Was bei Facebook vor einigen Monaten noch nicht abzusehen war und von Börsenexperten eher skeptisch betrachtet wurde, ist nun Wirklichkeit geworden: Die Umsätze steigen. Jubel, die Aktien erreichen Rekordwerte. Mittlerweile hat die Aktie ihren einstigen Ausgabepreis um Längen überholt, derzeit liegen sie zwischen 40 und 45 US-Dollar. Vor einigen Wochen sah dies mit etwa 25 Dollar noch ganz anders aus. Mit welchen Ereignissen kann das zu tun haben? Natürlich sind es geschickt verpackte Werbeeinnahmen, die aufmerksame Facebooknutzer schon längst mitbekommen haben, nämlich genau dann, wenn sie die Updates und Postings der Freunde checken. Zwischen den üblichen Meldungen wie „Habe Hunger, esse Döner“ seiner Freunde finden sich empfohlene Meldungen, die man für noch weniger wertvoll halten darf als die eben genannten typischen Postings.

Facebook: Mehr Umsatz durch unseriöse Anzeigen?

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Flirtversuche spülen Geld in die Kassen

Wenn Natalie einsam ist, einen heißen Feger sucht und mit ihrem weiten Ausschnitt prahlt, dann ist das sicher keine (virtuelle) Freundin, die man auf der letzten Party bei Freunden kennengelernt hat.

So darf gern vermutet werden, dass Facebook derlei unseriöse „Angebote“ duldet und nicht sperrt, weil es eben Geld in die Kassen spült.

Narrenfreiheit auf Kosten der Seriosität? Die normale Nutzerin dagegen, die ohne Werbeauftrag solche „Informationen“ postet, wird sich vermutlich nicht nur jede Menge Spott oder Ärger damit einfangen, sondern wahrscheinlich auch von den Betreibern des beliebten sozialen Netzwerks schnell herausgeworfen, wenn sie Pech hat.

Umsatzträchtige Postings nerven User

Diese als normale Freundin auf heftigem Flirtkurs getarnte Werbeanzeige kommt, wie man sich denken kann, bei Usern nicht sehr gut an, mögen sie auch noch so offensive Eyecatcher sein. Oft geht es um einen Datingdienst namens „Are You Interested“.

Man tut gut daran, dies Postings zu ignorieren! In jedem Fall sollte man den Like-Button nicht drücken, um einer möglichen Flut von ähnlichen Anzeigen in seinem Newsfeed zu entgehen.

Außerdem können Nutzer davon ausgehen, dass sich die entsprechende Dame sicher nicht bei einem möglicherweise doch interessierten User zurückmeldet, sei er auch noch so hübsch oder reich.

Keine Einzelfälle

Diese Anzeigen häufen sich und alles deutet darauf hin, dass es wahrlich keine Einzelfälle sind, sondern dass die Werbeumsätze von Facebook konsequent angekurbelt werden sollen – offensichtlich mit Erfolg.

Erfahrenen Nutzern dürfte es zudem nicht schwer fallen, im Netz herauszufinden, dass sich hinter diesen Anzeigen ein professionelles Datingportal verbirgt, dass aber nicht unbedingt den Anspruch hat, männliche Singlse wirklich vermitteln zu wollen. Es ist nur reine Animation.

Die plumpen und offensiven Flirtversuche gesellen sich zudem gerne auch zu weniger erotischen Empfehlungen wie zum Beispiel für Infrarot-Heizstrahler, Abnehmkurse oder windige Rechtsanwaltskanzleien. Und man muss kein Kenner sein, um zu wissen, dass man solche unseriösen Angebote ganz einfach unter vielen anderen herausfiltern kann. Sie sind meistens ganz stümperhaft übersetzt.