Der Author Tag ist keine neue Erfindung, Google hat mit dem Prinzip schon experimentiert. Erinnerst du dich an die kleinen Autoren-Bilder in der Google-Suchergebnissen? Das war der Author Tag, wie Google ihn genutzt hat. Und es gibt ihn dort immer noch, nur führt er mittlerweile ein Schattendasein, denn Google+ ist ganz offensichtlich nicht mehr dazu da, um Google auch in Sachen Social Media groß und bekannt zu machen. Ganz anders Facebook: Hier wurde der Author Tag jetzt kürzlich erst aufgebohrt – und sorgt auch gleich für neue Chancen und Möglichkeiten, von denen Journalisten, Blogger und andere Publisher profitieren. Produzierst du Content fürs Web und teilst du diesen Content auf Facebook? Dann musst du dich ganz dringend mit dem Author Tag befassen!

Facebook Author Tag: Wie Autoren zu Content-Stars werden

Quelle: Rommel Canlas, shutterstock.com

Beim „neuen“ Facebook Author Tag geht es darum, Autoren zu belohnen. Das hatte so in der Art auch Google damals vor, nur ist der Ansatz für Facebook viel schlauer und bringt auch deutlich mehr.

Mit dem Author Tag hast du auf Facebook die einmalige Chance, mit deinen ohnehin schon veröffentlichen und geteilten Inhalten mehr Reichweite und mehr Traffic zu generieren – und somit auch deine Reputation oder deinen Status als Experte zu verbessern.

Das Prinzip des Author Tags ist dabei erschreckend simpel, denn es reicht ein bisschen HTML-Code, um deine Inhalte auf Facebook eindeutig auf deine Person zu branden. Allein das ist schon goldwert, denn Facebook sorgt in der „Zweitverwertung“ dafür, dass dein Content automatisch mehr Beachtung bekommt – und du selbst auch!

Höhere Reichweite dank Facebook Author Tag

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Der folgende Screenshot zeigt das Prinzip. Anders als bisher, wo immer nur die Website angezeigt wurde, von der ein geteilter Artikel stammt, hast du jetzt zusätzlich die Möglichkeit, einen expliziten Autoren zu nennen:

Facebook Author Tag: Wie Autoren zu Content-Stars werden

Publisher und Autor unterscheiden sich, der Autor ist im Fokus

Das hat diverse Vorteile. Auf der einen Seite sorgt der Facebook Author Tag dafür, dass dein eigener Content eindeutig auf dich gemünzt wird – praktisch vor allem dann, wenn deine Website selbst nicht so heißt wie du.

Auf diese Weise schaffst du eine direkte Verknüpfung bei allen Leserinnen und Lesern des Artikels, die über einen geteilten Inhalt via Facebook gekommen sind. Bei anderen Websites, auf denen du zum Beispiel als Gastautor oder Redakteur schreibst, kannst du das Prinzip des Facebook Author Tags ebenfalls für dich ausnutzen und bekommst so die Aufmerksamkeit, die du verdienst.

Facebook belohnt Autoren und Publisher

Facebook wäre aber nicht Facebook, wenn sie nicht wie üblich ein paar Schritte weiter denken würden. Klickt man als User nämlich auf einen Autoren-Link, der durch den Author Tag bereitgestellt wird, dann merkt sich Facebook dieses Verhalten.

Folge: Wenn du wieder auf Facebook unterwegs bist und weitere Artikel dieses Autoren siehst, dann bekommst du automatisch die Option, diesem Autoren oder dieser Autoren zu folgen (oder besser gesagt, sie zu „abonnieren“, wie es im Deutschen korrekt heißt, wenn du einem privaten Profil so folgen willst, wie du es von einer Seite gewohnt bist).

Übersicht der Funktion zum Abonnieren von Profilen

Übersicht der Funktion zum Abonnieren von Profilen

Damit das klappt, muss die Funktion zum Abonnieren bei dem betreffenden Profil aktiviert sein. Und wenn statt einem Profil eine Page via Facebook Author Tag hinterlegt wurde, dann taucht anstelle des „Abonnieren“-Buttons ein herkömmlicher Like-Button auf, mit dem die Facebook Page entsprechend promoted wird.

Facebook gibt dir nur das, was du willst

Facebook erkennt also ganz genau, welche Artikel du liest und wofür du dich interessiert (was an sich keine bahnbrechende Neuigkeit ist). Neu und auch ein bisschen bahnbrechend ist aber sehr wohl die Option, dass Facebook dir aufgrund deines Verhaltens bei der Rückkehr in deinen News Feed dank des Facebook Author Tags Vorschläge unterbreitet, die dir mit hoher Wahrscheinlichkeit inhaltlich gefallen werden – weil sie sich eben auf Autoren beziehen, von denen du aktiv Content konsumiert hast.

Die Installation dieser Funktion ist sehr einfach, denn es reicht wenig HTML-Code und schon bist du im Geschäft und kannst deutlich besser auf dich und deinen Content hinweisen:

1. <meta property=“article:publisher“ content=“https://www.facebook.com/bjoerntantau“/>
2. <meta property=“article:author“ content=“https://www.facebook.com/tantau“/>

Die erste Codezeile bezieht sich auf eine Facebook Page, die zweite Codezeile musst du verwenden, wenn es dir um dein Profil geht – selbstverständlich ist die Nutzung BEIDER Author Tags möglich, wenn du sowohl Autor als auch Seiteninhaber bist (wie das in meinem Beispiel der Fall ist). Wenn du beispielsweise Redakteur für eine Website bist, sie dir aber nicht gehört, dann lohnt sich für dich die zweite Codezeile.

Fazit

Mit dem Facebook Author Tag macht das weltweit größte soziale Netzwerk einen weiteren Schritt in Richtung der vollständig personalisierbaren Tageszeitung (was ja ein erklärtes Ziel ist). In Zukunft wird es vermutlich immer mehr so sein, dass sich jeder User in seinem News Feed sehr exakt genau die Inhalte anschauen kann, die ihn (oder sie) wirklich interessieren.

Das ist für Facebook sehr wichtig, denn nur so kann es seine User noch besser kennenlernen und nur so kann es noch passendere Werbung ausspielen. Folge: Als Konsument fühlst du dich auf Facebook wohl, weil du den richtigen Content siehst – und passend dazu auch nur noch solche Werbung, für die du dich wahrscheinlich im Vergleich zu anderen Anzeigen viel stärker interessierst.

Für Autoren und Publisher eröffnet sich mit der Nutzung des Facebook Author Tags eine ganz neue Welt. Ab sofort ist es möglich, eigene Inhalte noch besser zu verbreiten und sich auf Facebook nicht nur als Seite, sondern auch als Autor eine echte Fanbase aufzubauen – und welcher hart arbeitende Autor möchte das nicht?