22. Mai 2012

Facebook Börsenstart: Unüberlegter Schnellschuss?

Beziehungsstatus: Verheiratet. Einen Tag nach dem Börsengang hat Facebookgründer Mark Zuckerberg seine langjährige Lebensgefährtin Priscilla Chan geheiratet. Optimismus pur. Den braucht er auch, insbesondere für die Aktien seines Unternehmens. Auch wenn Zuckerberg bereits Milliarden dadurch eingefahren hat, ist der Börsengang dennoch nicht so positiv verlaufenwie erwartet.

Ausgabepreis abgerutscht

Bereits gestern ist der Wert der Aktien vom Ausgabepreis von 38,- auf unter unter 31,- US-Dollar gefallen. Und fast wäre der Start zu einem Debakel geworden. Die Facebook Papiere schlossen im Nasdaq-Handel am Freitag bei 38,23 Dollar. Etliche so genannte Unterstützungskäufe mussten her, um zu verhindern, dass die Facebook Aktie nicht schon beim Start ins Minus abrutschte.

Auch ein zeitweiliges Hoch des Kurses auf 42 Dollar war nicht von Dauer und es ging schnell wieder runter. Die angenommenen Steigerungen blieben aus, weil vermutlich viele Investoren im Gegensatz zu Zuckerberg nicht viel Wachstumsmöglichkeiten sahen bei einer Bewertung von über 100 Milliarden Dollar. Die Rede ist auch von technischen Problemen, die möglicherweise einen dramatischen Kursanstieg verhinderten.

Zu hoher Startpreis

Dabei wurde sehr optimistisch und gierig gestartet: Der Ausgabepreis von 38 Dollar für die Aktie des sozialen Netzwerks war der höchstmögliche Wert. Ein Fehler? Investment-Manager wissen aus Erfahrung, dass man den Preis lieber etwas tiefer ansetzt, um mehr Unterstützung am Markt zu erhalten. Ein Griff nach den Sternen also und ein unüberlegter Schnellschuss? Zumindest ist der Aktiengang der bislang größte eines Internetunternehmens.

Auftakt belastet die Börse

Der unruhige Auftakt Facebooks an der Börse belastete den gesamten Aktienmarkt, so dass die Kurse anderer Internetfirmen sanken, ein Schnitt ins eigene Fleisch für Gründer Zuckerberg. Denn der Spieleentwickler Zynga, der unter anderem auch für Facebook Spiele entwickelt und an dem der Netzwerkanbieter prozentual mitverdient, verlor satte 13%.

Doch als wenn das alles wäre: Am Tag des Börsengangs musste Facebook auch noch eine Sammelklage von 15 Milliarden US-Dollar einstecken. Facebook wird vorgeworfen, Spuren von Nutzern im Internet auch nach Schließen der Facebook-Webseite aufgezeichnet zu haben. Bleibt zu hoffen, das Mark Zuckerberg zumindest in der ebenfalls frischen Ehe mit weniger Unruhen zu rechnen hat.

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