Nach dem aufsehenerregenden WhatsApp-Deal von letzter Woche macht Facebook heute erneut von sich reden und startet in Kürze seine „Partner Categories“ auch in Deutschland. Damit wird Werbetreibenden eine Targeting-Funktion geboten, mit der sich auch User auf Basis ihrer tatsächlichen Interessen außerhalb von Facebook erreichen lassen. Möglich wird das durch die Interessen dieser User, die in bestimmten Zielgruppen-Segmenten zu finden sind. Dadurch werden die Anzeigen direkt auf Facebook noch relevanter und somit auch zielführender. Der Vorteil für Advertiser: In Zukunft lässt sich das für Anzeigen vorhandene Budget effizienter nutzen, was die Kosten bei gleichzeitig höheren Erfolgsquoten minimiert. Doch wie funktioniert das Prinzip der Partner Categories ganz genau und warum launcht Facebook dieses Feature jetzt?

Exklusiv: Facebook launcht mit "Partner Categories" neues Werbemodell in Deutschland

So funktioniert Facebook Partner Categories

Partner Categories versetzen Werbetreibende auf Facebook in die neue Lage, Zielgruppen basierend auf Marken und Produkten zu erreichen, die in der Vergangenheit auch wirklich von ihnen gekauft wurden. Am Beispiel eines Autohändlers sieht das wie folgt aus: Der Autohändler will Menschen erreichen, die sich ein neues Auto kaufen wollen und in der Nähe seines Autohauses leben.

Bisher konnte der Autohändler nur solche Zielgruppen via Facebook erreichen, die auf dem sozialen Netzwerk selbst ihr Interesse bekundet haben, sich ein neues Auto anschaffen zu wollen. Dank Partner Categories kann diese Zielgruppe jetzt um die Menschen erweitert werden, die sich tatsächlich schon ein Auto einer bestimmten Marke gekauft haben, das sich auch im Angebot des Autohändlers befindet.

Dieses neue Werbemodell wird durch eine Kooperation von Facebook mit Acxiom möglich, einem ausgewählten externen Partner. Zusammen hat man einen neuen Matching-Prozess entwickelt, der den Schutz der Daten und der Privatsphäre von Facebook Usern ganz klar in den Vordergrund stellt. Durch dieses Verfahren werden keine persönlichen Informationen von Facebook an externe Partner übermittelt. Nur bestimmte Daten, wie zum Beispiel die Größe einer Zielgruppe, werden mit Werbetreibenden geteilt. Spezifische Informationen zu Einzelpersonen sind davon nicht betroffen.

Relevantere Werbung für bessere User Experience

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Durch die Einführung der Facebook Partner Categories ändert sich auch nichts an der Kontrolle der Facebook-User über die ihnen angezeigte Werbung. Nach wie vor können Anzeigen, die nach Meinung eines Users unpassend sind, verborgen, ausgeblender oder blockiert werden. Auch kann immer noch jederzeit Feedback zu Anzeigen abgegeben werden, was die Qualität zukünftiger Werbeeinblendungen erhöht.

Von den neuen Partner Categories sollen sowohl Werbetreibende als auch die Masse der Facebook-User stark profitieren. Werbetreibende erreichen in einer anvisierten Zielgruppe noch passendere Kunden und erhöhen dadurch die User Experience, weil die Werbung relevanter wird. Die Art des Targetings, die Facebook Partner Categories zugrunde liegt, wird schon seit langer Zeit außerhalb von Facebook genutzt. Neu sind die erweiterten Nutzungsmöglichkeiten, die nun auch in Deutschland ausgerollt werden.

Der Start des neuen Werbemodells wird heute im Laufe des Tages offiziell von Facebook verkündet. Ein Sprecher äußerte sich zu den Partner Categories mir gegenüber bereits mit diesem Statement:

„Wir legen bei allen Entwicklungen besonderen Wert auf die Sicherheit und den Schutz der verwendeten Nutzerdaten. Und wie bei allen unseren Produkten wird auch bei den neuen Partner Categories sichergestellt, dass weder privaten Informationen von Menschen auf Facebook mit externen Partnern geteilt werden, noch dass Werbetreibende die Möglichkeit haben, einzelne Personen zu identifizieren. Wir sind davon überzeugt, dass Anzeigen, die für eine Zielgruppe sowohl relevant als auch nützlich sind, eine bessere Nutzungserfahrung auf Facebook schaffen können. Partner Categories ermöglichen es, die Relevanz von Anzeigen weiter zu steigern, weil den Menschen Inhalte basierend auf den Interessen, die sie außerhalb von Facebook haben, angezeigt werden. Darüber hinaus haben die Menschen auf Facebook nach wie vor die volle Kontrolle über die Anzeigen, die sie sehen. Sie können auch weiterhin Anzeigen verbergen, wenn diese nicht interessant sind.“