Ein Social Media Spickzettel ist immer dann gut, wenn man nicht genau weiß, was zu tun ist. Und wie bei allen Dingen im Leben, mit denen man sich nicht 100-prozentig auskennt, ist auch Social Media ein weites Feld, wo viel schief gehen kann. Der besagte Spickzettel kann Abhilfe schaffen, denn: Das Wissen über spezielle Eigenarten von sozialen Netzwerken kann eine Entscheidung, wo genau man zum Beispiel als Unternehmen aktiv werden will, maßgeblich beeinflussen. Entsprechend sinnvoll ist es, sich möglichst genau zu informieren und vorher zu ermitteln, welche Netzwerke für die eigenen Zwecke sinnvoll sind – und welche nicht. Denn sicher ist: Man muss nicht auf jeder Hochzeit tanzen. Zahlen und Fakten in der folgenden Infografik…

Der praktische Social Media Spickzettel

Quelle

Gute Vorkenntnisse sparen Zeit und Geld

Warum also ein Social Media Spickzettel? Ganz einfach: Erstens kann es sein, dass man die eigene Zielgruppe überhaupt nicht richtig erwischt, weil man nicht genau weiß, wo sie sich am liebsten aufhält.

Zweitens ist es gut möglich, dass sich ein bestimmtes soziales Netzwerk schlicht und ergreifend nicht lohnt, weil man in der eigenen Nische und der dazu passenden Zielgruppe keine kritische Masse aufbauen kann.

Fehler können Unternehmen teuer zu stehen kommen. Der erfolglose Aufbau von Aktivitäten in sozialen Netzwerken kostet Zeit und Geld. Aufgebaute Ressourcen müssen letztendlich wieder aufgebaut werden. Mit diesem Abbau geht oft auch wichtiges Know-How verloren, das in anderen Teilen des Unternehmens von Vorteil gewesen wäre.

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Probleme vermeiden und nicht zulassen

Ein Social Media Spickzettel löst solche Probleme nicht auf einen Schlag, hilft aber sehr dabei, sie gar nicht erst entstehen zu lassen.

Beispiel Facebook: Auf Facebook ist die Reichweite gigantisch und so gut wie jede Zielgruppe tummelt sich auf dem weltweit größten sozialen Netzwerk. Für Unternehmen also rein theoretisch eine Goldgrube.

Dabei muss man jedoch wissen, dass es nicht mehr so einfach ist, auf Facebook aus dem Stand heraus eine große Community aufzubauen. Die organische Reichweite wurde bei vielen Fanpages beschnitten und um mehr Reichweite zu bekommen, muss man mittlerweile in vielen Fällen Werbung schalten.

Zahlen und Fakten zur Social-Media-Landschaft

Mit genau solchen Zahlen und Fakten wartet der Social Media Spickzettel auf. Die aufmerksame Lektüre kann davor schützen, teure Fehler zu machen – nicht nur auf Facebook.

Wer sich zum Beispiel dafür interessiert, für sein Unternehmen auf Twitter aktiv zu werden, sollte wissen, dass Tweets nur eine begrenzte Lebensspanne haben. Anders als auf Facebook ist es nicht so leicht möglich, längere Zeit von einem Posting zu profitieren.

Auf der anderen Seite ist Twitter, ganz besonders in den USA, sehr bekannt für die unkomplizierte Durchführung des Kundenservices. Viele Twitter-User stellen Marken und Unternehmen kurze Fragen, die dann über Twitter beantwortet werden.

Besondere Vorzüge von Bildernetzwerken

Auch die Bildernetzwerke Instagram und Pinterest haben ihre Besonderheiten, ebenfalls übersichtlich in diesem Social Media Spickzettel aufgeführt. So ist Instagram zum Beispiel in einer vorteilhaften Lage, weil es zu Facebook gehört.

Die Vermutung also, dass Instagram in Zukunft weiter stark wachsen wird, liegt nahe. Auf der anderen Seite bietet Instagram noch keine ausgereiften Möglichkeiten für Werbung, so dass es für Unternehmen schwer ist, mehr Reichweite außerhalb der schon bestehenden organischen Reichweite zu generieren.

Bei Pinterest stößt man auf einen ganz besonderen Vorteil, denn dort gibt es ein sehr kauffreudiges Publikum. Wer auf Pinterest aktiv ist, kann 400 Prozent mehr Gewinn pro Klick auf einen dortigen Link machen, als das auf Twitter der Fall ist. Und selbst Facebook kann gegen Pinterest nicht mithalten – 27 Prozent mehr Gewinn pro Klick macht man im Schnitt, wenn man auf Pinterest aktiv ist und nicht auf Facebook.

Ist Google+ ein Sorgenkind?

Doch was verrät der Social Media Spickzettel über Google+? Das soziale Netzwerk aus dem Hause Google, das gern als „Geisterstadt“ bezeichnet wird, hatte grundsätzlich gute Voraussetzungen.

In letzter Zeit mehren sich allerdings die Zeichen, dass Google+ von Google selbst nicht mehr so sehr gehegt und gepflegt wird – es droht zu einem „ungeliebten Stiefkind“ zu werden. Es steht zu vermuten, dass man auf Google+ trotzdem aktiv sein sollte, weil es höchstwahrscheinlich Vorteile bei der Suchmaschinenoptimierung gibt.

Wer also ein hochwertiges Google+ Profil für sein Unternehmen anbietet und dort immer reichlich Qualitäts-Content veröffentlicht, wird in den Google-Suchergebnissen Vorteil haben – soweit die Theorie. Die ungewisse Zukunft von Google+ macht das eigentlich tolle Projekt leider zu einem Wackelkandidaten, bei dem man sich ganz genau überlegen sollte, ob man hier Zeit und Geld investieren will.

Manchmal lohnt sich B2B mehr als B2C

Wer neue Mitarbeiter in sozialen Netzwerken rekrutieren will, der ist auf LinkedIn richtig. Der Social Media Spickzettel bestätigt dies, weist aber auch darauf hin, dass es auf LinkedIn nicht leicht ist, Geld zu verdienen.

Wer etwas zu verkaufen hat, der wird das höchstens im B2B-Bereich los. Eine wichtige Information, die helfen kann, in den falschen Kanal zu investieren.

Ansonsten ist LinkedIn ähnlich wie sein deutsches Pendant Xing hervorragend zum digitalen Networking geeignet. Das ist wichtig und sehr sinnvoll, aber – und das ein kleiner persönlicher Tipp von mir – es ersetzt nicht das echte Networking in der „analogen Welt“ auf Konferenzen und Events.

Kann ein Messenger ein Netzwerk sein?

Weil die Infografik zum Social Media Spickzettel aus den USA kommt, darf natürlich ein „soziales Netzwerk“ wie SnapChat nicht fehlen. SnapChat ist eigentlich ein Instant Messenger und kein soziales Netzwerk, aber nun gut: Wo sich Menschen digital treffen und austauschen, da kann im weitesten Sinn schon von einem sozialen Netzwerk gesprochen werden. Schließlich zählt sich das klassische Forum auch zum Bereich Social Media dazu.

Was SnapChat auf jeden Fall interessant macht: Man erreicht Menschen immer genau dort, wo sie sich aktuell aufhalten, denn SnapChat gibt es nur mobil. Das kann große Vorteile haben, wenn man zum Beispiel auf aktuelle Events oder Angebot in einer Region hinweisen will und weiß, dass es dort SnapChat-User gibt.

Mehr als 71 Prozent der User von SnapChat sind unter 25 und bisher hat der Messenger schon über 100 Millionen Mitglieder. An seiner Stelle könnte eigentlich auch WhatsApp stehen, aber nur bei SnapChat zerstören sich Bilder und Nachrichten 10 Sekunden, nachdem sie geöffnet wurden.

Für das Marketing also eher weniger geeignet, es sei denn, man ist bereit, viele Ressourcen zu investieren und hat einen ausreichenden Pool an Kreativität – denn die braucht man bei SnapChat, um aus der Masse der schnelllebigen Nachricht herauszustechen.