Man kann sie bei eBay und Co. schnell und unkompliziert erwerben und sich vermeintlich interessanter machen, aber will man das wirklich? „Freunde“ und Fans haben, die es gar nicht gibt? Viele Fake Accounts tummeln sich bei Facebook – und nicht nur dort, auch bei Twitter werden sie eingesetzt. Auf Facebook allerdings ist nun aber Schluss mit lustig. Mark Zuckerberg und sein Team gehen gegen Fake Accounts vor. Ziel ist die qualitative Verbesserung vieler Facebook Pages, denn wenn überwiegend nur wirklich echte Fans übrig bleiben, dann steigen auch die potenziellen Werbeeinnahmen und Facebook verdient mehr Geld.

Facebook löscht Fake Accounts

Gesteigerte Glaubwürdigkeit

Das Unternehmen sagt illegalen „Likes“ und „Gefällt mir“ Angaben den Kampf an. Hintergrund ist, mehr Transparenz zu schaffen und glaubwürdiger zu werden, insbesondere bei Werbekunden natürlich. Das Fatale: Zahlreiche Firmen nutzen aber eben genau solche Fake Accounts für mehr Aufmerksamkeit. Vor etwa einem Monat hatte Facebook diese Löschmaßnahmen angekündigt. Nun schreitet man zur Tat, ohne Rücksicht auf Verluste.

Auch Stars haben falsche Fans

Was man eigentlich nicht vermutet: Auch Stars arbeiten gern mit Fake Accounts. Gerüchten zufolgen sollen unter anderem Lady Gaga und Rihanna dadurch zehntausende Fans verloren haben, ein kleiner Skandal, wenn man bedenkt, dass zum Beispiel Lady Gaga sehr stolz darauf ist, so unglaublich viele Fans im Netz zu haben. Fatal und peinlich für Facebook ist, dass selbst das über das soziale Netzwerk bekannt gewordene Zynga-Spiel „HoldEm Poker“ nun sogar fast 100.000 Fans weniger hat.

1 Prozent weniger Fans

Das Aufspüren solcher per Hand oder von externen Dienstleistern generierter Fake-Accounts übernimmt ein automatisches Skript. Das Ergebnis: Etwa 1 Prozent weniger Fans auf entsprechenden Seiten. Gleichzeitig sollen mit der Löschung auch Spam Angriffe verringert werden. Bislang noch nicht bekannt ist aber die Anzahl der Seiten, die mit solchen Fake Accounts „handeln“ und wie viele Nutzer Facebook selbst durch diese Aktion verliert. Denn ob das Skript wirklich nur Fake Accounts erwischt, das wird sich nach der Säuberungsaktion erst noch zeigen.