Kommunizierst du noch via SMS? Die fast schon kultigen Kurznachrichten verlieren mehr und mehr an Bedeutung, doch das soll sich jetzt ändern und natürlich hat sich Facebook dazu Gedanken gemacht. Das Ziel: Jegliche Kommunikation aus einer Hand via Facebook Messenger – und da darf die SMS nicht fehlen. Zwar wird sie vor allem aufgrund der Verdrängung durch WhatsApp längst nicht mehr so intensiv wie früher genutzt, komplett verschwunden ist sie aber (noch) nicht. Facebook will die Funktion der SMS im Messenger integrieren und testet derzeit in den USA und dort mit Android Usern, wie sich machen lässt – und ob sich das lohnt. SMS im Facebook Messenger im Jahr 2016: Kann das klappen?

Facebook will die SMS jetzt doch wieder im Messenger integrieren

Facebook will die SMS jetzt doch wieder im Messenger integrieren (Bild: Yuriy Rudyy, Shutterstock.com)

Lilafarbene Chatfenster

Die Idee ist nicht neu, denn das Versenden und Empfangen von SMS war früher schon einmal über den Messenger möglich, wurde aber dann Ende 2013 wieder entfernt – es soll damals zu wenig genutzt worden sein. Nun will Facebook eine „wirklich einfache Art“ anbieten, mit der SMS mit dem Messenger empfangen und versendet werden können (viel einfacher als früher).

Auch wenn die Mehrheit vermehrt oder ausschließlich WhatsApp nutzt, gibt es immer noch Nutzer, die auf die Kommunikation via SMS nicht verzichten wollen oder können. Mit wie vielen Usern der Test auf Android Geräten in den USA durchgeführt wird, ist bisher nicht bekannt. Was bisher bekannt wurde, ist lediglich optischer, bzw. kosmetischer Natur: Empfängt oder versendet man eine SMS mit dem Messenger, dann wird das Chatfenster lila (statt blau).

Facebook will die SMS in den Messenger integrieren, sie aber nicht mit dem Nachrichtenstrom innerhalb der eigenen Facebook Nachrichten vereinen – warum sonst gäbe es dann ein Chatfenster in einer anderen Farbe? Die SMS soll in den Messenger, das aber als eine einzelne und abgetrennte Funktion. Klingt fast so, als wolle Facebook die noch verbleibenden SMS User für den Messenger begeistern und zum endgültigen Umstieg bewegen.

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Mehrere Konten bequem verwalten

Die Begründung von Facebook klingt einleuchtend: Vor allem im weniger reichen Regionen gäbe es Menschen, die sich ein Mobiltelefon mit anderen teilen müssen oder wollen. Für diese (potenziellen) User ist der Schritt auf jeden Fall sinnvoll, denn genau auf diese Art und Weise ist es möglich, sich auf einem Gerät mit unterschiedlichen Identitäten anzumelden. Fürs „Telefon Sharing“ also optimal.

WhatsApp hat die SMS fast verdrängt

WhatsApp hat die SMS fast verdrängt (Screenshot)

Letztendlich wird Facebook aber auch die User ins Visier nehmen wollen, die Facebook schon seit Jahren nutzen. Es ist nicht unbekannt, dass Facebook den Messenger zu einer Plattform aufbohren will, mit der sich vor allem Unternehmen an ihre Kunden wenden können. Bei Online Shops könnte so zum Beispiel die komplette Kommunikation über einen Gesprächsstrang im Messenger abgewickelt werden und es würde keine nervigen „Ping Pong E-Mails“ mehr geben, die sich nach einer Weile nicht mehr (oder nur sehr schwer) zuordnen lassen.

Dieses Szenario ist für die aktuelle Entwicklung meiner Ansicht nach hauptsächlich verantwortlich – denn wenn der Kunde via SMS kommunizieren will, dann muss ihm das auch ermöglicht werden. Schließlich will Facebook auf lange Sicht auch den F-Commerce wieder beleben, also den Verkauf via Online Shops, die direkt auf Facebook platziert sind und für die die User das soziale Netzwerk nicht verlassen müssen, wenn sie etwas kaufen wollen.