Der Facebook Edgerank sollte Leuten, die sich intensiv oder näher mit Facebook befassen, ein konkreter Begriff sein. Ich selbst habe mich schon einige Male dazu ausgelassen und auch auf eine sehr interessante Infografik zum Edgerank hingewiesen. In Zeiten stetiger Änderungen bei Facebook ist der Edgerank aber nicht mehr allein zu beachten, denn er hat einen kleinen Bruder bekommen: Der Facebook Graphrank. Doch worum genau handelt es sich beim Graphrank?

Im Prinzip sind sich Edge- und Graphrank ziemlich ähnlich (deswegen kann man sie auch getrost als „Brüder“ bezeichnen). Im Kern behandeln beide Algorithmen die Thematik, wie Facebook Inhalte als möglichst relevant einstufen und anzeigen kann. Befasst sich der Edgerank allerdings mit den Inhalten, die direkt von Fanpages kommen, zielt der Facebook Graphrank auf die Apps.

Kleines Beispiel gefällig?

Wenn man Musik-Fan ist und entsprechend mit Fanpages von Musiker, Bands oder thematisch passenden Online-Magazinen interagiert, dann wird man im eigenen News-Feed auch entsprechende Inhalte dieser Fanpages besser platziert vorfinden. Hier ist der Edgerank aktiv. Oute ich mich also auf der Fanpage von Lady Gaga als ihr größter Fan, kommentiere, like und share ich dort ausgiebig, dann stellt der Edgerank fest, dass ich neue Inhalte von eben dieser Fanpage in meinem News-Feed prominenter sehen sollte als von anderen Fanpages. Ergo: Die Fanpage von Lady Gaga ist bei mir immer ziemlich weit oben. Ihre Inhalte (also Postings) werden bei mir bevorzugt angezeigt. Danke, lieber Edgerank!

Der Facebook Graphrank funktioniert ähnlich, aber eben nicht identisch. Bei ihm dreht sich alles um die Apps. Habe ich also eine entsprechende Facebook App installiert, die dann feststellt, dass ich schwerpunktmäßig Inhalte (hier also Musik) von Lady Gaga konsumiere, dann merkt sich diese App das und speichert mein Verhalten entsprechend. Teile ich das dann auch noch mit meinen Freunden („10 deiner Freunde haben diesen Song von Lady Gaga auch angehört“) dann ist das sogar noch besser, denn der Facebook Graphrank weiß jetzt zusätzlich zu meinen Interessen auch noch, dass Leute, die ich kenne, ähnlich oder gleich ticken. All diese Daten werden dann verwendet um das, was in meinem News-Feed angezeigt wird (in den Augen von Facebook) für mich relevanter und „besser“ zu machen – so gut eine Maschine das eben hinbekommt (denn sowohl Edge- als auch Graphrank sind immer noch „nur“ Algorithmen, also mathematische Programme).

Facebook Graphrank

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Grundsätzlich dreht sich also auch beim Facebook Graphrank alles um das Thema Affinität. Wie sehr interessiere ich mich für diesen oder jeden Inhalt? Warum nutze ich diese App und nicht eine andere? Welche Apps, die meine Freunde gut finden, find auch ich gut? Es gibt noch zahllose weitere Beispiele, die das Prinizp verdeutlichen. Wichtig zu wissen ist, dass Facebook all diese Daten berücksichtigt, um so einen möglichst persönlichen News-Feed zu kreieren, der die eigenen Vorlieben so gut wie es geht berücksichtigt.

Dieses Vorgehen macht durchaus Sinn und Facebook ist gut beraten, seine Mechanismen in diesen Punkten immer weiter zu verbessern und zu verfeinern. Schließlich kann es auf Dauer sehr anstrengend werden, wenn der eigene News-Feed eben nicht möglichst auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Und in einem solchen Fall würde der Mehrwert von Facebook schnell dahin sein.