Seit Mittwoch ist der chinesische Facebook-Klon Renren seinem amerikanischen Vorbild ein Stück voraus – zumindest wenn es um den Start an der New Yorker Börse geht. Glaubt man den Experten, wird Facebook erst 2012 an die Börse gehen. Solange wollte man bei Renren nicht warten und ist bereits jetzt erfolgreich an der Börse gestartet. Der Wert der Aktien stieg am ersten Tag um ein Drittel.

Für Renren ist der Börsengang zum jetzigen Zeitpunkt wohl die beste Wahl. Gerade erst hatte Facebook angekündigt, bald eine chinesische Version anzubieten. Dafür will das Unternehmen mit der lokalen Suchmaschine Baidu kooperieren. Für Renren würde das mit Sicherheit einen Einbruch der Nutzerzahlen bedeuten.

Und diese sind im Vergleich zum amerikanischen Original sowieso schon nicht so umwerfend. Bis zu 500 Millionen Menschen sind in China online – nur 31 Millionen davon sollen laut Renren einen aktiven Account haben. Diese Angabe hält ein Experte der lokalen Firma Analysys aber für unrealistisch – zehn Millionen wären wahrscheinlicher. Zum Vergleich: Facebook hat alleine in Amerika 100 Millionen Nutzer. Weltweit kommen noch einmal über 480 Millionen Nutzer hinzu.