Wer die Suchfunktion von Facebook nutzt, stochert im Trüben. Das besonders dann, wenn man nach bestimmten Themen sucht. Die Personensuche liefert noch gute Ergebnisse, aber sobald es ins Detail geht, muss man auf Suchmaschinen wie Bing zurückgreifen, die dies übernimmt und mit Facebook verknüpft ist. Die Suchfunktion des Netzwerkunternehmens ist schlicht unausgereift und alles andere als effektiv. Das soll sich nun ändern, die Suchfunktion soll aufgebessert werden. Ausgerechnet der Ex-Google-Ingenieur Lars Rasmussen soll diese Aufgabe übernehmen.

Facebook arbeitet an verbesserter Suchfunktion

Damit prescht Facebook wieder gewaltige Schritte nach vorne, um zu seinen Konkurrenten aufzuschließen und letztendlich auch den riesigen Werbemarkt, der damit zusammenhängt, nicht nutzlos an sich vorbeiziehen zu lassen. Rasmussen zur Seite stehen über 20 Mitarbeiter, die die Suchfunktion aufs Optimalste aufpeppen sollen. Die Suchanfragen sind im Gegensatz zu Google erschwindend gering. Ein Vergleich: Google zählte 17 Milliarden Anfragen im Februar, Facebook „nur“ 336 Millionen.

Verbessert werden sollen die Suchfunktionen unter anderem in Sachen Content, der von anderen Facebooknutzern vielfach „geliked“ wurde. Einzelne Artikel, Fotos und Videos sollen leichter und schneller gefunden werden. Ein weiterer Vorteil liegt dabei auf der Hand: Facebook User haben dadurch eine längere Verweildauer bei Facebook und müssen nicht zwischendurch eine andere Suchmaschine nutzen (wobei man ja auch mit dem Öffnen eines neuen Tabs trotzdem auf Facebook bleiben kann).

Warum also einen Nutzer bei der Suche an Google, Bing, Yahoo oder andere Suchmaschinen „verlieren“, wenn man die Funktion in all seiner Genauigkeit auch auf Facebook nutzen könnte. Die Summe, die dahinter steckt, ist enorm: der Suchmaschinen-Markt aus themenbezogenen Anzeigen neben den Suchergebnissen wird auf 15 Milliarden Dollar geschätzt.