Panda, Panda und nochmals Panda. Zugegeben: So langsam kann einem der pelzige kleine Bär leid tun, der als Namenspate für das/die Google Update/s herhalten muss, denn so langsam fängt die Sache an, ein bisschen unübersichtlich zu werden. Während es bei uns im Prinzip eigentlich bisher nur ein echtes Update gab, sieht das in den USA z. B. ganz anders aus. Hier wurden die Karten jetzt schon wieder neu gemischt, obwohl: So richtig „neu“ ist das alles nicht.

Die Kollegen von Searchmetrics haben in ihrem Blog die aktuellen Auswirkungen eines neuerlichen Updates dokumentiert. Dabei fällt auf, dass man bei Google selbst von den Konsequenzen des letzten Panda-Durchlaufs wohl nicht so richtig begeistert gewesen ist, denn es gibt zahlreiche „Rollbacks“. Das bedeutet, dass Seiten, die abgestraft wurden, nun in recht großer Anzahl und durch die Bank weg von den letzten Änderungen wieder nicht betroffen sind. „Rolle rückwärts“ könnte man das auch nennen.

Der unzuverlässige Panda

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„Zurückrudern“ wäre ein anderes Wort, das gut passt. Anders sind die aktuellen Entwicklungen aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung wohl nicht zu erklären. Mir persönlich drängt sich da die Frage auf, ob Google wirklich weiß, was es will. Der Zickzack-Kurs, der sich nun abzeichnet, ist für jeden Betreiber einer Website eher ungünstig, kann man sich doch prinzipiell bald auf gar nichts mehr verlassen.

Angenommen, man ist von einer Abstrafung betroffen und leitet Gegenmaßnahmen ein. Wer versichert dem Website-Betreiber dann, dass es nicht genau diese Gegenmaßnahmen sind, die zu einer neuerlichen Abstrafung führen können? Das wird besonders in Hinblick auf solche Rollbacks wie das jetzt eingetretene deutlich. Kann man sich also überhaupt noch auf irgendwas verlassen? Das bezieht sich vor allem auf die Aussagen von Google selbst zum Thema, wie man denn nun eine „gute Website“ gestalten soll.

Mehr Kontinuität wäre in meinen Augen wünschenswert. Suchmaschinenoptimierung ist ohnehin schon ein nicht einfacher Bereich, der durch vermeintlich konzeptlose Updates seitens Google nicht einfacher wird. Spannend bleibt es auf jeden Fall auch in Zukunft. Im Falle der USA mag es sein, dass man googlesche Rankingverluste durch andere Suchmaschinen wie Bing abfedern kann. Für uns in Deutschland stehen die Karten da schon schlechter, weil Google hierzulande nach wie vor der alleinige Platzhirsch mit knapp 90% Marktanteil ist.