Für die VZ Netzwerke lief es in den letzten Jahren alles andere als rund. Besonders im vergangenen Jahr hatte das Netzwerk einen starken Nutzerschwund zu verkraften – auch dank der Popularität von Facebook. Wohl auch aus diesem Grund wollte die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, Eigentümer der Netzwerk Gruppe, sich von StudiVZ und Co trennen. Nun hat sich die Verlagsgruppe jedoch gegen einen Verkauf entschieden.

Kurz nach dem Start von StudiVZ und später auch SchülerVZ und MeinVZ konnten die Netzwerke sich über stark steigende Nutzerzahlen erfreuen. Da Facebook aber inzwischen mehr und mehr an Usern gewinnen kann, war es zuletzt schwer für die VZ Netzwerke überhaupt neue Nutzer zu gewinnen. Ein Verkauf schien daher eine logische Schlussfolgerung. Nun soll der Konzernchef angewiesen haben, die Suche nach einem Käufer vorerst zu beenden.

Dies liegt laut Medienberichten hauptsächlich an dem Mangel an wirklich guten Angeboten. Investoren seien aktuell sehr abgeschreckt, da Facebook in seiner Vorreiterposition kaum zu stoppen sei. Nach dem Abbruch der Verkaufsgeschäfte glauben viele Experten nun an einen kompletten Relaunch der Seite. Damit will die VZ Gruppe versuchen, zu einem wirklichen Konkurrenten für Facebook zu werden – ohne einen Verkauf. Dies dürfte nicht unmöglich, aber recht unwahrscheinlich sein. Wir bleiben für euch an der Sache dran.