Der Schritt an die Börse ist für viele Unternehmen ein sehr großer und teiweise auch ein sehr gefährlicher Einschnitt in die Unternehmenshistorie. Nicht selten sind Unternehmen an diesem Entschluss kaputt gegangen. Dies geschah besonders häufig vor mehr als zehn Jahren, als die sogenannte Dotcom-Blase rund 200 Millionen Euro Kapital vernichtet hatte. Experten fürchten eine ähnliche Entwicklung nun auch bei Unternehmen wie Facebook.

Erst kürzlich ging das Berufsnetzwerk Linkdin an die Börse und konnte bereits am ersten Tag den Börsenwert mehr als verdoppeln. Damit war der Börsengang noch erfolgreicher, als der von Google 2004. Auf dieser Basis vermuten viele Experten, dass auch das größte aller Netzwerke, Facebook, bald folgen wird. Problematisch finden die Experten die Entwicklungen der Milliardenbewertungen an der Börse und den eigentlichen Geschäftszahlen.

So wird Linkedin derzeit mit dem 600-Fachen seines Gewinns bewertet. Denn der Gewinn liegt bei einem Umsatz von 243 Millionen Dollar gerade mal bei rund 15 Millionen Dollar. Facebook hingegen ist da schon etwas besser aufgestellt. Im Vergleich zu Linkedin hat es rund 500 Millionen mehr Mitglieder, kommt auf rund zwei Milliarden Umsatz und schreibt zudem schwarze Zahlen. Ob der Gang an die Börse für Facebook trotz der guten Vorraussetzungen gut ist, wird wohl nur die Zeit zeigen.