Es ist längst kein Geheimnis mehr, Facebook will 2012 den IPO, den Gang an die Börse wagen. Trotz allem kocht die Gerüchteküche um den geplanten Zeitpunkt im Mai. Anlass zu diesen Spekulationen bietet Facebook durch einen dreitägigen Stopp seit dem 25. Januar 2012 des privaten Handels mit seinen Wertpapieren, so Medienberichte.

Auch wenn sich der Gründer und CEO von Facebook Mark Zuckerberg immer wieder gegen einen übereilten Börsengang ausgesprochen hat, könnte dieser Verkaufsstopp durchaus als ein Zeichen für einen früheren Zeitpunkt für den IPO gewertet werden. Die Anteile von Facebook wurden unter anderem in jüngster Vergangenheit auf Sekundärmärkten wie SharesPost oder auch über SecondMarket seitens der ersten Aktionäre aber auch der Mitarbeiter gehandelt.

So ist es möglich, dass das milliardenschwere Unternehmen Einkünfte erzielen kann und sich dabei nicht gleichzeitig den strengen Auflagen der Börsenaufsicht beugen muss. Begibt sich Facebook aber nun in die Vorbereitungsphase für den IPO, ergeben sich damit auch zugleich neue und strenge Anforderungen, denen das Unternehmen unbedingt entsprechen muss. Würde Facebook beispielsweise bei der Informationsvergabe Aktionäre bevorzugt behandeln, dies gilt auch für eine unwissentliche Bevorzugung, würde dem Unternehmen Klage drohen.

Die Gründe, weshalb sich Zuckerberg immer wieder gegen einen frühzeitigeren IPO ausgesprochen hat, liegen auf der Hand. So besteht durchaus die Gefahr, in diesem Zusammenhang wertvolle Mitarbeiter zu verlieren, die die Chance nutzen, die eigenen Anteile schnellstmöglich in entsprechende Geldwerte umzuwandeln. Schätzungen zufolge ist es möglich, dass Facebook mit dem Börsengang 10 Milliarden Dollar einnimmt. Umgerechnet bedeutet dies einen Unternehmenswert von satten 100 Milliarden Dollar. Mit diesen Zahlen wird deutlich, der Ausblick auf einen Börsengang und der Erhalt von entsprechend wertvollen Optionen stellen eine effiziente und lukrative Motivation für die Mitarbeiter dar.