Immer neue Ideen und Strategien braucht die Werbeindustrie, um am Ball zu bleiben. Und gerade in Sachen sozialer Vernetzung herrscht vielerorts noch Nachholbedarf. Die Möglichkeiten für Werbung im sozialen Netz sind vielfältig, sei es über gesponserte Posts bei Facebook oder Werbe-Tweets bei Twitter, um nur zwei Beispiele zu nennen. Groß angelegte Kampagnen und Exklusivverträge für bestimmte Aktionen sind da keine Seltenheit. Die Firma Eckes ist diesen Weg nun gegangen. Der Lebensmittelkonzern stellt Produkte wie Granini her. Schon länger ist eine neue Limonade auf den Markt, genannt „Die Limo“. Der Clou an diesem Werbedeal: Granini wirbt mit einem eigenen Facebookshop. Das Produkt, das seit Frühjahr dieses Jahres auf dem Markt ist, soll bekannt gemacht werden. Und da gibt es bundesweit noch einige unerschlossene Flächen, die jetzt mit Hilfe von Facebook und dem dortigen Shop geschlossen werden sollen.

Facebook: Granini wagt saftigen Versuch im F-Commerce

Keine jungen Limotrinker

F-Commerce ist hier das Stichwort. Der Onlineshop funktioniert natürlich auch über eine spezielle App für die mobilen Nutzer des Netzwerkes, die in in die Fanseite der Limo integriert ist. Zum Kaufen wird man dann zu Facebook weitergeleitet.

Eine perfekte und lukrative Art, nicht nur die eher jüngeren jungen Käufer zu bekommen und sie für das Getränk zu begeistern, sondern generell alle Konsumenten. Die Aktion zur Limo ist nicht die erste.

Bereits im Vorwege wollte man die Beliebtheit herausfinden und warb um mögliche Produkttester, natürlich auf der Seite via Facebook. Drei Sorten gibt es von der neuen Limo. Und die traten im sozialen Netzwerk gegeneinander an.

Eine Million Liter

81 Liter Limonade pro Jahr trinkt der Deutsche laut einer Studie der Wirtschaftsvereinigung für alkoholfreie Getränke. Und dazu zählen neben den bekannten und beliebten Sorten wie Zitrone oder Orange auch eher ausgefallene wie Litschi oder Birne.

Und genau da setzt Granini mit „Die Limo“ an. Eine Million Liter sind im ersten Jahr angepeilt. Ein hohes Ziel, das sich der Getränkehersteller setzt. Aber die Firma muss handeln, schließlich ist der Umsatz zuletzt um elf Prozent zurückgegangen. „Die Limo“ soll es nun richten, mit Unterstützung von Facebook.

Eine nicht ganz alltägliche Aktion und ein neuer Versuch, mit F-Commerce erfolgreich zu sein. Das war in den vergangenen Jahren eher die Ausnahme. Viele bekannte Brands hatten schon Shops auf Facebook gelauncht, die aber mangels Erfolg fast alle wieder eingestampft wurden.