Facebook hat laut aktuellen Analysen seinen Ruf als Traffic-Maschine Nummer 1 verteidigt. Kein anderes soziales Netzwerk liefert so viel Traffic auf externe Websites wie der blaue Riese aus Menlo Park. Nachdem die Wert im April und im Mai 2014 leicht rückläufig waren, kommt Facebook nun mit aller Macht zurück und baut seinen Anteil auf 23,39 Prozent aus. Damit ist das weltweit größte soziale Netzwerk nicht nur weiter Spitzenreiter, es kann seinen Vorsprung auch weiter ausbauen. Mehr noch: kein anderes soziales Netzwerk wächst als Traffic-Lieferant, alle Konkurrenten verlieren an Einfluss. Und obwohl sowohl die organische als auch die bezahlte Reichweite bei Facebook auf dem Rückzug sind, scheint sich das nicht negativ auf den „Referral Traffic“ auszuwirken.

Facebook bleibt Traffic-Maschine Nummer 1

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Ohne Facebook geht es nicht

Der US-Marktforscher „Shareaholic“ misst schon seit Jahren den Einfluss der sozialen Netzwerke beim Traffic für externe Websites. Plattformen wie Facebook sind nicht nur ein in sich geschlossenes Öko-System, sie sorgen auch dafür, dass Content-Anbieter auf die eigenen Inhalte aufmerksam machen und sich so mehr Reichweite verschaffen können.

Und genau das funktioniert auf Facebook immer besser: von März 2014 bis Juni 2014 stieg der Anteil von Facebook am Referral Traffic um 10,09 Prozent. Zum Vergleich: Pinterest lieferte im gleichen Zeitraum 19,38 Prozent weniger Traffic an externe Websites, bei Twitter sank dieser Einfluss um 9,9 Prozent und YouTube musste sogar einen Rückgang von satten 32,15 Prozent hinnehmen.

Nun lässt sich diese Entwicklung auch anders interpretieren: grundsätzlich könnte es gut sein, wenn Plattformen wie YouTube oder Twitter weniger Referral Traffic produzieren. Für Publisher (Leute also, die selbst Content produzieren und soziale Netzwerke nutzen, um die Reichweite auf der eigenen Website zu erhöhen) werden soziale Netzwerke aber unattraktiver, wenn es von dort nicht genug Traffic gibt.

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Fast alle anderen Netzwerke schwächeln

Das Problem: selbst wenn man mit einem erfolgreichen Kanal auf YouTube sehr viele Leute unterhält und informiert, kann man diese Reichweite trotzdem nicht „mitnehmen“. Das Informationserlebnis spielt sich ausschließlich innerhalb des sozialen Netzwerks statt und die Konsumenten werden nicht animiert, das Netzwerk zugunsten einer Website zu verlassen.

Die Reichweite, die man auf YouTube hat, ist also nur gemietet und man kann sie nicht für die eigene Website verwerten. Zwar lassen sich die Bekanntheit der eigenen Person oder Marke damit verbessern, wenn es aber darum geht, User auf die eigene Website zu ziehen, bietet Facebook offensichtlich die besten Voraussetzungen.

Besonders bitter ist die Entwicklung auch für Google+ oder LinkedIn. Beide dümpelten ohnehin schon auf einem niedrigen Niveau dahin, zwischen März und Juni 2014 hat sich ihr Anteil am Referral Traffic aber mit 21,34 und 57,38 Prozent weiter dramatisch verschlechtert.

Social Media Traffic Referrals 2013 bis 2014

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Extremer Zuwachs im 12-Monats-Vergleich

Ein Blick auf die Entwicklung des Referral Traffics von sozialen Netzwerken in den letzten 12 Monaten zeigt eine noch dramatischere Veränderung. Facebook kann in diesem Zeitraum um unglaubliche 150,49 Prozent zulegen.

Nur Pinterest und StumbleUpon können mir 69,53 und 13,33 Prozent in diesem Zeitraum ebenfalls zulegen. Pinterest unterstreicht mit seiner positiven Entwicklung damit übrigens ganz klar den Anspruch darauf, neben Facebook eines der erfolgreicheren Netzwerke zu sein – auf jeden Fall, wenn um den Traffic geht, den man von dort bekommen kann.

YouTube ist mit einem Rückgang von 82,66 Prozent fast in der Versenkung verschwunden und auch LinkedIn kann mit 77,43 Prozent weniger Referral Traffic nicht von sich behaupten, ein guter Traffic-Lieferant zu sein. Google+ steht mir einem Rückgang von „nur“ 19,81 Prozent übrigens relativ gut dar.

Publisher werden abhängiger von Facebook

Die Entwicklung beweist: Facebook ist nicht nur das größte soziale Netzwerk in sich, auf dem am meisten passiert. Nirgendwo wird mehr geteilt, geliked und kommentiert. Trotzdem spielt sich nicht alles auch nur dort an.

Facebook sorgt dafür, dass der dort präsentierte Content auch einen direkten Nutzen für die jeweiligen Urheber hat. Durch Facebook finden Konsumenten neue Inhalte, rufen externe Websites auf und sorgen so für mehr „echte“ Reichweite – auch wenn Facebook immer wieder benötigt wird, um diese Entwicklung in Gang zu setzen.

Anders ausgedrückt: ohne Facebook hätten viele Websites sehr wahrscheinlich knapp 25 Prozent weniger Traffic und somit auch 25 Prozent weniger Reichweite. Und je nachdem, wie groß die einzelnen Communities aus Facebook sind, stellt dieses gute Viertel schon heute einen mächtigen Hebel dar, der in Zukunft ganz sicher noch wichtiger werden wird. Auf diese Weise kann Facebook Publisher auch noch enger an sich binden und es entstehen Abhängigkeiten, die mit der Zeit immer stärker werden.