Evergreen Content funktioniert so gut, weil er nie aus der Mode kommt. Überleg mal selbst: Welche Songs hörst du am liebsten? Welche Filme hast schon 50 Mal gesehen? Und von welchen Büchern bekommst du nicht genug? Das Ding ist: Solche Inhalte begleiten dich oft ein ganzes Leben, zumindest aber eine lange Zeit. Und selbst nach 20 oder 30 Jahren erinnerst du dich noch gern an Musik, Filme und Bücher zurück. Zugegeben, die hier genannten Beispiele sind im Bereich Entertainment angesiedelt, grundsätzlich sieht es bei Evergreen Content ein bisschen anders aus. Worum es aber letztendlich geht (und nur das zählt): Das Kreieren von hochwertigen und vor allem nützlichen Inhalten steht im Vordergrund, denn nur wenn du dich nützlich machst, werden sich die User an dich erinnern. Doch wie genau stellst du das am besten an? Genau dafür gebe ich dir sinnvolle Tipps an die Hand, die dich mit Sicherheit weiterbringen werden:

Evergreen Content: 7 Erfolgstipps für Inhalte, die ewig funktionieren

Bild: szefei, shutterstock.com

1. Mach dich wirklich nützlich

Evergreen Content lohnt sich nur dann, wenn du bereit bist, deinem Publikum wirklich etwas zu geben. Du musst also nützlich sein und erreichen, dass deine Leserinnen und Leser nach dem Konsum deines Artikels ein nachhaltiges „Aha-Erlebnis“ haben.

Das setzt voraus, dass dein Content so aufgebaut ist (strukturell und inhaltlich), dass man letztendlich gar nicht um das Lesen herumkommt. Damit dieser Fall eintritt, sind nicht nur inhaltliche Aspekte notwendig, doch darüber später mehr.

Wenn du dich wirklich nützlich machst und einen Konsumenten dieses „Aha-Erlebnis“ bietest, dann werden sich diese Personen später viel besser an dich erinnern (mentale Verknüpfung aufgrund positiver Erfahrungswerte: Unbezahlbar!). So machst du Schritt für Schritt eine Autorität aus dir und deinen Inhalten – und dein Publikum ist begeistert, weil sie durch deinen Content nützliche Dinge erfahren haben, die direkt anwendbar sind (ganz unabhängig vom Thema).

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2. Löse ein akutes Problem

In den obigen Bereich fällt auch die Sache mit dem Lösen von Problemen. Evergreen Content sorgt dafür, dass ein konkretes Problem behoben wird.

Dabei muss es nicht immer um außergewöhnliche Dinge gehen. Ein Beispiel für Evergreen Content ist ein Artikel für die Beantwortung der Frage „Wie wechselt man einen Autoreifen?“.

Es mag trivial erscheinen, aber solche Fragen werden immer wieder gestellt. Wer die richtige Antwort auf diese Frage liefert, wird im Internet konsumiert – auch wenn es um komplexere Themen geht.

Im Mittelpunkt steht die Zeit-Variable. Das Wechseln eines Autoreifens hat sich in den letzten Jahren nicht verändert und der Prozess bleibt zu 95 Prozent so, wie er früher auch war.

Das bedeutet, dass zum Beispiel ein Artikel mit der Antwort auf diese Frage überdurchschnittlich interessant ist. Weil sich die Lösung des Problems grundsätzlich nicht ändert, kann auch die schriftliche Anleitung für das Wechseln eines Reifens nicht aus der Mode kommen – und genau bei solchen Beispielen handelt es sich um Evergreen Content.

3. Sei sorgfältig und detailliert

Damit Evergreen Content bei deinem Publikum gut ankommt, musst du nicht nur dafür sorgen, dass es um ein Thema geht, dass schon eine sehr lange Zeit aktuell ist (oder aktuell bleiben wird).

Die Idee nämlich, genau auf diese Karte zu setzen, hatten schon eine ganze Menge Leute vor dir. Das „Problem“: Viele dieser Inhalte sind zwar zeitlos, trotzdem aber nicht von hoher Qualität – was das „Problem“ für sich zum Glücksfall werden lässt (deswegen auch die Anführungszeichen, denn für dich ist es kein Problem, ganz im Gegenteil).

Je ausführlicher und detaillierter du deinen Evergreen Content gestaltest, desto besser wird dieser Inhalt auch funktionieren. Es geht nicht darum, einfach nur lange Artikel zu schreiben oder ein endloses Video für YouTube zu produzieren.

Viel wichtiger ist, dass du dich nach den Fakten richtest und dafür sorgst, dass dein Publikum maximal informiert wird. Mehr noch: Sorge mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dafür, dass zum Beispiel ein konkretes Problem mit deinem Evergreen Content restlos gelöst werden kann.

So machst du sich maximal nützlich und dein Publikum wird es dir danken. Je mehr du deinen Nutzerinnen und Nutzern aktiv hilfst, desto eher werden du und dein Evergreen Content im Gedächtnis dieser Leute bleiben.

Für dich bedeutet das letztendlich, dass man sich merken wird, wer diese nützlichen Inhalte produziert. Und wenn du am Ball bleibst, baust du dir auf diese Art und Weise nach und nach eine große Community auf, die deine Inhalte genau aus diesen Gründen schätzt.

4. Denk ausschließlich an dein Publikum

Um nichts anderes geht es. Dein Publikum ist der Dreh- und Angelpunkt, die Leute, die sich für deine Inhalte interessieren, müssen bei dir an erster Stelle stehen.

Alles, was du tust (und das gilt natürlich auch für den Evergreen Content) muss sich danach richten. Für dich heißt das, dass du auch bei der Produktion des Contents ausschließlich an dein Publikum denken musst.

Ich selbst mache es nicht anders: Während ich diese Zeilen schreibe, denke ich gleichzeitig darüber nach, ob es noch weitere Punkte gibt, die ich möglicherweise vergessen habe – die aber für mein Publikum (also dich) extrem nützlich sein können.

Erst wenn dir absolut nichts mehr einfällt und du ruhigen Gewissens sagen kannst, dass du wirklich alles in deiner Macht stehende getan hast, um ein spezielles Bedürfnis zu befriedigen, ist die Arbeit wirklich erledigt. Wenn dann alle anderen Faktoren stimmen, sollte dein Evergreen Content fertig sein und auch funktionieren.

5. Zeitloses Wissen vermitteln

Deswegen kann es sinnvoll zu sein, zunächst auf Bewährtes zu setzen, wenn du Evergreen Content produzieren willst. Simples Beispiel: Facebook Marketing ändert sich beinahe täglich, bestimmte grundsätzlich Mechanismen allerdings bleiben fast unverändert.

So ist der grundsätzliche Mechanismus, wie du eine eigene Community auf Facebook aufbaust, letztendlich immer gleich – weil es um hochwertige Inhalte geht, mit denen du deine Zielgruppe ansprichst. Die Gewichtung einzelner Faktoren mag variieren, am Ende aber geht es immer um das gleiche Prinzip.

Wenn du thematisch über Dinge schreibst, mit denen du fachlich vertraut bist – umso besser! In diesem Fall kannst du zusätzlich zum zeitlosen Wissen auch noch deine fachliche Expertise einbringen und so noch mehr überzeugen.

Deinem Evergreen Content tut das natürlich gut und das wird sich mit der Zeit auch bei deiner Außenwirkung bemerkbar machen. Je besser deine Inhalte sind und je mehr Menschen sie gut finden, desto eher werden sie natürlich auch geteilt – das liegt in der Natur der Sache.

Wenn ich „zeitlos“ sage, dann meine ich allerdings auch nur „zeitlos“! Ich sehe oft Ansätze im Content Marketing, die zwar auf fundiertem Wissen beruhen, deswegen aber noch lange nicht zeitlos sind – und wenn dieser Faktor nicht erfüllt ist, dann ist das Prinzip „Evergreen Content“ grundsätzlich nicht erfolgreich.

6. Finger weg von kurzlebigen Themen

Im Umkehrschluss bedeutet das für dich, dass du auf keinen Fall kurzlebige Themen für deine Strategie auswählen darfst, wenn du Evergreen Content produzieren willst. Ich habe es oben bereits beschrieben, möchte es aber auch noch auf einen meiner Lieblingssätze herunterbrechen: „Don’t chase the news!“

Vergeude deine Zeit nicht für Themen, die nach ein paar Tagen oder Wochen schon wieder out sein können, wenn du Evergreen Content erstellst. Schau dir stattdessen an, welche Dinge es sind, die deine Zielgruppe schon immer bewegen.

Wenn du bereits über etwas Reichweite verfügst, dann frag deine Leserinnen und Leser, welche Themen sie interessieren. Du wirst sehen, dass ich manche Themen häufen werden – das ist dann dein Ansatzpunkt, um deine Content Strategie in Richtung Evergreen Content anzupassen und zu justieren.

7. Notwendige Optimierungen beachten

Evergreen Content kann seine volle Wirkung nur dann entfalten, wenn er auch gefunden wird. Das Problem: Dein Content kann noch so genial sein, wenn du zum Beispiel im Bereich der Suchmaschinenoptimierung kapitale Fehler machst, dann hast du ein massives Problem.

Sorge also neben allen inhaltlichen Details und Feinheiten vor allem darauf, dass deine Website in den Augen von Google ein wertvolles Produkt ist. Das hängt natürlich in erster Linie vom Content ab – allerdings ist Google zum Beispiel auch ein Strukturfanatiker und fährt total darauf ab, wenn du deine Website so aufbaust, dass Google die Daten möglichst einfach und schnell abrufen kann.

Eine solche Struktur lohnt sich sowohl auf inhaltlicher als auch auf technischer Ebene. Je besser du deine Website angelegt hast, desto eher wirst du auch gute Rankings bei der Google-Suche bekommen.

Diese Rankings sind wichtig, weil dein Publikum über Google auf deine Website aufmerksam wird. Zwar sind Kanäle wie Facebook immer wichtiger geworden – weit oben bei Google gefunden zu werden ist aber immer noch einer der Hauptgründe, warum Websites insgesamt erfolgreich sind.

Auf diese Weise werden vor allem Leute auf dich und deine Inhalte aufmerksam, die gezielt nach solchen Informationen suchen – und darunter können zum Beispiel auch Journalisten oder andere Multiplikatoren sein. Diese Leute recherchieren oft ganz gezielt und nehmen deinen Evergreen Content dann auf, berichten darüber oder nutzen ihn im Rahmen ihrer Berichterstattung.

Solche Entwicklungen können sich als echter Glücksgriff entpuppen. Ich selbst habe über diesen Weg zum Beispiel 2012 meinen Auftritt in der 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau bekommen. Die Redakteurin vom Norddeutschen Rundfunk hatte einen Artikel von mir gelesen, den sie im Rahmen ihrer Recherchen via Google gefunden hatte.

Fazit

Evergreen Content ist einer der effektivsten Wege, Reputation und vor allem Reichweite im Internet aufzubauen. Wenn du deinem (potenziellen) Publikum Inhalte präsentierst, die extrem nützlich sind oder ein konkretes Problem lösen, dann wird man sich an dich erinnern. Mit der Zeit dringen du und deine Website in das Bewusstsein der Nutzerinnen und Nutzer. Ab diesem Zeitpunkt hast du es viel einfacher, auch mit künftigen Inhalten bei diesen Usern zu punkten. Im Rahmen einer ausgewogenen, intelligenten und sinnvollen Content-Marketing-Strategie darf ein angemessener Anteil Evergreen Content also nicht fehlen.