Inzwischen weiß man, dass Facebook die Daten seiner Nutzer speichert und verwendet. Als eines der einzigen sozialen Netzwerke bietet Facebook mit diesen Daten seinen Nutzern soziale Werbeanzeigen an. Dies ist vielen Nutzern ein Dorn im Auge und sie versuchen sich zu wehren. Fraglich ist, ob Minderjährige diese Problematik erkennen und wie sie sich gegen die Datenschutzprobleme wehren können.

In Amerika haben die Eltern eines Kindes nun Klage gegen Facebook eingereicht. Weitere Eltern schlossen sich dieser Klage an und haben nun eine große Sammelklage gegen Facebook eingereicht. Sie werfen Facebook vor, die Daten ihrer Kinder für Werbung zu nutzen, ohne dass diese explizit hierfür ihre Zustimmung gegeben haben. Dies muss im Staat New York nach aktueller Gesetzeslage jedoch erfolgen.

Auf Grund dieser Klage wird nun auch bei uns in Deutschland näher darüber nachgedacht, was mit den Daten von Minderjährigen ist. Besonders umstritten ist, ob Jugendlichen eigentlich bewusst ist, wie viel ihre Daten wert sind und was alles damit gemacht wird. Hier müssten die Eltern tatsächlich viel mehr Aufklärung betreiben und ihre Kinder hierfür sensibilisieren.

Fraglich ist, ob es nun auf Grund der Klage in Amerika auch in Deutschland zu Rechtsstreiten kommen wird. Zwar ist die Gesetzeslage vergleichbar, dennoch hat die Klage in den USA mehr Aussicht auf Erfolg, da unsere Gerichte eher selten Schadensersatz für Datenschutz- und Persönlichkeitsverletzungen ausspricht – anders als in Amerika. Man darf gespannt sein, wie die Richter in Amerika in diesem speziellen Fall entscheiden werden.