Die organische Reichweite auf Facebook geht seit Monaten zurück. „Natürliche Selektion“, argumentiert das Unternehmen. Der für den News Feed auf Facebook verantwortliche Algorithmus sorgt dafür, dass nur bestimmte Inhalte angezeigt werden. Selbst wenn man Fan einer Fanpage geworden ist, bedeutet das noch lange nicht, dass man die Postings dieser Fanpage auch im eigenen News Feed sehen kann. Erst wenn man sich mehr mit der Fanpage beschäftigt, öfter dortige Postings liked, kommentiert und shared und somit mehr Zeit dort verbringt, sieht man auch immer mehr Inhalte. Die organische Reichweite sinkt also, weil es immer schwieriger wird, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Müssen wir in Zukunft noch mehr Geld ausgeben, um auch Facebook gesehen zu werden?

Facebook: Sinkt jetzt auch die bezahlte Reichweite?

Quelle

Bezahlte Reichweite wird knapper. Und teurer!

Die Lösung: mit bezahlter Reichweite nachhelfen und so wieder an alte Erfolge anknüpfen. Doch auch das scheint nicht mehr so einfach zu funktionieren, wie eine Studie aus dem USA nun herausgefunden haben will.

Demnach sinkt nicht nur die organische Reichweite, auch die bezahlte Reichweite verliert massiv an Einfluss. Und wer sich nun im ersten Augenblick freut, dass möglicherweise eine von Facebook durchdachte Marketing-Strategie nicht aufgeht, wird gleich enttäuscht sein.

Die Entwicklung bedeutet nämlich nur das: die bezahlte Reichweite wird teurer. Um also in Zukunft den Wegfall der organischen Reichweite auf Facebook zu kompensieren, reicht es nicht mehr, bezahlte Reichweite zu beschaffen.

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Drei Mal so teuer seit Anfang 2014

Ab sofort muss man für diese bezahlte Reichweite auch deutlich mehr Geld ausgeben als früher. Seit April 2014 hat die der Cost Per Reach (CPR) laut Studie fast verdoppelt.

Bedeutet: wer Anfang Januar 2014 noch 4 US-Dollar für 1.000 erreichte Nutzerinnen und Nutzer hinblättern musste, darf heute deutlich tiefer in die Tasche greifen und muss fast 12 US-Dollar bezahlen.

Somit hat sich der CPR seit Anfang des Jahres fast verdreifacht. Seit Mitte April ist ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen, auf den sich die Macher der Studie auch beziehen.

Spontane Entwicklung oder echter Trend?

Um eine definitive Aussage zu dieser Entwicklung zu treffen, muss man meiner Ansicht nach die kommenden Monate abwarten. Fakt ist, dass die bezahlte Reichweite laut Studie in nur 6 Monaten sehr viel teurer geworden ist.

Ob das nun ein absichtlicher Schachzug von Facebook ist, um noch mehr Geld zu verdienen, sei dahingestellt. Es ist eine Vermutung, die sich aktuell nicht beweisen lässt und deshalb mit Vorsicht zu genießen ist.

Letztendlich kann es sich auch um eine natürliche Entwicklung handeln, weil immer mehr Publisher versuchen, mit bezahlter Reichweite den Verlust der organischen Reichweite auszugleichen. So steigt der Konkurrenzkampf unter den Publishern und weil theoretisch bei der bezahlten Reichweite die gleichen Umgebungsvariablen wie bei der organischen Reichweite greifen, wird die Menge der Empfänger ebenfalls verknappt.

Am Ende gewinnt die richtige Content-Strategie

Die Folge dieser Entwicklung können steigende Preise sein. Im Klartext: wer sich über seine sinkende organische Reichweite auf Facebook ärgert und dann Reichweite dazukauft, schneidet sich möglicherweise ins eigene Fleisch.

Doch welchen Ausweg aus diesem möglichen Dilemma kann es geben: letztendlich steht und fällt alles mit der Qualität der Inhalte. Und so abgedroschen dieses Thema mittlerweile auch klingen mag: beiden Entwicklungen, sowohl der Rückgang der organischen als auch der bezahlten Reichweite, kann nur mit einer hochwertigen und langfristigen Content-Strategie begegnet werden.

Grundsätzlich wird es schwieriger, mit den eigenen Inhalten auf Facebook immer mehr Reichweite zu generieren, unmöglich ist es aber nicht. Wer für die Zukunft gerüstet sein will, sorgt für eine qualitativ hochwertige User Experience auf seiner Facebook Page, bietet dort immer wieder herausragende Inhalte an und versucht, mit Empathie und Verständnis das Vertrauen der eigenen Community zu gewinnen.