Wer sich viel mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, ist möglicherweise auch schon von Google abgestraft worden. Das passiert vornehmlich dann, wenn man nicht sauber gearbeitet hat und kann vorkommen, wenn es zum Beispiel schnell gehen soll oder „neue Methoden“ zum Test anstehen. Manchmal wurde aber auch schlicht und ergreifend Mist gebaut und dann landet man schneller im „Google-Knast“, als man SEO sagen kann. Dann ist man gut beraten, wenn man weiß, wie man einen erfolgreichen Reconsideration Request an Google richtet. Das muss man tun, wenn man mit seiner Website wieder auf freien Fuß gesetzt werden will. Und weil sich die Google-Abstrafungen speziell in den letzten Monaten wieder gehäuft haben (Pinguin sei Dank), kann ein bisschen Info zum Thema nicht schaden. In diesem Zusammenhang bin ich kürzlich über die folgende Infografik gestolpert, die wirklich mehr als gut aufbereitet ist und die Thematik optimal erklärt.

Erfolgreicher Reconsideration Request: So kommt man aus dem "Google-Knast"

Quelle

Gute Vorbereitung ist wichtig

Wer also weiß, dass die eigene Website mit einer „manual action“ von Google versehen und entsprechend abgestraft wurde, kann mit einem Reconsideration Request dagegenhalten und Google mitteilen, dass man künftig wieder brav mitspielen will. Das klappt aber nur, wenn man vorher ordentlich aufräumt.

Bei einer Abstrafung wegen manipulativem Linkaufbaus ist das grundsätzlich eine einfache Sache – wenn man es mal ganz nüchtern betrachtet. Im ersten Schritt muss man zunächst ermitteln, welche Links überhaupt auf die eigene Seite verweisen. Nach dem Download der Links geht es im nächsten Schritt dann an die Auswertung.

Dafür ist die Nutzung eines entsprechenden Tools empfehlenswert. Am Markt sind einige Tools erhältlich, welches davon den eigenen Erwartungen am meisten entspricht, muss jeder für sich selbst herausfinden.

[BONUS] Gratis PDF eBook und Checkliste: Lade dir das gratis eBook "10 Internet Marketing Tipps, mit denen du deine Website sofort verbesserst" jetzt runter und mach deine Website in wenigen Schritten erfolgreicher. Klick hier auf diesen Link und starte den Download deines kostenlosen eBooks!

Linkabbau ist Pflicht

Auf diese Weise sollte jedenfalls eine sortierte und kategorisierte Liste entstehen, die dann genutzt werden kann, um „schlechte“ Links abzubauen. Das ist für einen erfolgreichen Reconsideration Request extrem wichtig, denn nur der offensichtliche Abbau der minderwertigen Links sorgt dafür, dass man bei Google wieder gute Karten hat.

Linkabbau funktioniert, wenn man die Webmaster, auf deren Seiten sich die entsprechenden Links befinden, kontaktiert und darum bittet, dass die Links entfernt werden. Das klappt nicht immer, manche Webmaster wollen für Linkabbau Geld sehen. Viele Leute verhalten sich aber durchaus korrekt und entfernen die Verlinkungen.

Auf diese Weise verschwinden zahlreiche Links. Wenn das nicht klappt, kann man zur Not Unterseiten, auf die solche Links verweisen, für einen erfolgreichen Reconsideration Request löschen. Andere Möglichkeit: Eine Liste mit den Links, die man nicht entfernen konnte, anfertigen und an Google schicken. Spätestens hier kommt man dann mit dem berüchtigten „Disavow Tool“ in Verbindung.

Links „disavowen“ neuer Trend?

Dieses Tool ist die letzte Möglichkeit, um Links „entwerten“ zu lassen. Heißt im Klartext: Man gibt Google eine Liste von Links, von denen man will, dass Google sie nicht mehr beachtet – aus welchen Gründen auch immer. Diese Liste guckt sich in der Regel zunächst ein Bot an und kein Mensch.

Aus diesem Grund sind „nette Kommentare“ an Google auch eher witzlos. Überhaupt ist das „Disavow Tool“ kritisch zu sehen, weil es eigentlich nur dann genutzt werden sollte, wenn alle anderen Maßnahmen zum Linkabbau versagt haben. Leider wurde es seit seiner Einführung von vielen Webmastern nach einer Abstrafung in großer Hektik viel zu oft verfrüht eingesetzt.

Am Ende der Vorbereitungsphase dagegen sehr wichtig ist eine freundliche Mitteilung an Google, die man im Rahmen des Reconsideration Request hinterlässt. In dieser Nachricht sollte man dann darauf achten, nett und freundlich zu sein und Google zu versichern, dass man solche Linkschweinereien in Zukunft nicht mehr machen wird. Wenn man Erfolge mit verbesserten Linkprofilen aufweisen kann, dann kann man auch darauf gern schon hinweisen.

Fazit

Bei einem erfolgreichen Reconsideration Request geht es schwerpunktmäßig darum, eigenes Fehlverhalten aufzudecken und Google mitzuteilen, was passiert ist und was man bereits getan hat, um die Situation zu verbessern. In diesem Zusammenhang raten viele auch dazu, mögliche externe Verursacher bei Google anzuschwärzen.

Dieses Anschwärzen ist problematisch und man sollte genau überlegen, ob man sich für solche Dinge von Google vor den Karren spannen lässt. Im Prinzip ist es okay, schlechte Links abzubauen und solche, die man nicht abbauen (lassen) kann, entsprechend zu melden. So weiß Google, welche Links vermeintlich schlecht sind. Was genau dann in Sachen Bewertung passiert, das obliegt letztendlich Google.

Wer eine Website retten will und mit „manuellen Maßnahmen“ seitens Google belegt wurde, muss sich anstrengen. Gute Vorbereitung und noch bessere Dokumentation sind Pflicht. Nur wer ganz genau weiß, wo sich die faulen Äpfel im Linkprofil befinden, wird es letztendlich auch schaffen, diese restlos zu beseitigen.