12. Oktober 2011

Facebook Comments und Disqus vs. WordPress Kommentare

Wer eine Website (oder einen Blog) betreibt, der will in der Regel auf bestimmte Dinge aufmerksam machen. Das können Informationen aller Art sein, Produkte, Testberichte oder auch ganz andere Inhalte wie Fotos, Podcasts oder Videos. Für viele ist die Interaktion mit Lesern des Blogs via Kommentar dabei ein wichtiger Punkt. Feedback von Lesern ist sinnvoll und macht Spaß, wenn sich daraus sogar richtige Diskussionen entwickeln.

Ein Blog, der auf WordPress basiert, bietet standardmäßig die ganz normale Kommentarfunktion. Dabei kann man seinen Namen, oft eine URL und natürlich den Kommentar öffentlich hinterlassen. Im Prinzip also eine schöne Sache. Mit diversen Plugins kann man die Kommentarfunktion auch noch ein bisschen pimpen und so mehr aus der Angelegenheit machen. Mit dem Comments via WordPress ist das aber so eine Sache. Manche Leser nutzen das Angebot für (automatisierten Spam) und die Kommentare an sich werden auch immer nur den anderen Lesern des Blogs zur Verfügung gestellt.

Wer in Sachen Reichweite ein bisschen mehr aus seinem Blog rausholen will, der kann die Facebook Comments nutzen. Facebook Comments haben den großen Vorteil, dass ein hier gemachter Kommentar standardmäßig auch auf der Facebook Pinnwand des Kommentierenden erscheint, inkl. kurzer Beschreibung der Website, von der der Kommentar kommt. Betrachtet man die extreme Reichweite von Facebook, dann kann sich das auf jeden Fall lohnen. Schließlich werden so via Facebook andere User auf den Kommentar und somit die Seite aufmerksam gemacht. Dadurch kann sich eine lebhafte Diskussion entwicklen und man erreicht Leser, die man ohne die Facebook Comments nicht erreicht hätte.

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Die Einrichtung der Facebook Comments ist allerdings etwas tricky. So muss man eine Facebook App einrichten, wenn man die Kommentarfunktion auf mehreren Unterseiten einrichten will. Geht es nur um eine Seite, dann reicht das Social Plugin von Facebook für diesen Bereich.

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Bei der Nutzung von Facebook Comments hat man zudem auch noch weitreichende Moderationsmöglichkeiten. Im Prinzip also fast genau so wie mit den standardisierten Funktionen der WordPress Kommentare. Einziger Nachteil: Die durch Facebook Comments gemachten Kommentare werden nicht durch Suchmaschinen indexiert (es gibt einen Workaround, aber der ist extrem kompliziert). So verliert man mitunter Vorteile beim Ranking, weil z. b. die Keyword-Dichte steigen kann. Auf der anderen Seite ist auch noch nicht jeder bei Facebook und manche lehnen das Netzwerk auch einfach ab.

Es kann also sein, dass Leser eigentlich kommentieren wollen, das aber nicht tun, weil sie Facebook nicht über den Weg trauen. Hier muss man als Betreiber für sich entscheiden, was einem besser in den Kram passt. Natürlich kann man auch eine Kombination aus beiden Comment-Arten zur Verfügung stellen. Will man aber die Reichweite pushen, dann machen Facebook Comments durchaus Sinn. Zudem ist mann 100% vor URL-Spam geschützt.

Eine weitere Möglichkeit, Kommentare in seinem Blog besser anzubieten als mit der herkömmlichen WordPress-Methode, ist Disqus. Dabei handelt es sich um dezentrales Kommentiersystem, das ähnlich wie die Facebook Comments arbeitet. Auch hier muss man sich fremden Code (nämlich den zur Implementierung von Disqus) auf den eigenen Blog holen. Vorteil: Wie bei den Facebook Comments ist man z. B. vor Spam geschützt, weil sich die Kommentare zwar im eigenen Blog lesen lassen, dort aber natürlich streng genommen gar nicht erscheinen, sondern auf einem Server von Disqus.

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Bei Disqus kann man zudem via Kommentare eine regelrechte Community aufbauen. Leser können einen Comment-Thread abonnieren und bleiben so auf dem Laufenden. Zusätzlich wird man selbst informiert, wenn andere im gleichen Thread ebenfalls Stellung nehmen. Das System wird bereits jetzt vor allem in den USA auf vielen Websites (wie CNN oder Fox News) eingesetzt und erfreut sich dort großer Beliebtheit. Implementieren lässt es sich auf allen gängigen Systemen, inkl. WordPress und natürlich auch einer Stand-Alone-Website.

Als Blog-Inhaber und somit Moderator hat man recht viele Möglichkeiten zur Editierung. Der Clou allerdings ist, dass man sich via Disqus über diverse Plattformen einloggen kann. Das können z. B. der Facebook- oder auch der Twitter-Account sein. Die Kommentare werden natürlich in Echtzeit verarbeitet und abgebildet. Durch die Interaktion mit sozialen Netzwerken ist es zudem auch via Disqus möglich, seine Reichweite zu erhöhen. Dafür muss man z. B. als Facebook Nutzer Disqus allerdings Zugriffsrechte auf das eigene Profil einräumen (wie man das von vielen Apps bei Facebook gewohnt ist). Hier kann es natürlich zu Abschreckungen potenzieller Kommentierer kommen, die ggfs. Probleme damit haben, fremden Apps Zugriff auf das eigene Profil zu gewähren.

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Auch bei Disqus kann man logischerweise die WordPress-Kommentare noch dazu packen. So sorgt man allerdings möglicherweise für Verwirrung und man sollte sich vorab entscheiden, was genau man will.

Fazit

Die Vorteile von Facebook Comments und Disqus liegen meiner Meinung nach auf der Hand. Einziger Nachteil ist in meinen Augen das Auslagern des UGC zu Drittanbietern, weil man so natürlich die Kontrolle über die Inhalte ein Stück weit abgibt. Was Disqus angeht, besticht es allerdings durch die einfache Implementierung. Das ist bei den Facebook Comments wie schon erwähnt nicht so einfach. Zudem ist Disqus natürlich auch von mobilen Endgeräten einsetzbar.

Mit den zahlreichen Features, den Möglichkeiten zur sozialen Integration und dank der einfachen Implementierung in so gut wie jede Website ist für mich hier Disqus eindeutig die beste Lösung. Da das System bei uns in Deutschland leider noch nicht sehr stark verbreitet ist, kann es natürlich bei potenziellen Kommentierern, die Disqus nicht kennen, zur Abschreckung kommen. Das sollte man dann mit einem textlichen Hinweis vermeiden, in dem man das System kurz und prägnant erklärt.

In der kommenden, neuen Version dieses Blogs wird daher vermutlich auch Disqus zum Einsatz kommen…

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Ein Kommentar zu “Facebook Comments und Disqus vs. WordPress Kommentare”

  1. Monika sagt:

    ich erlebe immer mehr Blogs, wo ich gar nicht kommentieren kann, weil mir nur mehr Kommentare via fb “erlaubt” werden oder einem anderen social account

    solche Blogs besuche ich in der Regel nie wieder

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