Die EU hat kürzlich erstmals soziale Netzwerke auf ihre Sicherheit für Minderjährige unter die Lupe genommen. 14 Netzwerke wurden überprüft, davon konnten nur zwei so wirklich überzeugen – MySpace und Bebo. Sie haben Standardeinstellungen, bei denen die Profile Minderjähriger nur den bestätigten Kontakten angezeigt werden. Facebook steht mal wieder am Pranger.

Laut der EU sind 77 Prozent der 13- bis 16-Jährigen im Internet aktiv. In der heutigen Zeit müssen diese natürlich auch alle bei sozialen Netzwerken angemeldet sein. Am beliebtesten ist Facebook, doch die EU bemängelt, dass die Standardeinstellungen die Jugendlichen nicht ausreichend schützen. So können die Minderjährigen jederzeit von allen Kontaktiert werden – egal ob Freund oder nicht.

Überzeugen konnte an dieser Stelle Bebo, MySpace, Netlog und SchülerVZ. In ihren Standardeinstellungen ist vermerkt, dass Minderjährige Nutzer nur von bereits bestätigten Kontakten kontaktiert werden können. So wollen die Netzwerke verhindern, dass die Jugendlichen belästigt werden. Dies ist auf Facebook nicht der Fall. Hier werden die Profile sogar den Suchmaschinen freigegeben und jeder Internetnutzer, egal ob bei Facebook angemeldet oder nicht, kann sehen ob die Person ein Profil bei Facebook hat. Wer das nicht will, muss seine Privatsphäre-Einstellungen verändern.

So kann man einstellen, ob das eigene Profil von Suchmaschinen gefunden werden soll:

Rechts oben auf „Konto“ klicken. Anschließend im Menü „Privatsphäre-Einstellungen“ auswählen. Dann bei „Anwendungen und Webseiten“ auf den Link zur Bearbeitung der Einstellungen klicken. Dort findet man den Punkt „Öffentliche Suche“. Rechts daneben auf „Einstellungen bearbeiten“ klicken und auf der daraufhin folgenden Seite den Haken deaktivieren. Anschließend wird die eigene Seite nicht mehr von Suchmaschinen gefunden.