E-Mail Marketing ist eine der ältesten Varianten im Online Marketing. Klar, denn die E-Mail galt lange Zeit als „Killer-Applikation“ und ist auch heute unverzichtbar, wenn man den eigenen Online Marketing Mix sinnvoll bestücken will. Dank E-Mail Marketing lassen sich themenrelevante Verteiler und Listen aufbauen, die sich vielseitig einsetzbar sind. Der Newsletter ist nur eine Variante, vor allem in Sachen Sales und Brand Building ist E-Mail Marketing sehr beliebt und wird auch knapp 20 Jahre nach dem öffentlichen Start des Internets noch viel genutzt. Allerdings hat diese Marketing Disziplin ihre Eigenarten und es gibt Fallstricke, die zu Problemen führen können. Und weil es sinnvoll ist, auch hier eine möglichst hohe Reichweite zu generieren, muss man sich im Vorfeld Gedanken machen, welche Fehler es geben kann. Weiß man um diese oft typischen Fehler, dann kann man sich Ärger ersparen und gleichzeitig dafür sorgen, dass eigene Kampagnen effektiv sind. Genau dafür habe ich eine E-Mail Marketing Checkliste recherchiert und zusammengestellt.

E-Mail Marketing Checkliste: Diese Tipps sind wichtig!

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Markenname in der Adresse des Absenders

Beim Empfang einer E-Mail sieht man auf den ersten Blick zwei Dinge: Die E-Mail Adresse des Absenders und den Betreff. Beides sind kritische Bestandteile, die schon beim Empfang über Erfolg und Misserfolg entscheiden können.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den Markennamen in der Absenderadresse eindeutig zu kommunizieren. Eine simple Angabe wie „name@domain.com“ ist ungünstig. Besser ist die komplette Formatierung mit vollem Namen und Brand.

Ein Beispiel wäre „Björn Tantau | TESTROOM GmbH“. Hier sieht der Empfänger sofort, von wem die E-Mail stammt. So viel Transparenz sorgt für Vertrauen.

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Betreff geschickt als Teaser nutzen

E-Mail Marketing lebt wie viele andere Disziplinen im Online Marketing von guten Inhalten und wer damit nicht dienen kann sollte es lassen. Hat man diesen Content, dann muss man ihn sinnvoll anteasern. Der Empfänger der E-Mail muss also schon durch den Betreff davon überzeugt werden, die E-Mail lesen zu wollen.

Rein werbliche Botschaften schrecken ab. Grundsätzlich sollte der Betreff nicht mehr als acht Wörter und 40 Zeichen beinhalten. Wer die eigene Marke in der Absenderadresse nicht unterbringen kann, will oder darf, kann das zur Not auch im Betreff nachholen. Allerdings geht das dann auf Kosten anderer Inhalte.

Ganz wichtig: Der Betreff muss den Mehrwert der E-Mail deutlich machen. Der Leser muss erkennen, ob – und wenn ja – welchen Vorteil er hat, wenn er mit dem Lesen der E-Mail beginnt. In diesem Zusammenhang dürfen Wörter, die nach Spam riechen, nicht genannt werden.

„Gratis“ wäre ein solches Wort. Nutzt man Begriffe wie „Kostenlos“ oder „Free“, dann kann man davon ausgehen, dass schon hier der Spam-Filter zuschlägt und die E-Mail gar nicht erst zugestellt wird. Verknappung oder Dringlichkeitsmeldungen sind dagegen legitim.

Es spricht nichts dagegen, schon im Betreff klar zu erwähnen, dass es sich für den Leser auszahlen kann, wenn er die E-Mail jetzt sofort konsumiert, weil er sich andernfalls eine gute Gelegenheit entgehen lässt.

Man darf hier nur nicht der Versuchung erliegen, verkaufen zu wollen. Besser ist es, mit einer spannenden „Mini-Vorschau“ auf das hinzuweisen, was noch kommt. Wer es schafft, seinen Leser schon im Betreff „heiß zu machen“, kann sicher sein, dass die Nachricht auch gelesen wird.

Nur Inhalte mit Vorteilen und Mehrwerten veröffentlichen

Newsletter werden beim E-Mail Marketing gern dazu genutzt, auf schon veröffentlichte Inhalte aufmerksam zu machen. Das war zu früheren Zeiten sinnvoll, als es zum Beispiel noch keine sozialen Netzwerke gab. Damals konnten sich interessierte Leser am Wochenende über das informieren, was sich in der vergangenen Woche getan hat.

Jetzt ist das nicht mehr empfehlenswert. Wer heute einen Newsletter veröffentlicht, in dem nur Inhalte recycelt werden, der wird damit keinen Blumentopf gewinnen, weil seine Leser das alles im Zweifel schon via Facebook oder Twitter erfahren haben. Aus diesem Grund bietet sich für einen Newsletter eine exklusive Content Strategie an.

Vorteil: Auf diese Weise rollt man seinen Abonnenten den roten Teppich aus und sie erkennen ganz klar den persönlichen Vorteil. „Was springt für mich dabei raus?“, werden Leute sagen, die mit dem Gedanken spielen, einen Newsletter zu abonnieren. Präsentiert man also hochwertige Inhalte, dann wird dieses Bedürfnis befriedigt.

Wer nicht gänzlich darauf verzichten will, auf schon veröffentlichte Inhalte zu verweisen (schließlich kann das ja Traffic bringen), kann das am Ende seiner Nachricht immer noch tun. Es spricht also vieles dafür, den Leuten ganz genau zu zeigen, dass der Empfang und der Konsum einer Nachricht keine Zeitverschwendung ist. Das gilt übrigens nicht nur für Newsletter, sondern für jede Art von Inhalt, der im Rahmen einer E-Mail Marketing Kampagne veröffentlicht wird.

Auch die Abonnenten eines Newsletters sind letztlich eine Community, die möglichst themenrelevant sein muss, wenn sie konvertieren soll. Für den Markenaufbau und die Userbindung sind solche Mechanismen unerlässlich.

Auf keinen Fall sollte man auch hier nicht der Versuchung erliegen, überwiegend werbliche Botschaften abzusetzen. Das wird auf Dauer abschrecken – auch und vor allem solche Leute, die bereits durch einen gelungenen Betreff „angefüttert“ wurden.

Detaillierte Kontrolle vor dem Versenden

Hat man seine Botschaft im Rahmen der aktuellen E-Mail Marketing Kampagne fertiggestellt, geht es an den Feinschliff. Dafür setzt man im ersten Schritt auf Freunde, Bekannte oder Kollegen, die einen intensiven Blick auf die Nachricht werfen müssen. Oft fallen bei dieser Gelegenheit Rechtschreib- oder Ausdrucksfehler auf, die man übersehen hat.

Auch die Form zum Beispiel eines Newsletters ist extrem wichtig. Im Idealfall hat man die Möglichkeit, zwei Varianten zu verschicken: Eine „Nur-Text-Version“ und eine zweite, aufwendigere Fassung, die auf einem HTML-Template basiert und Grafiken integriert hat. Bei der Text-Fassung ist eine sinnvolle Formatierung Pflicht, mit Absätzen und Zwischenüberschriften, die als Sprungmarken dienen und das Lesen erleichtern.

Eine auf einem HTML-Template basierende Fassung kann auch Grafiken enthalten, die möglicherweise nicht von jedem E-Mail Client angezeigt werden. Aus diesem Grund müssen Grafiken mittels alt-Tag beschriftet werden, damit trotzdem ersichtlich ist, worum es bei den Grafiken geht, wenn sie nicht angezeigt werden.

Sofern sich Links in der E-Mail befinden muss geprüft werden, ob diese Links auch korrekt funktionieren. Gleiches gilt für das Tracking. Es ist unerlässlich, genaue Messungen durchführen zu können. Funktioniert das nicht, dann lassen sich so gut wie keine Aussagen darüber machen, ob die E-Mail Marketing Kampagne funktioniert oder nicht. Auch ist es dann unmöglich, Optimierung vorzunehmen.

In diesem Zusammenhang sind A/B-Tests empfehlenswert. Bezogen auf einen Newsletter bedeutet das, zwei verschiedene Versionen zu verschicken, die zwar inhaltlich gleich sind, sich aber bei Ansprache, Betreff oder Aufmachung unterscheiden.

Durch solche A/B-Tests lässt sich herausfinden, welche Version besser ankommt. Damit hat man eine Basis für notwendige Optimierungen und kann seinen Newsletter im Laufe der Zeit immer weiter verbessern.

Fazit

E-Mail Marketing ist auch in Zeiten sozialer Netzwerke eine sinnvolle Maßnahme, um auf sich aufmerksam zu machen. Mit der richtigen Strategie lässt sich die passende Zielgruppe nicht nur einmalig erreichen, man kann sie dauerhaft an sich binden.

Dafür muss man diesen Usern allerdings Vorteile und Mehrwerte bieten, die sie anderswo nicht bekommen. Und zu hochwertigen Inhalten gehört auch immer eine anspruchsvolle Verpackung.

Beim E-Mail Marketing kommt es also darauf an, andere so gut von sich zu überzeugen, dass diese Personen von der Nützlichkeit der eigenen Inhalte überzeugt sind. In diesem Fall ist es zusätzlich auch viel leichter, die so entstehende Community als Multiplikator zu nutzen, damit die eigene Reichweite weiter wachsen kann.