Facebook ist mittlerweile fast die reichweitenstärkste Website der Welt und wird in Kürze auch Suchmaschinenprimus Google überholen (zu manchen Zeiten ist das schon jetzt der Fall wie z. B. an Feiertagen in den USA). Dass Facebook in Sachen Inhalte also relevant ist, dass kann auch Google nicht länger ignorieren. Und es scheint so, als hätte man sich mit dem Problem befasst.

Das zumindest lässt eine Studie von Rand Fishkin von SEOmoz vermuten. Die Studie hat die Einflüsse von Social Media auf das Ranking bei Google untersucht (also die Reihenfolge, in der Google die Websites in seinen Suchergebnissen sortiert). Ergebnis: Konnten vor einem Jahr z. B. noch klassische Faktoren aus der Suchmaschinenoptimierung wie genau passende Keywords in Domainnamen besonders viel Einfluss auf die Ergebnisse bei Google ausrichten, so ist das heute nicht mehr der Fall.

Facebook als SEO-Rankingfaktor

Überraschenderweise scheint der Einfluss von Social Media 2011 enorm gewachsen zu sein. Die Studie von Rand Fishkin zeigt, dass die Anzahl der Facebook Shares auf eine URL heute wichtiger denn je sind. Google berücksichtigt also, wie oft eine Internetadresse von Facebook-Nutzern geteilt wurde und nimmt diese Fakten mit in die Bewertung von Suchergebnissen auf.

Dabei ist vor allem sehr interessant, dass zwischen „Likes“ und „Shares“ unterschieden wird. Das Drücken des Facebook-„Like“-Buttons ist laut Studie nicht ganz so relevant wie ein konkreter „Share“. Gleiches gilt für einen Kommentar auf Facebook. Die Summe aller Maßnahmen ist dagegeben ebenso wichtig wie die „Shares“ selbst.

Was bedeutet das nun für eine Website?

Wer sich bestmöglich positionieren und nicht nur über soziale Netzwerke wie Facebook gefunden werden und Reichweite generieren will, der sollte seine Seite mit Möglichkeiten ausstatten, die die Nutzer dazu veranlassen, „Likes“, „Shares“ und Kommentare abzusetzen. Google misst solchen Maßnahmen derzeit offensichtlich eine hohe Wichtigkeit zu. Wenn Facebook weiter wie bisher wächst ist nicht davon auszugehen, dass sich diese Signale wieder abschwächen werden. Grundsätzlich bleibt es aber natürlich dabei, dass man sowohl im Bereich Social Media als auch im Bereich SEO seine Hausaufgaben machen sollte. Nur wenn beide Bereiche korrekt bedient werden, steigen die Chancen auf eine hohe Reichweite – bei Facebook UND bei Google.