei Facebook in die Richtung entwickeln, dass sich Qualität durchsetzt. Früher oder später werden also Seiten, die qualitativ weniger hochwertig sind, das Nachsehen haben. Für den Anfang versucht Facebook, diejenigen Nutzer zu bestrafen, die über Fanverkäufer Geld verdienen wollen. Wahrscheinlich ein Schritt in die richtige Richtung.

Bist du von Facebook schon einmal gesperrt worden? Wenn ja, warum?