Eigentlich hab ich es nicht so mit Jahresrückblicken und 2013 ist ja nun auch schon ein paar Tage Geschichte. Im Fall der 5 wichtigsten Google+ Updates hab ich mich jedoch dazu hinreißen lassen, eine Ausnahme zu machen. Grund: Diese Updates haben in der Tat Spuren hinterlassen und das ist das schon einen genaueren Blick wert. Ähnlich wie auch andere soziale Netzwerke hat Google+ mittlerweile eine sehr hohe Innovationsgeschwindigkeit erreicht. Das wirkt sich auf den Umgang mit dem weltweit zweitgrößten sozialen Netzwerk aus und sorgt natürlich dafür, dass die Netzgemeinde immer wieder etwas zu berichten hat. Zugegeben: Viele Updates hat man teilweise auch gar nicht bemerkt – oder sie waren komplett überflüssig, beziehungsweise nur wichtig für technische Details, die unbemerkt im Hintergrund liefen. Solche Neuerungen müssen auch sein, wirklich spannend sind sie nicht. Doch welche Updates waren denn nun „spannend“? Ich hab ein bisschen recherchiert und bin der Meinung, dass das hier die 5 wichtigsten Google+ Updates 2013 waren…

Die 5 wichtigsten Google+ Updates 2013

Google+ Sign In

Erst heute wurde hier über die Aufholjagd von Google+ im Bereich der „Social Logins“ berichtet. Diese Aufholjagd geht auf den Erfolg des Updates zurück. Mit „Google+ Sign In“ ist es möglich – wie man das auch von Twitter oder Facebook kennt – auf einer Website eine entsprechende Schnittstelle zur Verfügung zu stellen, mit der sich User für einen Service anmelden können. Vorteil: Weil alle Daten schon bei Google+ gespeichert sind, entfällt das lästige Ausfüllen von Registrierungsformularen. So gesehen ist Google+ Sign In eines der bedeutenden Updates, die dafür gesorgt haben, dass Google+ in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit bekommen hat.

Integration von Google+ in YouTube

Bei der Integration von Google+ in YouTube gab es 2013 mächtig Krach. Viele YouTube-User reagierten empört und schlossen sich zu Gruppen zusammen, die mittels Petitionen versuchten, vor allem das verhasste neue Kommentarsystem wieder wegzuprotestieren. Doch Google, das ja Eigentümer von YouTube ist, kennt hier keine Gnade, Google+ und die entsprechende Kommentarfunktion sind in YouTube integriert und das wird auch so bleiben. Aus Sicht von Google nur verständlich: Google+ soll bekannter werden (ein Trend, der 2014 anhalten wird) und so wird jede bestehende Möglichkeit genutzt, um mehr Reichweite zu erzeugen.

Neues Design im User Interface

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Im März 2013 gab es optische Änderungen auf Google+, die dafür sorgten, dass das soziale Netzwerk insgesamt aufgeräumter und auch, wie ich finde, jetzt moderner erscheint. Mit der Headergrafik wurde auch herumgespielt – die aktuelle Lösung mag gewöhnungsbedürftig sein, ist aber mit Sicherheit übersichtlicher und vor allem zielführender. Vor allem für die Google+ Unternehmensseiten bedeutet dieses Google+ Update einen Schritt nach vorn. Daran hat auch Google Interesse, schließlich will man die Firmen an Google+ binden, um auch so wieder die Reichweite zu erhöhen. Und ein verbessertes Design kann da nie schaden.

Google Talk + SMS = Hangouts

Vor allem User von Android-Smartphones bemerkten dieses Google+ Update ziemlich schnell: In der zweiten Jahr verschmolzen Google Talk und SMS zu „Hangouts“. Wofür es vorher zwei Apps auf dem Handy gab, blieb eine zusammenfassende App. Auch das ist auch der Sicht von Google sinnvoll, weil so gleichfalls der Fokus auf Google+ gelegt wird. Viele User reagierten jedoch (verständlicherweise) eher ungehalten, weil nun auf den ersten Blick nicht mehr eindeutig sichtbar ist, ob es sich um eine SMS oder um eine Nachricht von Google+ handelt. Die Google+ Hangouts werden allerdings auf die gleiche Weise gestärkt und natürlich will Google auf diese Weise mehr User dazu bringen, Hangouts zu nutzen. Die Zwangsehe von Google Talk und SMS auf Android-Smartphones was also ein logischer Schritt.

„Auto Awesome“-Funktion für Bilder und Videos

Was bei den Usern allerdings durch die Bank weg gut ankam, war die neue „Auto Awesome“-Funktion. Was sie tut? Sie verbessert einzelne Fotos oder Videos oder erstellt aus einzelnen Fotos Bilderserien, die mit Animationen oder Effekten versehen werden. Beispiel: Zu Weihnachten vor zwei Wochen war es extrem beliebt, den eigenen Weihnachtsbaum mit ein paar Effekten von „Auto Awesome“ pimpen zu lassen. Das beschränkte sich in den meisten Fällen zwar auf Glitzer-Effekte und ähnliche Spielereien, verfehlte bei den Nutzerinnen und Nutzern aber nicht das Ziel.

Fazit

2013 gab es ein paar wegweisende Google+ Updates, 2014 wird man sich ganz sicher weitere „Highlights“ einfallen lassen – und wer weiß: Vielleicht sehen wir ja schon in ein paar Wochen ein neues Updates, das uns staunen lässt. Fakt ist, dass Google es mit Google+ ernst meint. Wer das immer noch nicht einsehen will, dem ist meiner Ansicht nach nicht mehr zu helfen. Und es ist zweitrangig, ob Google+ mehr Reichweite als Facebook erzielen wird, denn darum geht es Google nicht. Für Google ist es wichtig, die eigenen Nutzerinnen und Nutzer noch enger zu binden, damit man von diesen Usern natürlich mehr Daten bekommt. Nur so können die personalisierten Suchergebnisse verbessert werden und nur so kann zum Beispiel auch die Werbung auf Google besser werden (klickt angeblich nie jemand drauf, trotzdem wirft AdWords jedes Quartal Milliarden US-Dollar ab – aber das ist eine andere Geschichte). 2014 wird noch nicht das Entscheidungsjahr im Social Web, aber der „Tag der Abrechnung“ rückt näher – und Google+ bringt sich in Stellung.