Ja, ich weiß schon: Google+ ist eine Geisterstadt. Diesen Spruch hört man immer wieder, auch wenn er natürlich NICHT zutrifft. Hintergrund der falschen Behauptung, Google+ sei eine Geisterstadt, ist der ewige Vergleich zum Konkurrenten Facebook. Mal ehrlich: Im Vergleich zu Facebook ist irgendwie jedes soziale Netzwerk mehr oder weniger eine Geisterstadt, auch etablierte Plattformen wie Twitter können insgesamt gesehen nicht das an Interaktion liefern, was man von Facebook gewöhnt ist. Das heißt aber noch lange nicht, dass Google+ nicht funktioniert! Richtig angewendet lässt sich mit Google+ sehr viel Aufmerksamkeit erzeugen und natürlich auch Traffic. Man muss eben nur wissen, welche Hebel die richtigen sind, um Google+ erfolgreich zu nutzen. Aus diesem Grund stelle ich mit diesem Artikel einige nützliche Maßnahmen vor, mit denen du die Interaktion auf Google+ deutlich verbessern kannst.

Die Erfolgsformel für deutlich mehr Interaktion auf Google+

Quelle

Wertvolle Erkenntnisse dank Big Data

CircleCount ist ein Tool, das schon seit dem Start von Google+ im Jahr 2011 existiert. Aus diesem Grund hat CircleCount auch einen der besten Datenbestände, wenn es um Infos, Zahlen und Fakten zu Google+ gibt.

Mit dieser Datenbasis kann man einiges anfangen – zum Beispiel schicke Auswertungen fahren, um genau zu ermitteln, was auf Google+ funktioniert und was nicht. Denn unter uns: Der subjektive Eindruck mag schön und gut sein, wenn man aber etwas mit Big Data beweisen oder widerlegen kann, dann ist das meiner Meinung nach sehr viel besser.

Für die Untersuchung aus der obigen Infografik standen fast 9 Millionen Google+ Postings von circa 10.000 Profilen und Unternehmensseiten zur Verfügung. Daraus lasst sich ableiten, was man machen muss, um auf Google+ mehr Interaktionen zu erzeugen – und wie man sich der Erfolgsformel nähert.

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Perfekt: Hochwertige Fotos mit passenden Texten

Am meisten werden auf Google+ Fotos geteilt: Mit 57 Prozent liegen sie klar an der Spitze, erst weit dahinter mit 27 Prozent kommen Links. Videos und reine Texte vereinen jeweils acht und sechs Prozent auf sich. Sehr deutlich also: Wer auf Google+ durchstarten will, sollte auf qualitativ hochwertige Fotos setzen, denn das ist eindeutig der beliebteste Content.

Der Eindruck besonders erfolgreicher Fotos bestätigt sich auch, wenn man ins Detail geht: Fotos bekommen am meisten +1s, werden am meisten kommentiert und, wie schon erfahren, am häufigsten geteilt. Erst bei anderen, ebenfalls auf Google+ vertretenen Inhalten werden Unterschiede sichtbar.

So werden Texte auf Google zum Beispiel wenig geteilt, dafür aber umso mehr kommentiert, das Gleiche gilt für Events und Hangouts. Interessant, wenn auch aus meiner Sicht wenig überraschend: Natürlich werden Events und Hangouts mehr kommentiert, hier passieren schließlich Dinge, die oft auch eines Kommentars würdig sind.

Mehr Interaktion bedeutet mehr Reichweite

Fotos bekommen laut Infografik 149 Prozent mehr +1s, 136 Prozent mehr Kommentare und werden wie schon erwähnt auch deutlich mehr geteilt (+133 Prozent). Doch nicht nur Fotos sind Treiber für Interaktionen auf Google+, auch mit der Länge seiner Postings lässt sich die Interaktionsrate positiv beeinflussen.

So schneiden Posts mit mehr als 100 Zeichen in allen Bereichen deutlich besser ab als Posts mit weniger als 100 Zeichen. Diese Zahlen zeigen, dass sich Google+ gegenüber Twitter deutlich abgrenzt. Erläuternde Texte mit einer gewissen Länge tragen dazu bei, dass der eigentliche Inhalt viel erfolgreicher abschneidet.

Ähnliche Erfahrungen habe ich persönlich übrigens auch gemacht – und das gilt nicht nur für Google+. Auch auf Facebook funktioniert dieses Prinzip sehr gut und hat sich aus meiner Sicht bewährt. So gesehen sind sich Facebook und Google+ also ähnlich, auch wenn es trotzdem komplett unterschiedliche soziale Netzwerke sind, die sehr differenzierte Ziele verfolgen.

Fazit

Die Untersuchungen von CircleCount machen deutlich, was auf Google+ funktioniert und was nicht. Reines „Link Dropping“, also das Posten einzelner Links ohne ergänzende Mittel, ist zum Beispiel nicht zu empfehlen, denn die Interaktionsraten werden davon nicht positiv beeinflusst.

Auch reine Text-Postings bringen nicht viel. Google+ scheint sich als ein optisches Netzwerk etabliert zu haben und wenn man der Untersuchung von CircleCount Glauben schenken will, dann sind Fotos der Renner auf Google+. Nicht umsonst hält sich schon seit Gründung von Google+ das hartnäckige Gerücht, dass das soziale Netzwerk aus dem Hause Google vor allem bei professionellen Fotografen sehr beliebt ist.

Dieser Eindruck bestätigt sich und die harten Zahlen belegen, dass Fotos mit erläuternden Texten über 100 Zeichen die größten Erfolge bringen. Das allein zählt aber natürlich nicht, denn der Content an sich muss ebenfalls entsprechend erstklassig sein. Die Erfolgsformel auf Google+ hängt also mit hochwertigen Fotos zusammen, die mit guten Texten angereichert werden und damit viele Interaktionen hervorrufen. So einfach kann Social Media sein…