Backlinks, im Volksmund gern auch einfach nur „Links“ und von Wikipedia „Rückverweise“ genannt, sind auch dieses Jahr das Salz in der SEO-Suppe. Problem: Die „richtigen“ Backlinks werden immer seltener und somit schwerer zu bekommen. Schuld daran ist Google, das mit immer neuen Updates und Aufdeckungen von Linknetzwerken dafür sorgt, dass bisher erfolgreiche Maßnahmen nicht mehr ohne weiteres funktionieren. Was also tun? Linkaufbau einstellen und nur noch Social Signals generieren? Das kann nicht die Lösung sein. Linkaufbau ist natürlich weiter wichtig, denn Google giert nach Backlinks – es müssen nur eben „die richtigen Backlinks“ sein. Doch was ist „richtig“? Das bestimmt Google. Allerdings, und das ist die gute Nachricht, gibt es einige Merkmale an denen man einen perfekten Backlink erkennt. Mann muss sie nur zu deuten wissen…

Die 11 wichtigsten Merkmale eines perfekten Backlinks

Bild: © James Thew, fotolia.com

1. Linkgebende Seite wird im Google-Index gelistet

In Zeiten massenhafter Deindexierungen vermeintlicher Spam-Projekte einen ersten Blick definitiv wert: Ist die Seite, von der man einen Backlink haben will, überhaupt noch im Google-Index? Wenn nein, Finger weg. Ein solcher Backlink bringt nichts – außer Ärger, denn Google hat auch deindexierte Seiten immer noch auf dem Schirm. Genau aus diesem Grund muss man auch einst aufgebaute Backlinks entfernen, wenn sich diese Backlinks auf einer deindexierten Seite befinden.

2. Google sieht linkgebende Seite als Authority an

Ganz anders das Gegenbeispiel: Wenn Google eine Seite richtig gut findet, dann wird das auch nach außen deutlich. Hinweise können das Vorhandensein von Sitelinks in den Suchergebnissen sein. Ein deutliches Zeichen dafür, dass Google eine Seite als „Authority“ ansieht und den darauf bereitgestellten Inhalten vertraut. Von einer solchen „Autoritäts-Seite“ möchte man auf jeden Fall einen Backlink haben.

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3. Verlinkende Seite hat selbst viele hochwertige Rankings

Der Blick in die Suchergebnisse verrät auch, ob eine Seite selbst viele Rankings hat. Wichtiger ist allerdings, wie gut diese Rankings sind. Die Suchergebnisse können da in der Regel schon viel verraten, auch ein Ausflug in das persönlich bevorzugte SEO-Tool kann Erkenntnisse bringen. Ist die Sichtbarkeit hoch, dann existieren in der Regel auch zahlreiche gute Rankings. Ein ganz klares Zeichen also für die Güte einer Seite, die sich für den Aufbau von Backlinks eignet.

4. Wenig ausgehende Links auf linkgebender Seite

Schöner Nebeneffekt: Die Seite, auf der ein Backlink entstehen soll, verlinkt selbst wenig auf andere Seiten. Weniger Konkurrenz führt dazu, dass der einzelne Backlink mehr Stärke hat. SEO-Experten sprechen auch gern von „Linkjuice“, der dann viel heftiger fließt. Bedauerlicherweise führte diese Einstellung in der Vergangenheit oft auch zum häufig kritisierten „Linkgeiz“. Ganz objektiv betrachtet ist es für den eigenen Backlink aber natürlich besser, wenn er möglichst viel „Linkjuice“ bekommt.

5. Erkennung sauberer Optimierungs-Methoden auf verlinkender Seite

Wenn ein Backlink seine volle Wirkung entfalten soll, dann muss die Seite, von der dieser Backlink kommt, sauber sein. Manipulative Maßnahmen sind tabu, ein Blick in den Quellcode der Seite kann schon erste Erkenntnisse bringen, ob die Seite vernünftig optimiert wurde oder nicht. Google selbst kann viele manipulative Maßnahmen vor allem im Onpage-Sektor mittlerweile sehr gut erkennen. Wer also durch seinen Backlink mit solchen Maßnahmen in Verbindung gebracht wird, muss unter Umständen mit Nachteilen rechnen.

6. Linkgebende Seite bietet einzigartigen und hochwertigen Content

Hochwertige Inhalte, die nützlich sind und einen echten Mehrwert bieten, sind am besten – das sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass eine linkgebende Seite, die inhaltlich entsprechend aufgestellt ist, einen ganz klaren Vorteil für die Platzierung eines Backlinks bietet. Man erkennt einen guten Backlink also auch daran, ob er sich auf einer solchen Seite befindet – oder ob er auf einer Seite auftaucht, die es mit der inhaltlichen Qualität nicht so genau nimmt oder im schlimmsten Fall sogar kopierten Content anbietet.

7. Verlinkende Seite hat selbst viele hochwertige Backlinks

Was für die eigene Website gilt ist selbstverständlich auch für linkgebende Seiten enorm wichtig. Ein Internet-Projekt, das selbst zahlreich und qualitativ hochwertig verlinkt ist, stellt eine optimale Umgebung auch für den eigenen Backlink dar. Auf der anderen Seite ist ein Backlink nicht oder nur wenig wertvoll, wenn er von einer schwach verlinkten Seite kommt.

8. Kein Einsatz von nofollow oder anderen Attributen

Augen auf beim Linkaufbau! Manche Websites „entwerten“ Backlinks durch den Einsatz des nofollow-Attributs oder anderen Methoden. Auch per Weiterleitung oder via Javascript lässt sich ein Backlink, der auf den ersten Blick sauber erscheint, faktisch abschalten. Solche Backlinks sind sinnlos, wenn sie komplett entwertet sind. Jedes natürlich gewachsene Linkprofil hat zwar einen bestimmten Anteil an nofollow-Links, wer aktiv Backlinks einsammeln will, wird aber eher nicht an solchen Links interessiert sein.

9. Linkgebende Seite hat einen hohen PageRank

Der PageRank hat in den letzten Jahren dramatisch an Bedeutung verloren. War es früher für viele das Maß aller Dinge, ist er heute nur noch ein Faktor von vielen. Trotzdem: Wenn eine Seite auf den ersten Blick hochwertig erscheint, kann ein schwacher PageRank ein Indiz für eine Abstrafung sein. Das vor allem dann, wenn es in der Vergangenheit einen negative Veränderung beim PageRank gegeben hat. Darauf muss man ein Auge haben und im Zweifel auf die Platzierung eines Backlinks verzichten.

10. Nutzung relevanter Linktitel bei allen Backlinks

Qualitativ hochwertige Backlinks haben in der Regel einen thematisch relevanten Linktext. Das ist sinnvoll, weil nur so das passende Signal für Google mitgegeben werden kann. Ein solcher Linktext ist kein Zwang, aber wünschenswert. Ein qualitativ hochwertiger Backlink ist daran zu erkennen, dass auch der Linktext sinnvoll gewählt ist. Auf der anderen Seite erkennt man unpassende Backlinks zum Beispiel daran, dass sie einen Linktext haben, der thematisch überhaupt nicht zu der Seite passt, auf dem er sich befindet.

11. Linkgebende Seite verlinkt aus Fließtext, nicht aus Footer, etc.

Backlinks, die im Footer oder in der Sidebar einer Website stehen und zudem im schlimmsten Fall auch noch isoliert mit wenig Text daherkommen, sind mittlerweile problematisch. Einen guten Backlink erkennt man auch an seiner Position auf einer Seite. Hier gilt nicht nur, dass es besser ist, je weiter oben ein Backlink in einem HTML-Dokument platziert ist (Google unterstellt höhere Relevanz, wenn dem so ist). Wichtig ist auch die Umgebung und hier ist eine Position direkt im Content, also im Fließtext, eindeutig zu bevorzugen. Andere Positionen müssen nicht partout schlecht sein – der Weg direkt in den Content ist aber immer die bessere Wahl.