Da hat man eine Page auf Facebook erstellt – und niemand interessiert sich dafür. Schnell auf eBay für 11,50 Euro 1.000 Facebook Likes gekauft, „kostenloser Versand“ inklusive und schon geht es mit der Seite voran. Klingt unkompliziert und einfach. Aber ist es auch seriös? Wohl kaum, zumal Facebook selbst keinerlei Interesse daran hat, solche Praktiken zu unterstützen.

Facebook killt Fake-Likes

Bildquelle: Rio (pixelio.de)

Gute Idee?

Es ist „fast“ eine gute Überlegung aus dem Hause Zuckerberg – nach vielen Diskussionen um eigenständige Nutzung der Userdaten und ähnlichem. Fast. Denn was könnte den sozialen Netzwerkanbieter mehr stören, als viele unechte User, deren Daten man nicht für reale Zwecke nutzen könnte. Facebook will gegen so genannte Fake-Likes vorgehen und das ganz energisch. Diese sollen automatisch gelöscht werden, heißt es. Man beruft sich auf die Authentizität, auf echte Identitäten auf allen Seiten.

Mit Algorithmen gegen falsche Vorlieben

Eigentlich seien diese „Faked Likes“ nie wirklich gewünscht gewesen bei Facebook, bisher war man aber scheinbar machtlos. Nun will man mit genauen Algorithmen die gefakten User „aufspüren“ und damit in der Lage sein, sie automatisch zu löschen. Diese Algorithmen sollen so arbeiten, dass unter anderem auch unerlaubte Tricks bei der Suchmaschinenoptimierung weniger nützlich werden. Gefakte User können beispielsweise im Paket gekauft worden sein, wie sie beispielsweise auf eBay zu Dumpingpreisen angeboten werden. Facebook möchte aber auch Likes löschen, die durch Malware eingekauft wurden oder beispielsweise auch durch gestohlene Accounts. Auf die gesamte Nutzerzahl des Unternehmens gerechnet, könnten dies etwa 1% sein, schätzt Facebook.

Vorteil für Facebook

Facebook sieht durch die Löschung falscher Identitäten einen klaren Vorteil: Die Ersteller der Fanseiten könnten ihre demografischen Daten besser nutzen und haben besser vergleichbare Like-Zahlen. Und hier schließt sich der Kreis. Bessere Nutzung der Daten für Fanseitenbetreiber heißt letztendlich auch einen besseren Überblick für Facebook.