Facebook Places sind für die meisten von uns keine neue Sache mehr. Das macht die Funktion an sich aber nicht weniger wichtig – ganz im Gegenteil. Facebook hat seinen Places Ende 2014 mit einem Tapetenwechsel zu neuem Glanz verholfen. Das Ziel: Offiziell geht es darum, Informationen auf Facebook besser darzustellen und so dafür zu sorgen, dass sich die User auf Facebook besser zurecht finden – weil sie auf mehr und bessere Informationen zugreifen können. Letztendlich will Facebook mit den neuen Facebook Places aber natürlich mit der Konkurrenz in der lokalen Suche gleichziehen und diese im Idealfall auch überholen. Mit Anbietern wie Yelp, Foursquare oder auch Google warten da ein paar echte Schwergewichte. Die folgende Anleitung zeigt Schritt für Schritt, welche Merkmale erfolgreicher Orte auf Facebook am wichtigsten sind und wie du es selbst schaffst, dein lokales Angebot auf Facebook perfekt in Szene zu setzen.

Facebook Places: 8 praktische Tipps für sichtbar mehr Erfolg

Inhaltsverzeichnis:

1. Optimierungsgrad der Facebook Page
2. Generelle Anzahl der Likes
3. Anzahl der Likes von Freunden
4. Alter der Facebook Page
5. Eigene Entfernung zum Ort auf Facebook
6. Anzahl der Check-Ins
7. Höhe des Engagement des Publikums
8. Anzahl und Qualität von Bewertungen

1. Optimierungsgrad der Facebook Page

Wenn das Wort „Optimierung“ benutzt wird, dann denken viele oft an das Thema SEO. Eine suchmaschinenoptimierte Website ist extrem wichtig und eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg von Internet-Projekten.

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Doch selbstverständlich gibt es verschiedene Formen der Optimierung und auch unterschiedliche Einsatzgebiete. Eine Facebook Seite, die als Ort bei Facebook Places gut abschneiden soll, muss zuallererst entsprechend auffindbar sein.

So gesehen gibt es keinen Unterschied zu Google, nur dass es sich auf Facebook eben nicht um Suchmaschinenoptimierung im klassischen Sinne handelt. Während die lokale Suche via Google im Prinzip ähnlich funktioniert wie die herkömmliche Suche für Websites ohne örtlichen Bezug, stellt Facebook Places eher eine Art Verzeichnis dar, in dem man stöbern kann.

Das ändert allerdings nichts daran, dass die eigene Facebook Page für Facebook Places fit gemacht werden muss, denn auch für Facebook gibt es die Disziplin „OnPage Optimierung“. Wie üblich gilt hier, dass man potenziellen Konsumenten so viele Informationen wie möglich geben muss, damit sie sich ein umfangreiches Bild von einer Location machen können.

Das mag auf den ersten Blick nach viel Arbeit klingen, lohnt sich mittel- bis langfristig gesehen aber sehr. Es ist kein Geheimnis, dass immer mehr Menschen Facebook direkt vom Smartphone aus nutzen.

Wer zum Beispiel beruflich unterwegs ist, der wird nicht lange suchen wollen und sich über eine bestimmte Location informieren müssen. Diese Informationen müssen auf den ersten Blick klar ersichtlich und leicht zugänglich sein.

Je hochwertiger und interessanter diese Informationen sind, desto besser ist das für Facebook Places, denn natürlich werden grundsätzliche Daten wie der Ort oder die genaue Anschrift gebraucht, damit ein lokaler Ort überhaupt korrekt einsortiert werden kann.

Wenn diese Angaben fehlen, dann wird es zu Problemen kommen, denn Facebook kann nicht erkennen, dass es sich überhaupt um einen Ort handelt. Folglich sinken auch die Chancen auf ein Minimum, überhaupt via Facebook (Places) entdeckt zu werden.

Im Bereich „Einstellungen“ lassen sich auf jeder Facebook Page zu einem Ort unter „Seiteninfo“ diverse Informationen hinterlegen, besonders wichtig sind unter anderem diese Inhalte:

  • Vollständige und korrekte Anschrift
  • Angabe von Website, E-Mail und Telefonnummer
  • Nennung verbindlicher Öffnungszeiten
  • Möglichst ausführliche Informationen zum Ort
  • Korrektes und ausreichendes Impressum
  • Nennung einer passenden Kategorie und Unter-Kategorie
  • Kurze und ausführliche Beschreibung
  • Gründungsdatum, Informationen zu Produkten, etc.

Zusätzlich muss selbstverständlich auch die Facebook Page an sich einen guten Eindruck machen. Es versteht sich also von selbst, dass Dinge wie das Profilbild und das Titelbild möglichst hochwertig verbaut werden, bezogen auch und vor allem auf die korrekte Größe.

Wenn du bei der OnPage-Optimierung deiner Website sauber und gewissenhaft arbeitest, dann hast du bereits einen großen Vorteil gegenüber vielen anderen. Allerdings reicht das nicht, um mit Facebook Places wirklich dauerhaft erfolgreich zu sein – du musst du noch ein bisschen mehr tun.

Facebook Places Umsetzung: Beispiel anhand von Saturn in Hamburg

Facebook Places Umsetzung: Beispiel anhand von Saturn in Hamburg

2. Generelle Anzahl der Likes

Es vergeht fast keine Social-Media-Konferenz, auf der es nicht darum geht, ob man Likes kaufen sollte oder nicht. Ich selbst erlebe es immer wieder und werde gefragt, warum das Kaufen von Likes denn schlecht sei und warum es dann trotzdem so viele Leute tun würden.

Das Kaufen von Likes ist natürlich nicht gut und behindert den Erfolg jedes Marketings auf Facebook nachhaltig – und das gilt insbesondere für Facebook Places. Gekaufte Likes pumpen die Beliebtheit einer Facebook Page künstlich auf und sorgen dafür, dass es mit der Zeit immer schwieriger wird, echte Likes zu erzeugen.

Spätestens dann steht man mit seiner Facebook Page vor dem Problem, dass man keine vernünftigen Interaktionsraten mehr erreicht und somit auch weniger Leute auf sich aufmerksam machen kann. Dieser Vorgang ist grundsätzlich nicht erstrebenswert und kann auch das Image auf Facebook dauerhaft schädigen.

Unabhängig davon braucht jede Facebook Page natürlich Likes, sei es nun für die Seite selbst oder für einzelne Beiträge, Fotos oder Videos. Spätestens hier machen sich auch für Facebook Places echte Likes von echten Besuchern bezahlt, denn bei einem lokalen Ort sind Besucher auch ausnahmsweise mal Besucher im traditionellen Sinn.

Es sind Leute, die zum Beispiel ein Restaurant aktiv besuchen und dort essen oder trinken. Wer es seinen Gästen nun als Inhaber eines Restaurants besonders schön macht und mit seinem Essen überzeugt, der wird auch mit größerer Wahrscheinlichkeit von seinen Gästen auf Facebook geliked – allein schon deswegen, damit diese zufriedenen Gäste das Restaurant später nicht erneut suchen müssen sondern von selbst wiederkommen.

Um im täglichen Betrieb auf Facebook gefunden zu werden, muss man aber auch als örtliches Unternehmen in den News Feed der User. Es reicht also nicht, einfach nur Likes zu bekommen.

Für potenziell mehr Reichweite sind Likes wichtig, wirklich mehr Menschen kann man dann aber nur erreichen, wenn man Facebook Places als Chance zur Vergrößerung eben dieser Reichweite erkennt. Wenn man sich die Startseite von Facebook Places und die Startseiten von Kategorien und Unterkategorien anschaut, dann werden bestimmte Places sofort angezeigt – und andere nicht.

Das liegt in vielen Fällen daran, dass bestimmte Orte interessanter und somit beliebter als andere sind. Wer auf Facebook Places erfolgreich sein will, muss sich deswegen allein schon aus Sichtbarkeitsgründen um mehr Likes (und alle anderen Interaktionen) kümmern.

3. Anzahl der Likes von Freunden

Facebook Places: Anzahl der Likes von Freunden

Bild: Shutterstock, Syda Productions

Weil Facebook aber ein soziales Netzwerk ist, liegt der Fokus auf den Verbindungen von Personen untereinander. Mit anderen Worten: Facebook unterstellt, dass für dich die Themen deiner engen Freunde wichtiger sind als die Themen entfernter Bekannter.

Für mich eindeutig nachvollziehbar, denn ich finde es auch interessanter zu erfahren, was Freunde und Bekannte am Wochenende erleben. Was andere Leute machen, ist in vielen Fällen nicht weniger interessant – die persönlich engere Beziehung zu bestimmten Freunden oder Familienangehörigen machen die Aktivitäten von ihnen aber interessanter im Vergleich zu entfernten Bekannten (einer der Gründe, warum Facebook überhaupt entstanden ist und erfolgreich wurde).

Für die eigene Auswahl eines passenden Ortes via Facebook Places ist es also interessanter zu wissen, was Freunde und Bekannte darüber denken. Das hat auch Facebook erkannt und so ist es für den Erfolg auf Facebook wichtig, wenn ein Restaurant, eine Bar oder auch eine Kfz-Werkstatt von Facebook-Freunden ebenfalls geliked wird.

Diese direkte Empfehlung auf Facebook folgt dem Prinzip, wie es auch im ganz normalen Leben ist. Wenn du auf der Suche nach einem neuen Restaurant bist, dass fragst du nicht eine beliebige Person auf der Straße, sondern gehst du Leuten, die du kennst und auf deren Meinung du Wert legst.

Leider ist dieser Facebook-Places-Erfolgsfaktor aus Sicht des Betreibers einer Facebook Page nicht direkt nutzbar. Durch guten Service, interessante Inhalte (ob nun Content oder Essen) und eine gute User Experience (auf der Facebook Page und direkt vor Ort) lässt sich darauf aber indirekt einwirken.

Je mehr echte Likes es letztendlich gibt, desto mehr Übereinstimmungen zwischen Facebook-Freunden werden auch dabei sein. Die statistische Wahrscheinlichkeit spielt den Betreibern von Seiten für Orte auf Facebook Places also in die Karten.

4. Alter der Facebook Page

Ein weiterer Erfolgsfaktor für Facebook Places ist das Alter einer Facebook Page. Wie auch bei der Optimierung einer Facebook Page gibt es hier Analogien zur Suchmaschinenoptimierung.

Das Alter einer Facebook Page ist ein Faktor, der nicht ohne weiteres „freiwillig“ optimiert werden kann. Wenn ein Restaurant erst seit 2014 auf Facebook ist und nicht wie die Konkurrenz schon seit 2011, dann lässt sich das nicht ändern.

Auch wenn man die Zahlen bei den Einstellungen der eigenen Facebook Page ändert, hat das auf Facebook Places keinen Einfluss. Facebook selbst weiß selbst ganz genau, wann eine neue Seite eingerichtet wurde.

Allerdings, und auch das ist eine Gemeinsamkeit mit der Suchmaschinenoptimierung, kommt es nicht nur auf einzelne Faktoren an, sondern auf die Gesamtheit aller Merkmale. So nützt es nichts, eine alte Facebook Page zu haben, wenn der Rest der Page nicht optimiert ist.

Auf der anderen Seite kannst du bei Facebook Places auch mit einer Seite punkten, die erst ein Jahr alt ist, sofern alle anderen Faktoren korrekt und ausführlich beachtet wurden. Letztendlich entscheidet der User, welche Seiten bei Facebook Places gut abschneiden und welche nicht.

Diesen Erfolgsfaktor hat jeder Betreiber selbst in der Hand und kann positiv darauf hinwirken, dass die eigene Facebook Page bei Facebook Places gut abschneidet. Je besser man auf Facebook selbst und gleichzeitig auch im eigenen „Revier“ ist, desto eher wird man auch grundsätzlich erfolgreich sein.

5. Eigene Entfernung zum Ort auf Facebook

Den „Rankingfaktor“ der eigenen Entfernung zu einem Ort, wie er bei Facebook Places gespeichert ist, gibt es auch in der lokalen Google-Suche – und dieser Faktor ist absolut sinnvoll. Wer auf der Suche nach einer Bar ist, der will nicht lange durch die Stadt irren.

Wenn es eine passende Location gibt, die sich in unmittelbarer Nähe befindet, dann wird Facebook bei einer Suche genau diese Bar anzeigen – höchstwahrscheinlich mit ein paar anderen zusammen. Es reicht also auch hier wieder nicht, einfach nur in der Nähe zu sein.

Hier greifen mehrere Rankingfaktoren ineinander und vor allem in Großstädten bringt die unmittelbare Nähe nicht zwangsläufig auch das beste Suchergebnis. Liegen mehrere Bars in einem engen Umkreis, was in vielen Städten der Fall ist, dann entscheiden auch hier wieder ergänzende Faktoren wie die Anzahl der Likes, die Beliebtheit im Freundeskreis oder auch der Grad der OnPage-Optimierung darüber, welcher Ort bei Facebook Places am prominentesten angezeigt wird.

6. Anzahl der Check-Ins

Facebook Places: Anzahl der Check-Ins

Bild: Shutterstock, Rob Wilson

Auch wenn der Trend in der Qualitätsbewertung im Internet immer mehr in die Richtung geht, dass wirklich darauf geschaut wird, wie hochwertig Inhalte sind – ganz ohne Quantität geht es auch nicht. Deswegen ist die Menge der Check-Ins auch für Orte in Bezug auf Facebook Places definitiv ein Merkmal, das in die Gesamtbewertung einfließen muss.

Dieser Faktor theoretisch leicht zu beeinflussen, zumindest im Vergleich zu anderen Merkmalen. So ist es unter Umständen denkbar, dass User „beeinflusst“ werden, um Check-Ins für bestimmte Orte zu wiederholen.

Selbst wenn es gelingt, auf diese Weise zu tricksen und selbst wenn der Inhaber eines Ortes wirklich in der Lage ist, auch sehr viele unterschiedliche Menschen dazu zu bringen, einzuchecken: Letztendlich wird das meiner Ansicht nach die Ausnahme sein. In Hinblick auf eine qualitativ hochwertige Optimierung macht ein solches Verhalten schlicht und ergreifend keinen Sinn.

Sehr sinnvoll ist es dagegen, die „lokale User Experience“ vor Ort so weit zu steigern, dass ein Check-In wirklich freiwillig passiert. Und das dann auch immer wieder, wenn jemand aufgrund seiner guten Erfahrungen den Ort regelmäßig aufsucht.

Und natürlich ist es vollkommen legitim, solche Check-Ins durch klassisches Marketing direkt vor Ort zu beeinflussen. So spricht nichts dagegen, anwesende Personen zu animieren, einen Check-In via Facebook vorzunehmen – ich selbst habe solche Aufforderungen schon gesehen und ich denke nicht, dass ich die Ausnahme bin.

Für mehr Erfolg auf Facebook Places ist die Anzahl der Check-Ins wichtig. Wem es zusätzlich gelingt, in Ergänzung dazu auch noch hochwertige Beurteilungen zu bekommen, wird definitiv Vorteile haben.

7. Höhe des Engagement des Publikums

In Ergänzung zur Anzahl der Check-Ins und der damit verbundenen Hoffnung auf zusätzlich hochwertige Bewertungen fördert eine Verbesserung der von mir genannten „lokalen User Experience“ natürlich auch die Höhe des Engagements des Publikums auf der eigentlichen Facebook Seite.

Wer mit einem Angebot grundsätzlich zufrieden ist, der wird sich damit auch aktiver auseinandersetzen. Und neben Bewertungen an sich gehört dazu selbstverständlich auch die Interaktion mit Inhalten auf einer Seite, die über Facebook Places konsumiert werden.

Im Vergleich zur Konkurrenz bedeutet das: Wer auf seiner eigentlichen Facebook Page ebenfalls eine hochwertige User Experience bietet, wird erfolgreicher als der Wettbewerb sein. Hier gelten grundsätzlich viele der bekannten „herkömmlichen“ Faktoren, die aus dem klassischen Facebook Marketing bekannt sind und sich in den letzten Jahren bewährt haben.

Geteilte Inhalte, Kommentare und auch gewöhnliche Likes für Inhalte direkt auf einer Facebook Page haben positive Auswirkungen auf die Performance einer solche Seite, auch und vor allem wenn damit ein Ort verbunden ist – entsprechend steigen die Chancen via Facebook Places besser auf sich selbst und damit auf das eigene Geschäft vor Ort aufmerksam zu machen.

Für Inhaber von lokalen Geschäften ist es demnach notwendig, die eigenen Fans zu mehr Interaktionen zu bewegen. Das klappt in der Regel am besten mit hochwertigen und vor allem nützlichen Inhalten – direkt auf der Seite und vor Ort!

In Verbindung mit Facebook Places ist es denkbar, den Fans direkt auf Facebook ergänzende (oder auch exklusive) Inhalte zu bieten, die den Besuch des Geschäfts im echten Leben begünstigen. Das sorgt im Gegenzug dafür, das Facebook User, die in einem lokalen Geschäft zum Beispiel ein Produkt erworben haben, sich dann wieder mehr auf der Facebook Seite mit diesem Geschäft identifizieren – wenn sie als Kunden zufrieden waren: Stichwort „(Lokale) User Experience“!

8. Anzahl und Qualität von Bewertungen

Facebook Places: Anzahl und Qualität von Bewertungen

Bild: Shutterstock, docstockmedia

Bewertungen werden immer wichtiger, wenn es um die lokale Suche geht – und genau das ist letztendlich der Bereich, in dem Facebook mit Facebook Places noch besser performen will. Hier gibt es mit Firmen wie Yelp, TripAdvisor und natürlich Google allerdings große Konkurrenz.

Für Facebook ist Facebook Places ein Selbstläufer, denn man hat tonnenweise Daten und Angaben von lokalen Unternehmen und man hat die User, die sich in der unmittelbaren Umgebung dieser Orte befinden. Die immer stärkere Verbreitung des mobilen Internets trägt dazu bei, dass diese User tendenziell auch immer öfter mit einem Smartphone in der Tasche Geschäfte betreten.

Genau das weiß aber auch die Konkurrenz. Bei Google ist es so, dass alle öffentlich zugänglichen Inhalte grundsätzlich speicherbar sind.

So lässt sich davon ausgehen, dass Google für seine lokale Suche genau das tut – öffentlich zugängliche Informationen, wie auch die von Facebook Places, abzurufen, zu speichern und zu verwerten. So lassen sich die eigenen Informationen mit denen Dritter abgleichen und entsprechend verifizieren, was dann auch für Bewertungen gilt.

Auf der anderen Seite geht man für Facebook Places ähnlich vor. Und weil es auch sehr viele Orte gibt, die noch keine oder nur wenige Bewertungen bekommen haben, ist Facebook auf eine solche Vorgehensweise eventuell sogar angewiesen (wie die Konkurrenz auch).

Was auf den ersten Blick als „Datenspionage“ durchgehen könnte, dient letztendlich schlicht und ergreifend einfach der Verifizierung und Ergänzung eigener Daten. Denkt man über dieses Prinzip genauer nach, dann wird deutlich, wie wichtig vor allem die Qualität von Bewertungen mittlerweile geworden ist.

Es reicht nicht mehr aus, sich nur auf eine Plattform zu konzentrieren. Wer sein Geschäft via Facebook Places ankurbeln und in Schwung bringen will, muss insgesamt überzeugen und dafür sorgen, überall einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Natürlich wird Facebook eigenen Daten in Bezug auf Facebook Places den Vorzug geben. Das bedeutet aber nicht, dass man alle anderen Anbieter vernachlässigen darf.

Im Vergleich zur „normalen“ Suche hat Google in der lokalen Suche zum Beispiel nicht diese extreme Monopolstellung. Gleiches gilt für Facebook – in Social Media mag man der Platzhirsch sein, in der lokalen Suche nicht.

Vor allem Anbieter wie Yelp sind mächtiger, als es Google und Facebook lieb ist. Allerdings – und das spricht für meine These – nutzt Facebook teilweise öffentlich sichtbar Daten von Yelp und verweist sogar auf sie – logisch also, dass dortige Bewertungen einen Einfluss auf Facebook Places haben müssen.

Fazit

Vor allem für Inhaber von lokalen Einrichtungen werden Dienste wie Facebook Places immer wichtiger. Voraussetzung für ein gutes Abschneiden ist zunächst natürlich das Vorhandensein eine Facebook Seite, die als Ort entsprechend erkennbar ist.

Viele Likes sind in der Regel mit vielen Fans gleichzusetzen. Das ist grundsätzlich gut, natürlich braucht man aber auch hier wie immer themenrelevante Fans, deren Interessen zu dem Thema einer Facebook Page (und somit des Ortes) passen.

Wenn eine solche Facebook Page dann auch noch ein bereits „fortgeschrittenes“ Alter hat, gibt es von Facebook Places weitere Pluspunkte. Das gilt übrigens zusätzlich auch dann, wenn die bereits angesprochenen Fans die eigenen Freunde ebenfalls dazu motivieren, selbst auch Fans zu werden.

Die Anzahl der Check-Ins, die ein Ort auf Facebook Places vorweisen kann, ist ebenfalls ein grundsätzlich positives Merkmal und je weiter sich ein Facebook User in der Nähe eines bestimmtes Ortes aufhält, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser User via Facebook Places auch einen in der Nähe befindlichen Ort angezeigt bekommt.

Wer es nun auch noch schafft, die Interaktionsrate auf der eigenen Facebook Page anzukurbeln und jede Menge hochwertige Bewertungen kassiert, der ist auf einem sehr guten Weg, mit Facebook Places dauerhaft erfolgreich zu sein. Deutlich mehr Sichtbarkeit in der „lokalen Suche“ via Facebook ist so auf jeden Fall viel wahrscheinlicher!