Auf der Suche nach der Google-Alternative im Internet: gibt es sie wirklich, oder ist der Gedanke an eine andere Suchmaschine, die mir mein digitales Leben ähnlich vereinfachen könnte, wie Google es tut, absolut utopisch? Vermutlich gibt es sie (schon heute), aber sie einfach nicht die nötige Popularität erreicht. Wie sollte das auch klappen, schließlich ist Google allmächtig. Und wer mit den Ergebnissen zufrieden ist, geht gar nicht erst auf die Suche nach einer sinnvollen Google-Alternative. Trotzdem: die anderen Suchmaschinen sind da. Aber taugt wirklich keine von ihnen als Google-Alternative? Das wollte ich genauer wissen und habe mich intensiver umgeschaut. Lies im folgenden Artikel, welche überraschenden, ernüchternden und vorhersehbaren Erkenntnisse ich dabei gewinnen konnte.

Die Google-Alternative: Gibt es sie wirklich (nicht)?

Google-Alternative, wo bist du?

Die Suche nach einer Google-Alternative beginnt auf Google. Lustig, oder? Ich tippe in den Suchschlitz „Google-Alternative“ ein und schaue, was mir für Ergebnisse geboten werden. Von hier aus ist eine Recherche dann nicht mehr so schwierig.

Paradoxerweise stellt sich keine alternative Suchmaschine selbst als solche vor. Vom SEO-Standpunkt aus gesehen wäre es extrem clever, wenn sich einer der Anbieter entsprechend präsentieren würde.

Das ist aber nicht der Fall und so schaue ich mir „zu Fuß“ an, was die einzelnen Suchmaschinen zu bieten haben. Fakt ist nämlich: es kommt nicht nur darauf an, ob eine Suchmaschine grundsätzlich das Zeug zur Google-Alternative in Sachen Suche hat, auch wenn das seltsam klingen mag.

Doch wenn mir die Suchmaschine nicht mindestens auch ähnlich gute Suchergebnisse präsentiert, dann sieht es schlecht aus. Denn Suchergebnisse sind das, was eine Suchmaschine nachvollziehbarerweise ausmachen.

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Deswegen ist es so wichtig, dass dieser Aspekt überzeugt. Mal ganz abgesehen von all den anderen Services, die Google bietet: ich möchte eine Google-Alternative, die mir hilft, genau das zu finden, was ich suche.

Konkurrenz muss einfach mehr bieten

Blekko ist mir ein Begriff, weil diese Suchmaschine gern mal durch die Blogosphäre rauscht, wenn es darum geht, kostenlos auf „SEO-Daten“ zurückzugreifen. Unabhängig davon, wie gut die Suche an sich ist, muss man zum jetzigen Zeitpunkt aber feststellen, dass diese Funktion nicht mehr frei verfügbar ist.

Stattdessen benötigt man einen Account, um die Daten zu bekommen. In diesem Sinne also keine echte Google-Alternative, denn solche Daten bekommt man bei Google schon seit Jahren nicht mehr – es gibt also in der kostenlosen Version faktisch keinen echten Unterschied.

Blekko

Zwar zeigt Google Backlinks zu einer Domain an – diese Daten sind aber sehr spärlich und haben überhaupt keine Aussagekraft. Zudem gibt es heutzutage reihenweise Tools, mit denen man sein Backlink-Profil scannen kann.

Blekko ist in diesem Punkt also keine Google-Alternative. Doch wie steht es mit der Suche an sich? Grundsätzlich nicht viel Neues, man sucht nach einem Begriff und es werden diverse Treffer angezeigt.

Die Qualität dieser Daten wirkt auf den ersten Blick solide. Weil man aber eben solche Ergebnisse auch bei Google bekommt, ist Blekko auch hier keine echte Alternative.

Datenschutz allein reicht nicht

DuckDuckGo hat sich nach den leidigen Erfahrungen mit dem NSA-Skandal als Suchmaschine präsentiert, die die Daten der User respektiert. Soll heißen, dass es nicht so ist wie bei Google, als User werde ich nicht durchleuchtet, meine Daten (IP-Adresse, etc.) werden nicht gespeichert und ich muss mich auch nicht zwingend einloggen.

Auch Google lässt sich ohne Einloggen bedienen, man verzichtet dann eben nur auf zusätzliche Services und muss bei Produkten wie Google Mail draußen bleiben. An sich nicht schlimm, doch reicht der Verzicht, die Eingaben der User zu verfolgen, wirklich aus, um eine echte Google-Alternative zu sein?

Grundsätzlich schon, denn auch DuckDuckGo zeigt sehr viele Ergebnisse an, die mich bei der Recherche zu bestimmten Themen definitiv weiterbringen. Vielleicht liegt es einzig daran, dass man als langjähriger Internet-Nutzer an Google gewöhnt ist.

DuckDuckGo

Logischerweise bietet DuckDuckGo eine ähnliche User Experience, wie das bei Google der Fall ist. Allerdings, und das ist wohl eines der größten Probleme, hat man sich in der Tat wirklich so stark an Google gewöhnt, dass es etwas dauert, bis man sich an die andere Aufmachung gewöhnt hat.

Berücksichtigt man also den Aspekt des Datenschutzes, dann kann DuckDuckGo in der Tat als Google-Alternative herhalten. Die inzwischen wieder zurückgegangene Beliebtheit zeigt aber, dass es nicht reicht, nur auf Sicherheit zu spielen.

Für eine echte Google-Alternative müsste DuckDuckGo sein Leistungsangebot noch deutlich ausbauen und dafür sorgen, dass man als User einen so großen Vorteil von der dortigen Suche hat, dass man nie wieder zu Google zurückkehren will. Das sehe ich aktuell so aber nicht und deswegen ist auch DuckDuckGo aus meiner Sicht keine 100%ige Google-Alternative.

Unschlagbarer Datenbestand bei Google

IxQuick geht sogar noch einen Schritt weiter und erklärt sich selbst zur „diskretesten Suchmaschine der Welt“. Taugt dieser Anbieter also als sinnvolle und vor allem mehrwertige Google-Alternative?

Eine erste Suche mit IxQuick zeigt ein schon etwas vertrauteres Layout. So hat man sich in weiten Teilen an der Aufmachung von Google orientiert, auch die Farben der Suchergebnisse ähneln sehr stark denen, die man bei Google zu Gesicht bekommt.

Interessant: IxQuick bietet unter jedem Suchergebnis einen Link an, der mit „Proxy“ betitelt ist. Hier muss man kein Genie sein, um zu wissen, dass eine alternative Verbindung genutzt wird, um das Suchergebnis anzuzeigen.

Und so wird man beim Klick auf „Proxy“ dann auch zu einer Seite innerhalb von IxQuick weitergeleitet, die die eigentliche Ergebnisseite in einem Frame anzeigt. So kann die Ergebnisseite in ihren Logfiles nicht nachvollziehen, woher der Besucher wirklich kam.

IxQuick

In Sachen Datenschutz ist das ein eindeutiger Vorteil, der IxQuick schon in die Lage versetzt, eine gute Google-Alternative zu sein. Problem: durch die Verbindung über den Proxy-Server via IxQuick werden Funktionen der Zielseite teilweise nicht richtig ausgeführt.

Eine unschöne Sache, schließlich erwarten Internet-User heutzutage definitiv, dass eine Website korrekt funktioniert. Als Google-Alternative könnte sich IxQuick nun herausreden und auf den Datenschutz hinweisen.

Das wird auch getan und der Hinweis auf den Schutz meiner Daten folgt in einer kleinen Botschaft am oberen Rand des Fensters im Browser. Ärgerlich ist das dennoch, vor allem dann, wenn zum Beispiel Formulare nicht richtig funktionieren.

Hier nützt dann auch die Privatsphäre nichts. Wenn ich ein Formular benutzen will und das nicht funktioniert, dann bin ich als User nicht begeistert.

Was man machen könnte: die URL der Zielseite neu in den Browser eingeben. Dann allerdings ist man wieder mit allen Konsequenzen sichtbar und riskiert, dass die Zielseite eben die Daten bekommt, die man eigentlich für sich behalten wollte.

IxQuick bietet auch „Proxy aufheben“ an. Interessante Sache, möchte man meinen – doch bei einem Klick auf diesen Button wird im oberen Frame im Browser-Fenster zwar die Zielseite angezeigt, der untere Frame verschwindet aber nicht.

Das sieht nicht nur schlecht aus, es heißt auch, dass ich als Nutzer keine zufriedenstellende User Experience bekomme. Und da fragt man sich nachvollziehbarerweise, wie das sein kann – will man die User absichtlich wieder zu Google locken, möchte man überhaupt keine Google-Alternative sein?

Schwer zu sagen, doch aus meiner Sicht bietet sich IxQuick für eine schnelle Recherche an. Die Ergebnisse machen einen soliden Eindruck und sofern man nicht extrem in die Tiefe gehen will, ist IxQuick schon als Google-Alternative zu gebrauchen.

Antworten sind (fast) immer besser als Fragen

Wolfram Alpha könnte auch eine Google-Alternative sein. Wirft man allerdings einen intensiven Blick auf dieses Produkt, dann wird schnell klar, dass das Konzept hier gänzlich anders ist, als wir das von Google kennen.

Wolfram Alpha ist angetreten, um Fragen der User zu beantworten. Im Klartext: will man die Antwort auf etwas wissen, dann „fragt“ man Wolfram Alpha.

Keine echte Google-Alternative im klassischen Sinn, vielleicht aber eine sinnvolle Weiterentwicklung oder zumindest eine lohnende Ergänzung? Das lässt sich nur mit einem Test herausfinden, denn nur dann weiß man, ob die Antworten von Wolfram Alpha auch wirklich nützlich sind.

Wolfram Alpha

Und tatsächlich: gibt man „What is the Distance to Pluto“ bei Wolfram Alpha ein, dann gibt es ziemlich schnell eine passende Antwort. 31,76 astronomische Einheiten, was knapp 3 Milliarden Meilen entspricht.

Diese Frage wäre also geklärt und wenn ich nur diese Frage hätte, dann wäre Wolfram Alpha definitiv eine echte Google-Alternative. Allerdings: gibt man die gleiche Frage bei Google ein, dann erhält man die identische Antwort.

Auch Google weiß, dass Pluto 39,5 astronomische Einheiten entfernt ist. Aber Moment mal… hatte Wolfram Alpha nicht einen kleineren Wert ausgespuckt?

In der Tat: 31,76 astronomische Einheiten meint Wolfram Alpha. Falsche Daten also oder hat sich Google geirrt?

Die Antwort ist simpel: Google geht von der Entfernung Plutos zur Sonne aus, Wolfram Alpha meint die Entfernung von Pluto zur Erde. Hier ist Wolfram Alpha zumindest sinnvoller, denn wenn es möglich wäre, den Pluto zu erreichen, dann würde mich natürlich die Entfernung von der Erde interessieren, schließlich würde ich nicht erst zur Sonne fliegen wollen, um dann Pluto zu besuchen.

Wolfram Alpha ist also auf jeden Fall interessant, aber definitiv keine Google-Alternative. Dazu fehlt dem Anbieter einfach zu viel und für schnelle und einfache Recherchen, bei denen man eventuell gar keine Antwort auf eine Frage sucht, bietet sich doch eher Google an.

Keine echte Google-Alternative in Sicht

Gibt es also doch keine Google-Alternative? Darauf ein klares „Jein“! Grund: natürlich kann man sich aus Sicht des Datenschutzes dafür entscheiden, DuckDuckGo oder IxQuick zu nutzen, denn dann ist man auf der sicheren Seite.

Für die Qualität der Suchergebnisse ist und bleibt Google wohl der Benchmark. Keine andere Suchmaschine hat so viele Daten und macht das Suchen so komfortabel. Es ist immer gut, seine Daten zu schützen, sobald es aber um Komfort und Einfachheit geht, sind viele Menschen der Ansicht, dass man auf den Datenschutz auch mal verzichten kann.

Ich persönlich halte es weiterhin für denkbar, dass es irgendwann eine echte Google-Alternative gibt. Das wird aber ganz sicher noch eine Weile dauern und möglicherweise wird es auch gar nicht passieren.