Mehr als die Hälfte der Eltern, deren Kinder Profile bei Facebook haben, spionieren ihre Kinder auf dem sozialen Netzwerk aus. Das hat jetzt eine Studie ergeben. Die Motive sind dabei unterschiedlich.

Ein Großteil der Eltern gab an, dass sie ihre Kinder beschützen wollen, zum Beispiel vor „unangemessenen Gesprächen“ mit anderen. Hier spielt sicherlich die Sorge um den Nachweis generell eine große Rolle. Manche Eltern wollen sich laut Studie aber auch „informieren“, was sich im Leben ihrer Kinder abspielt. Dieses Motiv ist eigentlich schon recht bedenklich, schließlich sollte man auch ohne das Profil seines Kindes bei Facebook wissen, was den Nachwuchs so bewegt.

Die Studie zeigt aber auch, dass viele Eltern scheinbar versuchen, mit den Entwicklungen der digitalen Welt Schritt zu halten. So ist es prinzipiell verständlich, dass man auch mal auf das Profl des Sohnes oder der Tochter schaut, um zu gucken, was sich dort so abspielt.

Im Durchschnitt haben 13- bis 16-Jährige bei Facebook über 100 Freunde, mit denen sie vernetzt sind. Dass man als Eltern diese Kontakte nicht alle kennen kann, ist nachvollziehbar. Trotzdem sollte man Facebook auch als Elternteil verantwortlich nutzen und nicht in der „Privatsphäre“ der eigenen Kinder herumschüffeln.