Facebook ist nach wie vor der größte Lieferant für Traffic. Eine neue Auswertung aus den USA belegt, dass alle anderen sozialen Netzwerke auch im vierten Quartal 2013 nicht an Facebook herankommen können. Überraschend ist lediglich die Performance von Pinterest, denn das „soziale Netzwerk für Bilder“ kann sich leicht steigern und den zweiten Platz behaupten. Alle anderen Kandidaten, inklusive Twitter und Google+, erscheinen eher unter „ferner liefen“ und sorgen nicht wirklich dafür, dass man mit Referral Traffic von dort nennenswerte Vorteile hat, wenn man eine Website unterhält. Doch welche genauen Schlüsse lassen sich aus der aktuellen Entwicklung ziehen?

Facebook bringt am meisten Traffic

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Wie viel Traffic ist genug?

Für die Umfrage von Shareaholic wurden die Aktivitäten von 200.000 Websites analysiert, um herauszufinden, wie viel Traffic von Facebook tatsächlich dort landet. Gleiches galt natürlich auch für andere soziale Netzwerke, denn auch Twitter, Google+, YouTube und LinkedIn wurden untersucht. Doch damit nicht genug.

Um sinnvolle Vergleiche innerhalb der Konkurrenz darstellen zu können, wurden auch Anbieter wie StumbleUpon oder Reddit berücksichtigt. Das ist klug, denn auch wenn Facebook einen sehr großen Teil – nicht nur beim Referral Traffic – ausmacht, haben alle kleineren Anbieter zusammen ebenfalls eine gewisse Reichweite.

Diese Reichweite sollte man nicht links liegen lassen, weswegen die Aufbereitung von Shareaholic aus meiner Sicht sehr gut ist.

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Auswirkung aufs Facebook Marketing

Was aber ist nun die konkrete Aussage der Umfrage und was lässt sich für das eigene Facebook Marketing daraus ableiten. Erstens: Wer scharf auf mehr Reichweite ist, kann ohne Facebook kein intelligentes Online Marketing machen. Anders ausgedrückt: Nutzt man Facebook zum aktuellen Zeitpunkt nicht oder nur unzureichend für die Generierung von zusätzlichem Traffic, dann nutzt man nicht das voll Potenzial.

Auf der anderen Seite ist es nie gut, nur auf einem Bein zu stehen, weswegen es sinnvoll ist, den Anteil des Traffics aus einer bestimmten Quelle nicht zu groß werden zu lassen. Das gilt nicht nur für Facebook, sondern auch für alle anderen Quellen, inklusive Google.

Bei einem sauber aufgestellten Internet-Projekt sollte der maximale Anteil einer Traffic-Quelle meiner Ansicht nach auf keinen Fall mehr als 40 Prozent betragen, weil es sonst bei einem Ausfall solcher Traffic-Quellen zu massiven Problemen kommen kann.

Facebook bringt am meisten Traffic

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Branding und Markenaufbau

Zweitens: Mehr Traffic bedeutet immer auch mehr Aufmerksamkeit. Wer also Facebook nicht beachtet, verspielt große Chancen, auch langfristig wahrgenommen zu werden. Branding und Markenaufbau sind hier die entscheidenden Aspekte.

Mehr noch: Wenn man sich vor Augen hält, dass der mobile Bereich in den kommenden Jahren immer mächtiger wird und gleichzeitig bedenkt, dass Facebook schon jetzt eine „Mobile First“-Company ist, dann besteht durchaus die Gefahr, dass man in die Bedeutungslosigkeit abdriften kann. Ob es soweit kommt, ist von Projekt zu Projekt natürlich verschieden.

Wer aber das Traffic-Risiko streut, wird auch in Zukunft viel besser auf Schwankungen reagieren können und befindet sich nicht gleich am Abgrund, wenn es mal wieder ein massives Update zum Beispiel bei Google gibt.

Facebook bleibt die Nummer eins

Was sagt die Umfrage außerdem? Pinterest kann sich halten und wird sogar einflussreicher. YouTube sorgt für relativ wenig Traffic und LinkedIn und Google+ spielen zum aktuellen Zeitpunkt keine Rolle. In absoluten Zahlen und bei einer Basis von mehr als 200.000 Websites mag das stimmen, ich selbst kann aber bestätigen, dass man auch mit Google+ mittlerweile reichlich Traffic generieren kann.

Ich muss aber auch zugeben, dass vor allem technische Themen auf Google+ gut funktionieren, allgemeine Themen dagegen eher nicht. Das ist bei Facebook komplett anders, hier kann man mit so gut wie jedem Inhalte Traffic für eine externe Website erzeugen. Auch Twitter sorgt übrigens scheinbar nicht für so viel Traffic, wie viele das gern sehen würden. Allerdings kommt es auch hier immer auf das Thema an, es gilt aus meiner Sicht die gleiche Denkweise wie für Google+.

Anlässlich dieses Themas möchte ich übrigens auf diesen Artikel von mir hinweisen, der schon vor einiger Zeit erschienen ist, sich aber mit den gleichen Überlegungen befasst.