Wer Dienstleistungen, Waren oder Produkte an den Mann oder die Frau bringen will, kennt das Problem: Der moderne Konsument wird heute an jeder Ecke auf Neuigkeiten aufmerksam gemacht. Auch wenn soziale Netzwerke sich konkreter an Interessen einzelner Nutzerinnen und Nutzer orientieren und somit auch in der Lage sind, passendere Werbung auszuspielen, bleibt doch das Problem der Überreizung. Zu viel hat man schon gesehen und um wirklich bemerkt zu werden, muss etwas schon aus der Masse hervorstechen, damit es wirklich interessant ist. Doch ist das tatsächlich so? Und viel wichtiger: Trifft das im Online Marketing zu? Ein Ansatz, den ich 2013 immer öfter gesehen habe, ist der Faktor des emotionalen Kunden. Weg vom Produkt, weg von der Dienstleistung, hin zu einer positiven Erfahrung, die mit einer Sache verbunden wird. Google, Apple und Coca Cola fallen mir da mit ihren emotionalen TV-Spots ein, die immer wieder über die Mattscheiben flimmern. Doch bleiben Botschaften im Online Marketing dank Emotionen ebenfalls besser hängen?

Emotionen im Online Marketing: Schlüssel zum Erfolg?

Verkauf an erster Stelle?

Seien wir ehrlich: Das Produkt muss verkauft werden und im herkömmlichen Vertrieb wird so ziemlich jede Maßnahme eingeleitet, um einem Kunden sicher in den eigenen Hafen zu bringen. Dort kann man sich am besten um ihn kümmern und entsprechend „bearbeiten“, dass das gewünschte Ergebnis erreicht wird.

Dafür gibt es zahlreiche Hebel, die größtenteils aus dem klassischen Marketing stammen. Und an diesen Hebeln ist grundsätzlich auch nichts auszusetzen. Sie sind eben nur mitunter angestaubt und wirken heute nicht mehr so, wie das noch vor 10 Jahren der Fall war.

Nun ist es nicht leicht, für jedes Produkte oder jede Dienstleistung entsprechend mit großen Emotionen aufwarten zu können. Man kennt es von der TV-Werbung: Natürlich ist es schön zu sehen, wie sich die glückliche Hausfrau über die saubere Wäsche freut. Aber berührt das den Konsumenten in irgendeiner Weise?

Gefühle fördern den Verkauf

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Im Internet ist es nicht anders. Auch hier muss man den Kunden erreichen. Eine schlaue Definition von Werbung lautet: „Gute Werbung ist, wenn man auf das Herz des Kunden zielt und die Brieftasche trifft.“ Zugegeben, ein sehr materialistischer Ansatz, doch genau auf diese Art und Weise arbeiten auch die großen Jungs – also Konzerne wie Apple, Google oder Coca Cola.

Hier werden Gefühle erzeugt, um so auch online emotional verkaufen zu können. Im Internet finden sich dafür zahlreiche Anleitungen, doch wer mal in sich geht und überlegt, welche Werbeformen gut funktionieren und welche nicht, dann stellt man schnell fest, dass viele erfolgreiche Produkte in den letzten Jahren mehr und mehr mit Emotionen zu tun haben.

Auch auf Landing Pages trifft das zu. Beispiel Apple: Seit Jahren kommen Website und Shop einheitlich, clean und übersichtlich daher. Das schafft mit der Zeit Vertrauen bei den Käuferinnen und Käufern, die ohnehin Apple bevorzugen. Die Vertrautheit – übrigens eine der stärksten Emotionen überhaupt, die zudem auch noch für ein gesteigertes Wohlbefinden sorgt – bringt bestehende und potenzielle Kunden dazu, sich auch künftig mit den Produkten von Apple zu beschäftigen.

Emotionale Landing Pages funktionieren

Hat man einen Kunden auf diese Weise erreicht und hat man es geschafft, positive Empfindungen in Verbindung mit einem bestimmten Produkt im Kopf des Kunden zu manifestieren, kann man sogar eine lebenslange Bindung aufbauen, die in vielen Fällen durch nichts zu erschüttern ist.

Besonders deutlich wird das bei Auto-Marken. Manche schwören auf BMW, andere auf Audi. Beide Marken wollen nicht nur mit Leistung und Luxus punkten, sondern auch mit einer Verbundenheit zu dem jeweiligen Auto an sich. Die Ausprägung dieses Markenbewusstseins ist wichtig, um Kunden langfristig halten zu können.

Eine emotionale Landing Page zeigt das betreffende Produkt, je eindrucksvoller, desto besser. Eine emotionale Landing Page erklärt dem Betrachter aber auch kurz, schnell und prägnant, was der genaue Vorteil des Produkts ist. Passende Farben, Vertrauenssymbole wie Siegel und Informationen zum Hersteller runden eine solche Landing Page ab. Wer es ganz genau wissen will, arbeitet zusätzlich mit (echten) positiven Kundenstimmen, so genannten Testimonials.

Fazit

Nicht jeder potenzielle Kunde wird weich, nur weil Coca Cola einen herzzerreißenden Spot gedreht hat und nicht jeder Kunde bestellt sofort die neuesten Sneaker, nur weil Nike auf der Landing Page an das sentimentale Sportler-Herz appelliert hat. Allerdings: Solche Maßnahmen, sei es nun on- oder offline, gehen viel schneller in die Köpfe potenzieller Konsumenten und bleiben dort auch. Wer eine solche Strategie online immer wieder anwenden, wird in Sachen Branding auf jeden Fall deutliche Verbesserungen feststellen. Je stärker die Markenbekanntheit, desto größer das Vertrauen in eine Marke. „Wer so bekannt ist, muss ja gut sein“, diesen Spruch kennt man. Für Eingeweihte mag das dummes Geschwätz sein, Tatsache ist aber, dass viele „ganz normale“ Menschen – also auch Internet-User – genau so denken, was sich für die eigenen Zwecke nutzen lässt.