Nachdem Google mit Google Plus zunächst einen direkten Konkurrenten zu Facebook gelauncht hat und nun auch noch in das Gebiet „Social Games“ eindringt, könnte man meinen, dass man sich im zuckerbergschen Konzern Sorgen macht. Dem ist aber nicht so – im Gegenteil.

Sean Ryan, der bei Facebook unter anderem für die Kooperation mit den Anbietern von Social Games wie Angry Birds verantwortlich ist, gibt sich gelassen bis arrogant. In einem Interview mit der US Website „Gamasutra“ sagte Ryan, dass man nicht wirklich Zeit damit verschwende, an Google Plus zu denken. Man sei eher daran interessiert, sich über die eigenen Ziele Gedanken zu machen.

Konkret führt Ryan an, dass Google Plus den Bereich der Social Games mehr oder weniger bei Facebook abgeguckt und nachgebaut habe. Der Wettbewerb werde zeigen, wo die Leute letztendlich lieber spielen würden. Und Ryan glaubt fest daran, dass das bei Facebook sei. Darüber mache er sich „keine Sorgen“. Insofern klingen seine Aussagen fast schon so, als würde man in Google Plus nach wie vor keinen echten Konkurrenten sehen.

Bleibt abzuwarten, ob sich diese Haltung auszahlt. Facebook wäre vermutlich besser beraten, Google Plus zumindest ein bisschen mehr auf dem Schirm zu haben. Vielleicht will man ja aber auf der anderen Seite mit solchen Informationen einfach nur für die Demoralisierung des Gegners sorgen und hat in Wirklichkeit doch mehr Angst, als man zugeben will.