Bei Facebook ist mittlerweile die Erkenntnis gereift, dass der mobile Zugriff auf das soziale Netzwerk extrem beliebt ist. Das ist durchaus neu, denn noch vor einigen Monaten sah man das anders. Nun sind die Apps für iPhone, Android und iPad kürzlich entsprechend nachgebessert worden und der mobile Zugriff klappt deutlich besser als zuvor. Auf einer Konferenz erklärte der Vizepräsident von Facebook, dass der mobile Bereich jetzt Vorrang hat. Alles andere, wie zum Beispiel auch der stationäre Bereich, müsse warten.

Facebook mobil hat oberste Priorität

Mobile Nutzerinnen und Nutzer wertvoller

600 Millionen Menschen gehen regelmäßig auf Facebook mobil. Interessant: Mobile Facebook User nutzen das soziale Netzwerk im Schnitt 20% intensiver als alle anderen. Logisch, dass man das auch bei Facebook selbst nicht übersieht und entsprechend Pläne schmiedet, wie man diese Personen noch enger an sich binden kann. Viel wichtiger aber die Entscheidung, wie man aus diesen Usern noch mehr „herausholen“ kann. „Herausholen“ bezieht sich hier natürlich auf den Faktor Geld. Auch wenn sich mehr und mehr Facebook User über die zunehmende Werbung (sowohl am PC als auch am Smartphone) ärgern, ist dieser Bereich der aktuell vielversprechendste für Facebook, bezogen auf das Geschäftsmodell.

Mobil sehr hohes Potenzial

Man wäre also leichtsinnig, dieses Potenzial zu verspielen und trotzdem weiß man, dass auch die Website selbst nicht vernachlässigt werden darf. Grundsätzlich bedeutet die neue Strategie also, dass Facebook mobil nun ganz nach vorn gebracht werden soll. Wichtige Änderungen werden auf der Website zwar ausgeführt, aber nicht mehr mit 100%ig Priorität. Für den mobilen Bereich hat Facebook laut Medienberichten übrigens „sehr viele Techniker schulen lassen“, wie es heißt. Seit dem Börsengang im Mai steht der Konzern unter Druck, möglichst viel Geld zu verdienen. Die jetzt ergriffenen Maßnahmen sind ein weiterer Schritt in diese Richtung.