Irgendwo zwischen 100 und 200 Millionen Dollar liegt die Summe, die Facebook in das Unternehmen Onavo gesteckt hat. Das wurde kürzlich bekannt gegeben. Bei Onavo handelt es sich um ein Mobile-Data-Analytics-Unternehmen mit Standort Tel Aviv, das sich erst 2010 gegründet hat. Man könnte es für ein Schnäppchen halten. Das Onavo-Team bleibt vorerst komplett zusammen und bildet die Facebook-Unit für Tel Aviv. Aber was genau soll dort gemacht werden? Die Leistungen beinhalten unter anderem ein Analytics Tool für Entwickler und App-Anbieter. Mit diesem können Personen herausfinden, wie erfolgreich ihre Produkte genutzt werden. Außerdem können Verbraucher die Lebensdauer der iOS-Batterie und ihrer Android-Geräte verlängern. Ebenso geht es darum, die Leistungen von Apps generell zu verbessern. Facebook hat bei Onavo angebissen, weil die Firma in letzter Zeit gute Finanzierungsdeals an Land ziehen konnte und das ein Zeichen für sehr viel Potenzial ist. Doch was steckt noch hinter dem Deal?

Facebook erweitert mobiles Angebot

Aufrüstungsbedarf

Der Hauptgrund ist, dass bei Facebook noch ein wenig Nachhol- und Aufrüstungsbedarf in Sachen mobile Vernetzung besteht. Und da kommen die Unternehmenskonzepte von Onavo gerade recht. Immerhin ist Facebook auch Netzwerk Nummer eins bei mobilen Nutzern und dieser Vorsprung soll gehalten werden.

Das Know-How der Firma aus Tel Aviv kann Facebook perfekt nutzen, um beispielsweise die Datennutzung im mobilen Bereich zu verbessern und natürlich auch auszuwerten. Und das soll letztendlich auch den Nutzern auch mit verbesserten Angebot nutzen. Die Gründer von Onavo sind stolz auf den Deal und werden gemeinsam mit Facebook ihre Ressourcen zusammenwerfen, um die Netzwelt noch weiter zu optimieren.

Und auch für die Entwickler mobiler Programme wird es durch den Deal mit Onavo interessanter. Dabei ist der israelische Spezialist nicht die erste Firma, die Facebook in dem Land am Mittelmeer gekauft hat.

Nicht die erste Übernahme

Offensichtlich gibt es dort einige Innovationsunternehmen, die es für den Facebook interessant macht, sich genau dort umzusehen. Snaptu war so ein Unternehmen, auch dort ging es bereits 2011 um den mobilen Bereich.

70 Millionen US-Dollar war Facebook seinerzeit die Übernahme wert. Und die allseits bekannte Gesichtserkennung stammt auch aus Israel: Face.com. Der Ankauf von Onavo wird sicher nicht der letzte Deal sein, den Facebook in dieser Richtung macht.

Schließlich ist der mobile Markt ein schnell wachsender Bereich und Facebook wird sich mit Nachdruck darum bemühen, noch besser und erfolgreicher zu werden.