Mark Zuckerberg und Facebook bringen Datenschützer gerne auf die Barrikaden, unbewusst natürlich (versteht sich). Wenn es mal wieder um zu viel Transparenz geht oder veränderte Nutzungsbedingungen, dann gehen bei vielen selbst oder offiziell ernannten Datenschützer die Alarmsirenen los. Diese Meldung allerdings könnte so manchen Nutzer und Kritiker gnädig stimmen, denn das Unternehmen gibt seinen Nutzern seit kurzem die Möglichkeit, mehr eigene Daten einzusehen und diese Daten sogar auf die Schnelle herunterzuladen.

Erweiterter Download

Seit etwa zwei Jahren kann man in anderer Form seine bei Facebook gespeicherten Informationen schon downloaden. Wer einen Account hat, soll jetzt aber außerdem noch besser erkennen können, welche Daten ganz genau über einen selbst gespeichert sind. Das betrifft beispielsweise Einträge, die schon einige Zeit zurückliegen, wie unter anderem die Mobilfunknummer und der Beziehungsstatus.

Schnell einfach runterladen

Alles was man dafür tun muss, ist die Einsicht in seine Profildaten zu beantragen. Danach bekommt man umfangreiche Informationen, zu denen zum Beispiel auch die IP-Nummern der Computer zählen, von denen man sich eingeloggt hat. Aber auch Wohnort und Freundschaftsanfragen sind nach dem Antrag auf einen Blick zu sehen. Dinge, die man zwar von vornherein wissen sollte, schließlich tauchen Freundschaften ja nicht einfach so auf, sondern werden entweder angefragt oder man erhält welche, aber die neue erweiterte Funktion dient dazu, in einer Datei alles aufgelistet zu bekommen, was im Facebooknetz von der eigenen Person umhergeistert.

Ausgereiftere Funktion

Nach dem Download ist alles in einer ZIP-Datei zusammengefasst, inkl. HTML-Seiten. Die erste Download-Funktion, die Facebook vor etwa zwei Jahren einführte, war manchen Nutzer und auch Kritikern nicht klar und vor allem praktikabel genug. Die neue Funktion ist von der irischen Datenschutzbehörde angeregt worden, welche in Sachen Facebook für Europa zuständig ist.