Facebook bekommt möglicherweise Ärger mit der EU. Laut Medienberichten wird sich in Kürze eine Delegation der Europäischen Union mit der neuen Gesichtserkennung für Fotos innerhalb von Facebook beschäftigen. Das soziale Netzwerk hatte die Funktion gestern auch in Deutschland ausgerollt, nachdem in den USA erfolgreich getestet wurde.

EU will Facebook Gesichtserkennung genau prüfen

Auch in anderen der EU zugehörigen Staaten ist die Gesichtserkennung bereits online. Grund genug für die Europäische Union, einen ganz genauen Blick auf die Software und die möglichen Folgen zu werfen. Ein Sprecher sagte, dass die automatische Gesichtserkennung für Fotos, die bei Facebook hochgeladen werden, „viele Risiken für die Nutzer“ hätten.

Problematisch sei laut EU vor allem die Tatsache, dass die Gesichtserkennung vom User aktiv abgeschaltet werden muss. Seitens Facebook erfolgte bisher keine flächendeckende Information zu diesem Thema. Lediglich auf der hauseigenen Fanpage wurde die Angelegenheit thematisiert. Das reiche aber nach Ansicht der EU nicht aus. Die Gesichtserkennung müsse aktiv kommuniziert werden. Außerdem sei die Funktion datenschutzrechtlich bedenklich und müsse genau analysiert werden.

Facebook äußerte sich zu der drohenden Untersuchung EU bisher nicht. Wie man als Nutzer die automatische Erkennung des eigenen Gesichts auf von Dritten bei Facebook hochgeladenen Fotos deaktivieren kann, haben wir bereits gestern auf dieser Seite beschrieben.

Bild: Stephanie Hofschlaeger, pixelio.de