Es sind die vielzitierten „Datenkraken“ Facebook und Google, die immer wieder im Fokus stehen und deren Umgang mit Nutzerdaten heftig diskutiert werden. Doch was steckt wirklich dahinter? Laut Eric Schmidt, ehemaliger CEO und aktueller Verwaltungsratsvorsitzender bei Google, ist es dem Unternehmen durchaus bewusst, dass „Datenschutz in Deutschland und Europa ein sensibles Thema“ sei, wie er jetzt in einem Gespräch mit der Badischen Zeitung verriet.

Ex-CEO Eric Schmidt: "Google ist nicht Facebook"

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Viele der Google-Dienste wurden deswegen immer wieder angepasst und neu ins Leben gerufen, wie Street View beispielsweise. Schmidt erklärte der Zeitung weiter, dass Umfragen, gerade in Bezug auf Online-Dienste und ihren möglicherweise nicht verantwortungsbewussten Umgang mit Daten, nicht immer das ganze Bild widerspiegeln: „Google-Nutzer in Deutschland sagen uns immer wieder, dass sie Google lieben“, sagte Schmidt im Interview.

Nach seiner Auffassung sind auch so genannte Cloud-Dienste sicherer als andere Technologien. Google habe sehr hohe Standards. Bezüglich der jüngsten Datenschutz-Erklärung, die von vielen misstrauisch gesehen wird, sagte der Verwaltungsratsvorsitzende, dass sich „jeder Nutzer selbst eine Meinung dazu bilden“ könne und die Datenschutz-Erklärung lesen sollte. Die Nutzer seien über die Änderungen, wie es Schmidt im Interview ausdrückt, früh informiert worden.

Zur noch bis Sonntag stattfindenen CeBit in Hannover hat das Unternehmen eine Werbekampagne für „Google Plus“ gestartet. Google sieht sich damit nicht als Wettbewerber zu Facebook. Schmidt abschließend: „Google Plus ist eine Informationsplattform und damit etwas ganz anderes als Facebook.“